Es ist mittlerweile nicht nur mühsam, sondern schlicht ermüdend.
Da ist eine Mannschaft, deren Saisonziel offenbar darin besteht, den vorletzten Platz zu erreichen – und selbst das entwickelt sich zunehmend zur mission impossible. Dazu ein Geschäftsführer, bei dem man sich nicht sicher ist, ob er die Arbeit verweigert oder den Anforderungen seines Postens schlicht nicht gewachsen ist.
Im Forum tummeln sich derweil die üblichen Gestalten aus dem Auenland, die selbst nach einem rein imaginären Meistertitel den Verein noch bis hinter Sonne, Mond und Sterne schiessen würden. Angeblichen Linzer erinnern wiederum verdächtig stark an altbekannte würstelbratende Multiuser, die seit Jahren jede Diskussion mit demselben durchschaubaren Schauspiel bereichern.
Hinzu kommen tennisspielende Marketinggenies, deren Selbstbild regelmäßig mit der Realität kollidiert und diesen Zusammenstoß selten unbeschadet übersteht. Und natürlich die Sportjournalisten, die beim Blick in den Spiegel die Mona Lisa erkennen.
Aber vielleicht ist das alles gar nichts Neues. In Feldkirch war schon immer eine bemerkenswerte Fähigkeit vorhanden, Wunschdenken für Realität zu halten. Die erkauften Erfolge der VEU haben dieses Phänomen lediglich über Jahre kaschiert, beseitigt haben sie es nie.
Und trotzdem wirkt es wie eine Droge, man kommt nicht los davon.