Das spricht Bände über den Zustand unserer Gesellschaft, wenn ein klares Auftreten gegen feindliche Gesinnungen mit Generieren von negativer Aufmerksamkeit assoziiert wird.
Es ist nicht mehr als eine Haltungs- und Gesinnungsfrage des Teammanagements. Da werden nicht alle einverstanden sein, aber ein gewisser Teil wird der Szene gegenüber wohl tolerant oder zugetan sein. Je länger man zusieht, je mehr Einfluss man zulässt, desto unschöner und schwieriger wird ein Gegensteuern.
Du sprichst da halt genau den Kern des Problems an. Dieser Kampf wäre eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es findet gesellschaftlich aber eine Bagatellisierung und Normalisierung gewisser Dinge (Sprache, Gesten, Symbole und auch der Umgang so mancher Partei damit) statt. Da wird eine nicht unerhebliche Gefahr überspielt. Dadurch können sich diese Kräfte immer weiterprofilieren und rücken in die Mitte der Gesellschaft. Das sehen wir mittlerweile tagtäglich. Wie oft ich in letzter Zeit "ist ja nicht so schlimm" gelesen oder gehört hab, kann ich gar nimmer zählen. Um Gegenzusteuern ist die politische Landschaft zu schwach. Da werden lieber völlig sinnlose Themen diskutiert und versucht den Status Quo zu verwalten. Diesen Status Quo gibt es aber nicht mehr. Genau deshalb fahren in diesem Punkt gesellschaftlich gerade aber sowas von gegen die Wand.