Alles in allem muss ich trotzdem sagen, 10 Legionäre ist mir beim KAC einfach viel zu viel.
Eine Linie + Goalie, das lasse ich mir einreden. Und wenn man als Ausbildungsverein Abgänge von Eigenbaugewächsen kompensieren muss, dann sollen es auch einmal mehr sein, ist in Ordnung.
Aber wenn dauerhaft 8+ Legionäre nötig sind, um in dieser Liga vorne mitzuspielen, dann wird man sich beim KAC auch einmal die Gretchenfrage stellen müssen, Siegen um jeden Preis (ich bin draussen) oder weiter den Fokus auf Jugendarbeit legen. Der KAC hat einen super Sponsor mit den Fans, aber ob sich beides mit dem Schröpfen selbiger ausgeht, ist auf Dauer halt auch mehr als fraglich.
Wir (als Region) haben nicht zuletzt mit den Eishallen in Ferlach wirklich ein Alleinstellungsmerkmal und einen Impuls für den Breiten- und Nachwuchssport, den sonst kaum ein Verein im Umfeld hat, das sind 4+2(kleine) Eisflächen im Umkreis von 20 Minuten, teils ganzjährig. Das wird künftig noch an Bedeutung gewinnen, und ich finde schon, dass man als Verein darauf setzen kann und sollte, dieses Potential zu nutzen und zu entwickeln.
Oder Play to win, als einer von Hunderten?
Schwierig.
Der Mittelweg soll es sein….aber genau das ist ja die krux an der Sache.
Beide Extreme will glaub ich der Großteil nicht.
Wenn mit, wie du beschreibst 1er Legiolinie auftrittst, wirst halt in der Tabelle bald mal durchgereiht werden und dann zahlt die keiner mehr 900€ dafür.
Andererseits will glaub ich auch keiner eine „Legiotruppe“.
Die Balance zu finden ist nicht einfach.
Nur um den gemeinen Fan gerecht zu werden musst du vorne mitspielen, das ist nun mal so. Der Otto-Normalfan will Meister werden und nicht am Ende der Saison sagen können, „gewonnen hamma nix, aber toll das wir wieder 2-3 Spieler herangeführt haben“.