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Beiträge von #74JL
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Bin gespannt ob Hochkofler seine Klage heuer durchzieht, dann wird es richtig lustig.
Er hat bereits alles seinem Anwalt übergeben und ihn mit der Agenda beauftragt.
Edit: Freimüller relativiert bereits diese Aussage
(Siehe Post weiter unten)
Von den Vereinen braucht keiner Jammern, haben sie dem Ganzen doch schon im Jänner (lt. Pilloni) zugestimmt.
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Mit einem Schlag sind sie keine „Österreicher“ mehr
Die Punkteregel ist passé, die neue Legionärsbeschränkung klar definiert.
Auf den ersten Blick scheint alles klar. Die neue Regelung, die Transferkarten-Spieler reduzieren soll, wurde präzise formuliert: Ein ICE-Team muss aus zwölf Österreichern bzw. nationalen Spielern bestehen. Es dürfen maximal zehn Imports auf dem Spielbericht aufscheinen. Und laut Reglement ist die Definition "nationaler Spieler" einfach geregelt: Jeder Crack der für das jeweilige Nationalteam einsatzberechtigt wäre. Ausgearbeitet wurde dies vom Sportausschuss der Liga sowie einer ÖEHV-Abordnung.
Ende Jänner hat der Verband nach Zustimmung aller Vereine diese Lösung präsentiert. Positiv: Dem Präsidium Klaus Hartmann gelang es somit binnen zwei Jahren die Fesseln der intransparenten Punkteregel endgültig abzuschütteln. Wie es dazu gekommen ist? Der ÖEHV spielte die entscheidende Karte (wovon Vorgänger Gernot Mittendorfer stets abgehalten wurde) aus, übte immensen Druck auf die ICE aus und knüpfte diese Bedingung an einen zukünftigen und noch fertig zu verhandelnden Kooperationsvertrag.
Vergessen wurde dabei lediglich auf eine kleine Gruppe, die zwar bislang bei ihren (österreichischen) Klubs nationalen Status genießen, aber nicht für das Nationalteam spielberechtigt sind: Peter Hochkofler (ITA), Sebastian Zauner (GER), Adis Alagic (SLO), Dominik Grafenthin (GER), Zintis Zusevics (LAT), Luis Ludin (GER), Aljaz Predan (SLO) und Samuel Mantsch (GER). Diese "Eishockey-Österreicher", zum Teil langjährige ICE-Spieler, gelten ab sofort bei österreichischen Vereinen als Imports. Die Cracks befürchten nun, dass sie aufgrund dessen zukünftig keinen Platz mehr in einer heimischen ICE-Mannschaft erhalten.
Das weckt Erinnerungen. In der Schweiz wurde vor zwei Jahren ein ähnlicher Vorstoß gewagt. Die Spieler mit dem Status "Wie Schweizer" resp. Inhaber von Schweizer Lizenzen (darunter alle sechs engagierten Österreicher) hätten gestrichen werden sollen. Stattdessen wurde das Ausländerkontingent erhöht. Das ließ die Spieler bzw. ihre starke Gewerkschaft auf die Barrikaden steigen. Sie drohten den Klubs mit Sammelklagen. Daraufhin wurde rasch eine Übergangslösung gefunden: Bisherige Lizenz-Schweizer dürfen ihren Status behalten, bei zukünftigen ist dieser nur noch bis zum 23. Lebensjahr gültig.
Der eigentliche Grund ist ein oft gehörtes Märchen: Die ausufernden Gehälter (durch Wettbieten von den Klubs selbst verschuldet) hätten gebremst werden soll. Auch mit mittlerweile sieben Ausländern (statt vier) ist aus der Schweiz jedoch zu hören, dass bislang kein einziger NL-Klub auf dem Spielersektor einspart. Im Gegenteil.
