Nachhaltige Nachwuchsarbeit im Eishockey auf professionellem Niveau ist ohne Mäzenatentum und Philanthropie diverser Gönner nicht machbar. Und diese sind in Wien, abgesehen von wenigen persönlichen Ausnahmen leider nicht in dem Ausmaß vorhanden, wie es notwendig wäre. Hier ist natürlich auch ein enormer Wettbewerb der diversen Sportarten, Vereine und kulturellen Einrichtungen um potentielle Gönner vorhanden, der so in keiner anderen Stadt in Ö stattfindet.
Talente und Ausbildungswillige gäbe es im Raum Wien und Umgebung mehr als genug, aber wenn sie wirklich einmal aus einem Jahrgang herausstechen, wecken sie spätestens mit 14 das Interesse der diversen Scouts von der Salzach. Falls ich gefragt werde, empfehle ich den Eltern bei ausreichend Talent und guter finanzieller Ausstattung sich zuallererst um einen Platz in Schweizer Nachwuchsteams zu bewerben oder zu versuchen in Nordamerika oder Schweden einen Platz zu bekommen. In der Schweiz hat man, wenn man es bis in den Seniors-Bereich schafft, mit dem Erwerb einer Schweizer Lizenz ein Einkommen, von dem teilweise sogar qualitativ gleichwertige Deutsche in der DEL nur träumen können. Schlag nach bei Zwerger, Baumgartner oder B. Wolf.
Den OEHV kann man komplett vergessen. Die können nicht mal aktuelle Aufwände vernünftig finanzieren ohne dabei Eigenmittel zu verbrennen. Was für ein lichtjahrgroßer Unterschied zum SIHF (Swiss Ice Hockey Federation).
Aus Sicht der VIC haben sich die Investitionen in den eigenen Nachwuchs zumindest in den letzten 10 Jahren nicht rentiert. Die einzig (verbliebenen) Profi Outputs für den Verein sind Wraneschitz, Preiser und Hackl. Das ist äußerst bescheiden. Die drei hätte man von anderen auch abwerben und eine ganze Menge Geld sparen können.