Anbei der Spielbericht aus meinem Newsletter: Eins vorab - der Newsletter soll Werbung für den HCI machen und kann daher bewusst mit "Vereinsbrille" geschrieben sein. Bitte das beim Lesen berücksichtigen und sich diesbezügliche Reklamationen sparen!
Vor dem Spiel gegen Meister Villach wurde der Neuzugang des HCI – Pierre Dagenais – als Mr. Shooter vorgestellt, da er einen sehr harten und präzisen Schlagschuss hat.
Bereits in den ersten Minuten zeigte er mehrfach diese Fähigkeit, doch die Kracher verfehlten das Tor von Prohaska doch deutlich. Nach knapp zwei Minuten musste Dagenais dann das erste Mal auf die Strafbank. Im Powerplay spielten die Gäste stark, aber Dalpiaz konnte sich mehrfach auszeichnen. Villach blieb auch nach dem Powerplay die spielbestimmende Mannschaft, aber die Haie fanden im Konter sogar die besseren Chancen vor. Dabei war es erfreulich, wie sich Elik und Dagenais blind verstanden. Als in der 12. Minute Stewart auf der Strafbank saß, zog der HCI sein erstes Powerplay auf und Dagenais traf mit seinem Hammer ins lange Eck zum 1:0. Danach spielte der HCI groß auf und drängte auf das 2:0, das aber von Prohaska verhindert werden konnte. Die größte Chance fand abermals Dagenais vor, der nach einem herrlichen Zuspiel von Elik völlig allein auf den Kärntner Goalie zufuhr. Der Schwung der Haie wurde erst gebremst, als kurz vor Drittelende Marc Schönberger auf die Strafbank musste.
Im 2. Drittel gab es dann wieder einen offenen Schlagabtausch: Villach blieb gefährlich und weiterhin konnte sich Dalpiaz gekonnt in Szene setzen. Doch auch die Innsbrucker fanden hochkarätige Chancen vor: Dagenais scheiterte abermals alleine vor Prohaska und im Unterzahl spielte Elik auf Cornacchia auf, der ebenfalls völlig allein vor dem Gästegoalie nicht einnetzen konnte. Das Spiel blieb sehr schnell und auf hohem Niveau. In der Schlussphase erhöhten die Gäste den Druck, doch Dalpiaz war in dieser Phase nicht zu bezwingen.
Nach knapp fünf Minuten im letzten Drittel saß Gauthier auf der Strafbank. Wenige Sekunden nach dem Überzahlspiel – Innsbruck stand noch in der Powerplay-Formation – traf Dagenais zum zweiten Mal. Möglicherweise wurde sein Gewaltschuss von Sven Klimbacher noch etwas abgefälscht. Doch mit der 2-Tore-Führung kehrt der Schlendrian in die Innsbrucker Abwehr ein und prompt erzielte Nikki Petrik den Anschlusstreffer – unhaltbar für Dalpiaz. Kurz darauf holte sich Unterluggauer eine 2-Minuten-Strafe ab und Topscorer Bousquet traf schon nach wenigen Sekunden der Strafzeit. Doch glücklicherweise zählte der Treffer nicht, da schon vorher auf Abseits entschieden wurde. Durch eine Schwalbe von Peintner – eine neue Unart im Eishockey, die man offenbar vom Fußball übernommen hat – musste Unterluggauer erneut auf die Bank. Dalpiaz hielt aber weiter wie ein Felsen und konnte schlussendlich 40 Schüsse abwehren. Kaum war Unterluggauer zurück, probierte auch Kaspitz die Schwalbe und Unterluggauer durfte sofort wieder zurück auf die Strafbank: Wenigstens hat der Schiedsrichter das Innsbrucker Publikum damit zu einem gellenden Pfeifkonzert gebracht, wie man es in der Tiroler Wasserkraft Arena schon lange nicht mehr hören konnte. Erfreulicherweise durfte kurz danach Kaspitz selbst auf der Strafbank Platz nehmen und Innsbruck konnte etwas Luft holen: Man verzichtete auf einen weiteren Angriff und hielt den Puck in den eigenen Reihen. Eine Minute vor Schluss provozierte Hohenberger dann Elik, aber dieser blieb Gott sei Dank ruhig, dafür platzierte Cornacchia einen schönen Faustschlag auf Hohenbergers Kopf, was für beide zwei Strafminuten bedeutete. Da Prohaska bereits das Gehäuse verlassen hatte, wurde die letzte Minute 4:5 gespielt, aber Innsbruck nahm noch ein Timeout und brachte den Sieg ohne weitere Gefahr ins Trockene.
Fazit:
Einem sehr schnellen und auf hohem Niveau stehenden Spiel fehlten nur die Tore, die die beiden glänzenden Torhüter verhinderten (Dalpiaz 1 Tor / 41 Schüsse / 98 % Fangquote – Prohaska 2 Tore / 36 Schüsse / 94 % Fangquote).