Heimische Klubs hadern mittlerweile aus unterschiedlichen Gründen mit der Tatsache, dass keine "Eishockey-Österreicher" (dieser Status galt als Schlupfloch) mehr erlaubt sind. Salzburg etwa wegen ihrer hauptsächlich deutscher Akademie-Spieler, für den VSV und weitere Mitstreiter aufgrund des geringen Angebots an Österreichern. Bei den Villachern spielte in den vergangenen zwei Jahren der deutsche Verteidiger Sebastian Zauner. Dazu steht mit Dominik Grafenthin (GER) ein weiterer Landsmann, der laut Punkteregel als Österreicher gesehen worden ist, auf ihrer Einkaufsliste ganz oben. In der abgelaufenen Saison erzielte der Stürmer die meisten Treffer der Graz 99ers (17 Tore und insgesamt 31 Scorerpunkte).
Der Italiener und Salzburg-Stürmer Peter Hochkofler, der seit zehn Jahren durchgängig bei den Roten Bullen unter Vertrag steht, will zu diesem Thema keine Stellungnahme abgeben. Allerdings stand er noch in dieser Saison im Aufgebot der Squadra, die A-WM in Finnland lässt er jedoch aus. Längst ist ein Anwalt mit seinem Fall betraut, der jedoch von ÖEHV an die Liga und umgekehrt verwiesen wird. Der Südtiroler hofft, dass sein Status "Eishockey-Österreicher" erhalten bleibt.
Der Unterschied zu "Doppel-Staatsbürgern" ist frappierend. Brian Lebler, Steven Strong & Co. sind nicht nur im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft. Sie sind auch für Team Austria gemäß IIHF-Regularien spielberechtigt.
Quelle: KleineZeitung
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Manchen hier im Forum würde es auch gut tun, nach dieser Saison etwas Abstand vom Ganzen zu nehmen. 😉
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Ist jemand so lieb und kann den Artikel der KLZ einstellen bzgl Geier-Geier-Schumnig?
Danke
Das Spiel beim KAC dürfte hinlänglich bekannt sein: Der Trainer verweist auf den General Manager. Und umgekehrt. Wenn also ein Eishockey-Profi der Rotjacken Klarheit über seine Zukunft erfahren will und dieses Herumgeeiere beginnt, spätestens dann sollten bei ihm die Alarmglocken schrillen. In den letzten Jahren war das stets ein verlässliches Indiz, dass es keinen neuen Vertrag mehr für ihn gibt. Beispiele gefällig? Rene Swette, Florian Iberer, Patrick Harand, David Schuller, David Madlener.
In Klagenfurt könnte es nun für ein prominentes Trio eng werden. Martin Schumnig sowie Manuel Geier und Stefan Geier - bei allen drei Cracks sind die Verträge mit Saisonende ausgelaufen. Insgesamt würde der KAC damit die Erfahrung mit der unglaublichen Anzahl von 2320 Liga-Spiele verlieren. "Wir werden nach der Rückkehr von Trainer Petri Matikainen darüber sprechen", sagt Rotjacken-Chef Oliver Pilloni. Nach enthusiastischen Verlängerungen klingt das allerdings nicht. Im Gegenteil. Der KAC dürfte offenbar beginnen, seinen geplanten Umbau voranzutreiben. Dies soll mit einer Verjüngung des Kaders einhergehen. Welche Österreicher anstelle von Schumnig bzw. den Geiers deren Plätze einnehmen soll, ist jedoch noch unklar.
Damit konfrontiert zeigte sich Schumnig gefasst. Offiziell will er dazu nicht Stellung nehmen, verweist auf seinen Agenten Peter Kasper. Und dass bei Schumnig/KAC tatsächlich die Trennung bevorsteht, beweist der Umstand, dass Kasper seinen Spieler innerhalb der Liga bereits angeboten hat. "Es gibt genügend Interesse, er wird mit Sicherheit kommende Saison in der Liga spielen", bekräftigt Kasper, der die Vorzüge des Rechtsschützen offenbar gar nicht bewerben muss. Wo genau seine Zukunft liegt, ließ er offen.
Manuel Geier zeigte sich ebenfalls kurz angebunden. Der Rotjacken-Stürmer meinte lediglich: "Es wird Gespräche mit dem KAC geben." Allerdings soll es sich hier um Lösungsansätze handeln, wie sich ein Verbleib abseits des ICE-Teams bei den Klagenfurtern gestalten kann.
