Ja, das war leider absehbar.
Zum einen scheint es Pit Gleim gesundheitlich alles andere als gut zu gehen – auch das dürfte ein wesentlicher Grund gewesen sein, warum man ihn zuletzt nicht mehr in der Halle gesehen hat. Zum anderen hat er nach dem Bemer-Ausstieg die Pioneers offenbar in erheblichem Ausmaß aus eigener Tasche finanziert. Allein dafür gebührt ihm Respekt.
An dieser Stelle: Alles Gute, Pit. Ich hoffe, du kommst wieder auf die Beine. Und danke für deinen Einsatz für den Eishockeystandort Feldkirch – den ganzen „Hate“, der dir entgegengeschlagen ist, hast du definitiv nicht verdient.
Trotzdem muss man der Realität ins Auge sehen: Wenn selbst mit beträchtlichen privaten Mitteln keine stabile Basis geschaffen werden konnte, dann sagt das alles über den Zustand des Vereins. Dass es keine fünfte Saison geben wird, überrascht daher niemanden mehr, der nicht komplett in einer Parallelwelt lebt. Und ein Einstieg in die AlpsHL? Unter den aktuellen Voraussetzungen schlichtweg absurd.
Ich persönlich war nie ein Fan der Umbenennung in „Pioneers“. Ich habe jedoch lange darauf vertraut, dass dahinter ein durchdachter Plan steckt. Rückblickend muss man wohl sagen: Entweder war der Plan schlecht – oder es gab schlicht keinen. Und möglicherweise hatten Gleim, Gross und Lampert auch nicht immer alles in der Hand, wie sich jetzt immer deutlicher zeigt.
Was sich hingegen einmal mehr bestätigt: Diejenigen, die im Hintergrund permanent gegen das „Produkt“ gearbeitet haben, dürfen sich jetzt selbst auf die Schulter klopfen. Und nein – ich spreche hier ausdrücklich nicht von den fehlenden Fans oder dem Südchaos, sondern von Figuren wie diesem „Shadowcastle“ und Konsorten. Gratulation – ihr habt es geschafft. Am Ende stehen jetzt alle mit leeren Händen da. Ein echtes Meisterstück an Zerstörung.
Die Geräte wurden abgeschaltet.
Todeszeitpunkt von Patient „Eishockey in Feldkirch“: 31.03.2026.