Sie wünschen, wir spielen...
Nicht für alle KAC-Fans war es Liebe auf den ersten Blick
In der Klagenfurter Heidi Horten-Arena muss nachgebessert werden. Nach dem Eröffnungsspiel waren nicht alle Rotjacken-Fans begeistert. Sie beklagten eingeschränkte Sicht, es fehle der glasklare Blick.
Der erste Testlauf in der Heidi Horten-Arena war vergangenen Freitag noch gar nicht beendet, da hat sich bereits erste Kritik geregt. Dabei ging es gar nicht um das Sportliche (3:5-Niederlage gegen Linz). Sondern zur neuen Halle. Zuerst über Facebook & Co., später fundiert mit Bildern direkt an die Verantwortlichen gerichtet. Einige KAC-Fans beklagen stark eingeschränkte Sicht von ihren Abo-Sitzern. Bemängelt werden dabei mehrere Punkte: eine Stahlbrüstung samt Maschendraht, mehrere Geländer, der Abstand zwischen Sitzreihen oder das Puckschutznetz.
KAC und Architekt Christian Halm nehmen die Einwände ernst und haben die Situation geprüft. „Es war ein Testlauf. Es wurde alles dokumentiert. Wir haben mit den betroffenen Menschen bereits Kontakt aufgenommen. Von allen Seiten herrscht das Bemühen, die jeweilige Situation zu beheben, sofern es eine baurechtliche und finanzielle Möglichkeit gibt“, erklärt Halm und verweist damit auch auf gesetzliche Vorgaben hinsichtlich Sicherheit sowie Statik. Allerdings gibt der Klagenfurter auch zu, dass aufgrund der Dringlichkeit und des Zeitdruckes zur Eröffnung hin, nicht alles auf Punkt und Beistrich kontrolliert werden konnte. „Wir sind froh, dass das erste KAC-Heimspiel stattfinden konnte.“
Die Erwartungen der Fans für ihren neuen „Tempel“ waren jedoch riesig. Umso größer dürfte die Enttäuschung gewesen sein. Als „Hassobjekt“ etablierte sich vor allem das Stahlgeländer im Oberrang (Nord- und Südempore). Allerdings war dieses in den ursprünglichen Plänen gar nicht vorgesehen. Sondern eine Glasschutzscheibe wie an den Längsseiten. Warum diese bauliche Veränderung? „Unser Auftraggeber (Kärntner Messe, Anm.) hat auf eine Kostenreduktion bestanden. Diese Glasscheibe war nur eine der Punkte, die wir aus finanziellen Gründen weglassen mussten.“
Einen weiteren Zankapfel stellt das Sicherheitsnetz gegen Puckflug hinter dem Tor statt. Dieses ist nun grau, statt wie zuletzt weiß. Die Fans hoffen auf einen Austausch.
Im Unterrang, so Halm, seien Geländer falsch montiert worden und führten zu Platzproblemen. „Das wird so schnell wie repariert“, verspricht er. Und KAC-General Manager Oliver Pilloni ergänzt: „Ich kann die Fans verstehen. Gewisse Dinge sind sicher berechtigt.“ Ob es Plätze getauscht werden dürfen oder bei eingeschränkte Sicht, wie beispielsweise in der Kultur üblich reduzierte Tickets ausgegeben werden, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt jedoch offen. Spätestens in der nächsten Bauphase, im Sommer 2023 sollen die komplizierteren Ausbesserungen vorgenommen werden.