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Znojmo wackelt sehr.
Stimmt, da war ja noch was…..schaun ob sichs bewahrheitet oder wieder mal jährliches Geplänkel ist.
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Rechne heuer mit einer 12er Liga!

Weil?
Dann müsste noch ein Verein nicht dabei sein.
Bratislava? Unwahrscheinlich!
Tippe auf eine 14er Liga, man wird noch jemanden aufnehmen, Bewerber hat man genug.
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Der DEC steigt offiziell aus dem Ligabetrieb der ICE Liga aus.
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Dürfte übrigens beim HCI landen
Wurde schon bestätigt.
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Schon lustig: die EU zerbricht sich den Kopf darüber, wie streng die DSGVO sein soll und Verletzungen des heiligen Datenschutzes werden enorm streng geahndet - und in den sozialen Netzwerken posten mengenweise Leute ihren Impfstatus und neuerdings auch ihre Blutgruppen und tragen intimste Gesundheitsdaten freiwillig freudig in die Öffentlichkeit.
Und weiter?
Die Personen posten dies ja freiwillig. Wo ist also das Problem. Dieses ganze Datenschutzblabla ist sowieso übertrieben…..von mit aus soll jeder am Erdball wissen wann und wo ich am Schei*haus bin.
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Hört sich auch alles andere als gut an…ob das bis Herbst wieder wird, steht wohl in den Sternen.
Es passierte im vierten Viertelfinalspiel zwischen den Vienna Capitals und dem EC KAC. In der 17.Minute fuhr Caps-Defender Charlie Dodero einen heftigen Check gegen Steven Strong. Der KAC-Crack wurde von der Rettung sofort ins Krankenhaus gebracht. In der Zwischenzeit ist ein Monat vergangen, Strong kämpft aber noch immer mit den Folgen.
Vienna Capitals Verteidiger Charlie Dodero wurde vom DOPS für vier Spiele gesperrt – Steven Strong allerdings hat noch immer tagtäglich mit den Folgen zu kämpfen, wie er der “Kleine Zeitung” gegenüber bestätigt: “Die Kopfschmerzen sind fast ständig vorhanden, es beeinflusst meinen Alltag noch immer. Ich kann so gut wie nix unternehmen, außer mit meiner Tochter Sloane und mit unserem Hund etwas spazieren zu gehen”, schildert Strong seinen Alltag. Der 29-Jährige Austro-Kanadier ist selbst bekannt für eine etwas ruppigere Spielweise, scheut auch keinen Zweikampf, momentan hofft er aber, sein “normales” Leben wieder führen zu können. “Noch bin ich völlig saft- und kraftlos, fehlt mir jegliche Energie,” so der Defender.
Diese Verletzung hindert Strong auch daran, bei der A-WM in Finnland für Österreich aufzulaufen. Aber dafür nimmt er sich mit seiner Familie eine Auszeit in Kanada. Die Heimat wurde seit 3 Jahren nicht mehr besucht und dafür ist jetzt eine Gelegenheit entstanden – 3 Monate werden die “Strong’s” in Toronto verbringen.
Quelle: RingSports
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Puh…..das man Sticha ziehen lässt/nicht mehr verlängert hätt ich nicht gedacht….
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Von mir aus kann die Halle, „Eishalle“ heißen. Wie kann man denn nur so ein Theater um den Namen einer Halle machen?
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Schau ma mål, donn seg ma eh.
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Berlin, Köln haben eine enorme Tradition in der DEL, spielt vor 18.000 Leuten. über die Schweizer Klubs müssen wir wohl nicht reden, die NHL, die KHL - das sind völlig andere Dimensionen, als im Kärntner Eishockey-Mekka und fast überall fliegst nach einer Saison wie der heurigen mit Bomben und Granaten raus, vor allem nach diesen grausigen Eishockey.
