ad wechseleinschränkung für österreichische spieler in der ebl für jeweils 3 jahre oder vorgeschriebene mindestvertragsdauer für österreicher von drei jahren.)
an sich bin ich als anhänger einer freien marktwirtschaft ja ein gegner von einschränkungen jeder art. allerdings wenn man gewisse lenkungseffekte in richtung vernünftiges und nachhaltig gerechtes gehaltsniveau für entsprechende leistungen erzielen will, muss man wahrscheinlich die eine oder andere begleitregel zur legobeschränkung installieren, um jenes ergebnis zu erielen, das unter den gegebenen voraussetzungen als wünschenswert erachtet wird.
kritiker der wechseleinschränkung könnten einwenden, dass die spieler mit den vereinen dann ihr jeweiliges entgelt für drei jahre im voraus ausverhandeln müssten und dies eventuell einer leistungs"explosion" oder einem leistungsabfall nicht entsprechen könnte.
nun, dem könnte man entgegnen, dass wenn die leistung dem gehalt nicht mehr entsprechen würde (weil der spieler seiner meinung nach viel besser geworden ist, als seine vor zwei? jahre ausgehandelte bezahlung) ihm ja immer noch der weg ins (besser bezahlte!?!) ausland offensteht.
umgekehrt wäre bei einem eklatanten leistungsabfall ja denkbar, dass der verein den spieler aus der 3-jahres-bindung auch ohne transfersumme vorzeitig entlassen kann, wenn der verein meint, dass die leistung im missverhältnis zur bezahlung steht und der club sich den spieler nicht mehr leisten will.
generell würde ich die wechseleinschränkung nur für spieler vorschlagen die unter 33 jahre sind, um dem (für die vereine derzeit ruinösen) nomadentum in den jungen jahren etwas einhalt zu gebieten. man könnte damit auch wieder etwas mehr bindung von spielern zu vereinen erzielen, was wahrscheinlich auch die fans positiv auffassen würde.
die wechseleinschränkung für österreicher bei gleichzeitiger legobeschränkung auf 4-5 würde ich für einen zeitraum von mindestens 12 jahren (oder 4 3-jahres perioden) aufrechterhalten, denn es ist damit zu rechnen, dass mit gezielter nachwuchsarbeit die anzahl der bundesligatauglichen österreicher doch noch wesentlich erhöht werden kann und damit zu hoffen, dass wir die beschränkungen irgendwann nicht mehr brauchen.
warum brauchen wir solche regeln?
- weil es immer vereine gibt und geben wird, die selbst bei noch so gut ausverhandelten "gentlemen-agreements" wie zB. absprachen bei gehaltssummen, etc... aus den vereinbarungen ausscheren werden, wenn keine festgeschriebenen statuten existieren.
- weil es auch bei den österreichischen spielern immer mehr geschickte manager gibt, die an dem oftmaligen wechseln und erhöhungen der spielergehälter gut mitverdienen und dies daher entsprechend fördern. und weil es ihnen die situation mit viel nachfrage und wenig angebot derzeit (leider) auch sehr leicht macht - siehe zB. das äusserst knappe angebot an (halbwegs jungen und noch steigerungsfähigen) österreichischen defendern (die keine häuser kosten).
- warum verdient zB. ein in deutschland gefallener (defender)engel in österreich mehr, als er im ausland jemals bekommen würde? da hat es etwas im system!