Auch der Blödsinn, den Matikainen ala "jedes Spiel 5:0 gewinnen und jedes Jahr Meister werden" daher faselt, ist nichts als eine ärgerliche Ausrede.
Und ich denke, du würdest den Unterschied merken, ob dich 1000 Leute oder 18.000 Leute anfeuern oder eben auspfeifen.
Nicht überall sind die (Print)medien derart zahnlos, wie in Kärnten, da gibt es ganz andere Welten.
Das die Medien bei uns generell etwas zu unkritisch sind wiss‘ ma eh.
Ich will hier PM ja gar nicht in Schutz nehmen….deine Aussage war nur so „in Klagenfurt hast eh keinen Druck“. Das Profis mit diesem Druck umgehen MÜSSEN is eh klar, dafür werden sie bezahlt.
Nächste Saison gibts die „nach einer Meistersaison“-Ausrede eh nicht mehr. Dann sehen wir eh was geht.
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Wäre statt Saison 2019/2020 die Saison 20/21 aus Pandemiegründen abgeblasen worden, wäre Petri nicht 3 Jahre als regierender Meister gefeiert worden sondern über 3 Jahre jeweils als im Viertelfinale Ausgeschiedener
Hätti wari……
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Das mit dem Druck finde ich witzig, wir haben Import Spieler, die in der NHL, KHL, in deutschen Großstädten agiert haben, für die ist Klagenfurt mit seinen 4000 Zuschauern im Vergleich ein Kuhdorf

Deine Expertisen in Ehren, aber was hat Druck/Erwartungshaltung mit der Größe der Stadt zu tun? 🤷🏻♂️
Das hat wohl eher mit der Tradition bzw. generell mit der Vergangenheit eines Clubs zu tun und nicht ob da jetzt 1000 Leute oder 15000 in der Halle sitzen.
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Kleine Zeitung Interview mit PM:
Zum allerersten Mal seit Ihrem Engagement beim KAC haben Sie eine Play-off-Serie verloren. Mit ein paar Tagen Abstand: Wie denken Sie darüber?
Nicht wirklich real. Man kann nicht jedes Spiel jede Serie jedes Jahr gewinnen. Vielleicht ist es manchmal gar nicht schlecht, einen Schritt zurück zu machen. Das könnte in der Zukunft gutes bewirken. Ich war natürlich enttäuscht, aber bei weitem nicht am Boden zerstört.
Beschäftigt Sie das Play-off noch?
Wenn es nicht so wäre, würde ich sofort zurücktreten. Ich habe außerdem in 20 Jahren als Trainer zum ersten Mal ein Spiel Sieben verloren. Gegen Bozen hat unsere Taktik funktioniert. Nach dem zweiten Spiel gegen Wien mussten wir komplett umstellen.
Warum?
Wir haben erkannt, dass einige müde geworden sind. Von einem Spiel mit einer defensiven Sicherheitsvariante und Kontern. Manche mochten es nicht, andere konnten es nicht. Sie wollten lieber offensives 2-1-2 spielen. Ich würde ja manchmal gerne 1-2-2 spielen lassen, also mit wenig Puckbesitz. Aber nachdem wir ein 1:3 ausgeglichen hatten, dürften wir mit der Umstellung nicht so schlecht gefahren sein. Im entscheidenden Spiel hat Wien uns rausgespielt. Sie wollten es mehr als wir.
Fühlt es sich in Klagenfurt anders an zu verlieren?
Ich bin jetzt schon ein paar Jahre hier. Aber nach einem großen Sieg wie dem Meistertitel, ist es im darauffolgenden Jahr noch schwieriger. Das bestätigen viele. Doch so etwas muss man brechen. Heuer habe ich dafür bei den Spielern den richtigen Hunger vermisst. Ich verstehe genau, was in Klagenfurt läuft. Du musst hier jedes Jahr den Meistertitel holen und verdammt nochmal jede Partie mit 5:0 gewinnen. Mindestens. Dann hast du die Fans und das Umfeld auf deiner Seite. Das sind richtig große Anforderungen an mich. Und wahrscheinlich für jeden Trainer.
Wann haben Sie das mit fehlendem Hunger erstmals registriert?
Es war nicht so, dass er uns komplett gefehlt hätte. Wir waren hungrig in der Champions Hockey League und wir wollten während der Saison gut sein. Aber man nimmt etwas wahr, man riecht es, man fühlt es und dann fragt man sich: Sind wir so hungrig, dass wir alle Hürden bewältigen können? Können wir durchs Feuer gehen? Wir waren in der Nähe davon, aber es fehlten acht Prozent. Und wenn du gewinnen willst, dann brauchst du das.
Hat sich der Klub in einer Art Komfortzone befunden?
Komfortzone ist das falsche Wort. Aber wir erwarteten, dass es schon gut ausgehen wird. Wie letztes Jahr. Das zeigte sich, als wir keine Siegesserien feiern konnten. Ok, wir hatten keine Niederlagenserien. Das passierte uns dann ausgerechnet kurz vor dem Play-off. Doch fehlende Konstanz war sicher ein Problem.
Warum haben Sie es nicht geschafft, die Mannschaft auf 100 Prozent zu bringen? Wäre das nicht Ihr Job?
So ist es. Ich will mich nicht hinter Verletzungen oder so verstecken. Aber wir hatten nicht viele Optionen, das zu ändern. Es gab keine neuen Spieler von außerhalb. Oder einen Jungen, der dieser Aufgabe gewachsen war, um einen der erfahrenen Spieler konstant hinauszuspielen. Man kann nicht schreien, oder ihn zwingen, sein bestes Hockey zu spielen. Man kann nur versuchen, die Spieler zu motivieren. Klar, das ist mein Job und ich muss hier einen besseren Job machen.
Allerdings gelang auch sensationelles, wie das 4:0 gegen Leksands. Warum konnte so ein Erfolg nicht konserviert werden?
Da hätten wir beinahe die nächste Runde in der Champions Hockey League erreicht. Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir beim 1:8 im Rückspiel nicht mit den jungen Spielern auskommen hätten müssen. Ich meine nicht einen Aufstieg. Aber viele waren am Boden nach dieser Niederlage. Das war tödlich für das Team.
Inwiefern?
Es war der Schlüsselmoment dieser Saison. Plötzlich waren wir im Training nicht mehr gut. In dieser Zeit kamen viele langwierige Verletzungen dazu. Wenn jemand ein, zwei Monate fehlt. Dann hat das einen Effekt auf die Spielweise der Mannschaft.
Aufgefallen ist eine eklatante Heimschwäche. Ihre Erklärung?
Viele haben gedacht, dass alles wie von selbst läuft. Es ist großartig, in Klagenfurt zu spielen, aber für junge Spieler erwies sich das als kritisch. Die Fans erlebt man hautnah. Ein Spiel kann da zu emotionalen einer Achterbahnfahrt werden - zwischen Anfeuerung und kritischen Geräuschen. Nichtsdestotrotz: Ich schäme mich für die vielen Niederlagen. Unsere Halle muss wieder zu einem Ort werden, wo wir die Gegner zusammenpressen.
Viele Spieler gehören dem Klub bereits seit Jahren an. Haben Sie das Gefühl, dass in allen noch das nötige Feuer brennt?
Das müssen wir in den nächsten Wochen herausfinden. Vielen Spielern hat der Klub viel zu verdanken. Fakt ist: Es gibt eine spezielle Gruppe und es herrscht eine besondere Beziehung zwischen Trainern und Spielern. Gleichzeitig müssen wir analysieren, ob wir eine kleine Veränderung brauchen.
Welche Spieler meinen Sie konkret?
Ich nenne hier keine Namen. Die Fragen, die sich stellen: Wer hat noch Energie oder Willen übrig? Oder benötigt die Mannschaft eine Veränderung? Das zu beantworten, ist wirklich wichtig.
Klagenfurt kann für einen Trainer schnell zu einem Minenfeld werden. Wie schaffen Sie es, sich summa summarum ohne gravierende Schäden hier zu bewegen?
Ich habe schon Minen berührt, keine Sorge. Doch ich habe mich entschuldigt. Ich bin ja nicht perfekt. Man muss als Trainer auch nicht perfekt sein, aber ehrlich. Die Menschen haben mir meine Fehler verziehen. Spieler, Management - kleinere wie größere Fehler. Ich habe eine klare Vision, was ich hierher bringen will. Das ist mein Anspruch.
Verspüren Sie jetzt Druck?
Die Erwartungen mit 31 Meistertiteln im Hintergrund werden von Jahr zu Jahr größer. Das betrifft auch die Transfers. Wenn ein Spieler kommt, fragt man sich, ob er mit der Situation beim KAC umgehen kann. Denn oft bewirken die hohen Erwartungen genau das Gegenteil. Ich fühle den Druck nicht wirklich. Aber am Ende des Tages reduziert es sich auf eines: Du musst gewinnen.
Jede Saison gab es bisher ein Matikainen-Thema. Etwa als Comrie/Petersen zuschauen mussten, oder Fischer als Kapitän abgesetzt wurde. Und heuer?
Ich bin ruhiger geworden, habe daraus gelernt. Man wird älter, nicht mehr so emotional. Letztes Jahr etwa ist Leadership von Innen aus passiert. Heuer hat das nicht gut geklappt. Möglicherweise wird das Kapitäns-Thema noch auf uns zukommen. Wir werden reinen Tisch machen, bei Null starten. Der Kapitän und seine Assistenten werden heuer von der Mannschaft gewählt. Nicht, dass ich den aktuellen nicht vertrauen würde. Aber immer der gleiche Ablauf, also dass ich einen bestimme, bringt einen nicht weiter. Ich werde jede Entscheidung akzeptieren.
Kein Spieler wagte es heuer einmal, öffentlich Klartext zu sprechen. Warum nicht?
Manchmal fühlt es sich an, dass wir nicht in der Lage sind, uns frei und klar auszudrücken. Speziell in der Kabine. Aber auch nicht den Journalisten gegenüber. Und es muss ja gar nicht schlecht sein, wenn etwas in der Zeitung steht. Das kann reinigende Wirkung erzielen. So etwas fehlt mir.
Weil man sich zu lange kennt?
Nein, normalerweise spricht man dann ja leichter miteinander. Wir sind oft zu höflich zueinander, weil wir uns so sehr respektieren. Dann aber sind wir uns nicht ehrlich gegenüber. Möglicherweise gehört das ja zur Kultur hier. Ich hätte es gerne offener. Das macht jeden besser. Weil Kritik ja auch etwas Positives bewirken kann.
Der KAC ist stolz auf seine Strukturen. In Laibach schoss Rok Kapel einige Tore, zuvor in Klagenfurt erhielt er keinen ICE-Einsatz. Wie passt das zusammen?
Ich war einfach nicht der Meinung, dass er es sich verdient hätte. Und auch, dass er defensiv nicht bereit war. Wegen eines Einzelnen kann ich nicht all meine Überzeugungen über den Haufen werfen. Vielleicht habe ich nicht genug mit ihm gesprochen. Vielleicht hätte ich auch mit Trainer Kirk Furey öfters sprechen sollen. Als Headcoach hast du nicht immer die Zeit dafür. Und vielleicht verlierst du das Farmteam manchmal aus dem Blick, wenn in der Ersten so viel passiert. Aber jeder muss sich eben um seine eigenen Dinge kümmern. Im Endeffekt läuft es darauf hinaus: Spieler kommen und gehen. Wenn jemandem das Paradies versprochen wird, dann muss er ins Paradies gehen.
Kapel zog sein Ding durch, ging weg. Nur wenige Klagenfurter wagen diesen Schritt. Fehlt Ihnen der Mut?
Es würde manchen zumindest die Augen öffnen und erkennen lassen, wie groß der Konkurrenzkampf woanders ist. Hier befindet man sich in einer Blase. Woanders kümmert sich niemand um einen. Eishockey im Ausland ist nicht für jedermann.
Wie war es bei Ihnen?
Ich bin mit 16 Jahren nach Regina in die kanadische Provinz Saskatchewan, konnte kaum Englisch und wurde nach dem Training sogar verprügelt. Es waren die 1980er und ich habe ansässigen Spielern praktisch den Job geklaut. In Kanada wurde ich erwachsen. Manche wollen eben die Welt sehen. Andere bevorzugen das wohlige zu Hause.
Ein Eishockey-Trainer plant im Sommer. Wie wird sich der KAC im Herbst präsentieren?
Wir müssen hungriger werden, wollen aus den Spielern mehr herausholen. Eines ist klar: Wir sind nicht mehr Meister. Das macht es einfacher, um zu wachsen. Vieles ist in der Vorbereitung einfacher. Alles muss erarbeitet werden. Wir gehen einen Schritt zurück und werden ein paar Schritte vorwärts tätigen.
Sehen Sie sich die Play-offs an?
Ja ein wenig. Salzburg wird Meister.
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Welser hat mir immer getaugt…..am Besten aber als er vom „Sike“ so richtig herparniert wurde 😁
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Ein Petersen in Normalform sollte unumstritten sein. Wenn seine letzten Leistungen allerdings irgendetwas mit fehlender Motivation oder Lustlosigkeit zu tun hatten und nicht wie hier kolportiert mit Nachwirkungen seiner Verletzungen, dann darf man auch über ihn reden.
Was allerdings auch klar ist, dann braucht es gleichwertigen Ersatz, ob man den bekommt?
Da mach ich mit am wenigsten Sorgen, sollte Nick wirklich gegangen werden, das man adäquaten Ersatz holt. Da wird man dann schon Kohle in die Hand nehmen.
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Wieso denn bitte? Ich fände ein Finale zwischen Salzburg und Fehervar super und wäre, Stand jetzt, wohl mehr als verdient für beide Teams!
👍 Vor allem gönne ich Salzburg wieder mal den „österreichischen Meistertitel“ 😉
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Endlich geht´s in diese Richtung, hoffentlich setzt jetzt ein Dominoeffekt ein (Deutschland, Österreich und vor allem Wien sicher ausgenommen.......).
PS: In Spanien 51% geboostert, in Österreich 53%.....
Aber auch 85% Grundimmunisierte….Österreich? 70%?
Hört sich ja alles schön an mit „wird wie Grippe behandelt“ (mMn höchste Zeit)
NUR
kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen das dies nächsten Herbst/Winter auch so sein wird.
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Ich hoff ja, dass er den Mund da nicht zu voll nimmt mit den KHL-Spielern
Die Frage die ich mich stelle , ist so einer überhaupt leistbar ?
Es geht auch nicht per se um KHL Spieler zu verpflichten. Sondern um Spieler aus den europäischen Ligen die „billiger“ werden WEIL eben diese KHL Spieler in diese Ligen drängen.
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Baubeginn 4.April
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Es tut mir leid aber ich blicke bis heute den Sinn nicht mit weniger Legionären als die anderen zu spielen. Ich mein der KAC ist ja wohl nicht verantwortlich dafür, dass Österreicher zu Eiszeit in der Liga kommen. Meinetwegen können wir auch mit 10 Imports spielen und es ist nicht minder mein KAC.
Außerdem gibts auch Legios die den KAC leben (Lundmark damals zB oder auch ein Furey). Ich persönlich will einfach ein erfolgreiches Team, dem man gerne zusieht, manch anderen mag ja dieser „österreichische Weg“ wichtig sein, ich persönlich brauche das nicht unbedingt.
Bin im Großen und Ganzen bei dir. NUR wenn dann die ersten 2 Linien nur aus Legionären bestehen a la Dornbirn Innsbruck etc. kann ich mich leider nicht mehr damit identifizieren.
Wir sind immerhin ein österreichischer Verein und da sollte der Großteil schon auch aus diesen bestehen, meine Meinung. Söldnertruppe brauch ich keine. Nur ob es dann 6, 7 oder 9 Legionäre sind soll mir dann egal sein.