Morgen in der TT
Bei den Haien ist kein Platz für halbe Sachen
Innsbruck Nach der Auflösung des Vertrags mit Verteidiger Patrick Kudla haben die Innsbrucker Eishockey-Haie noch einen Legionärsplatz offen.
Die Plus-Minus-Statistik (–26)und die (eher) schlechten Fitnesswerte gaben nach der Vorsaison keinen Anlass dazu, den Vertrag mit Patrick Kudla zu verlängern. Im Wissen um einen privaten Schicksalsschlag gaben die Haie dem 30-jährigen Kanadier aber noch einmal einen Vertrag, statteten ihn mit einer eigenen Fitness-Uhr aus und setzten darauf, dass Kudla über den Sommer verlässlich seine Daten übermittelt. Der Wunsch blieb hier Vater des Gedankens.
„Wir haben ihm eine Chance gegeben, die er nicht genützt hat. Und man sagt: Wer nicht will, der hat schon“, zeigte sich Innsbrucks Co-Trainer Flo Pedevilla enttäuscht. Zumal man gegenüber Kudla auch klar kommuniziert habe: „Wir können uns nichts leisten und haben gegenüber den Fans viel gutzumachen. Wir müssen von Beginn an funktionieren.“
Mit schlechten Fitnesswerten kann und will man im Haifischbecken nicht durch die kräfteraubende Saison in der Erste Bank Eishockeyliga stolpern. „Er hat Pläne bekommen, aber es war eine reine Bettelei. Ich bin ja kein Kindermädchen“, verlief auch laut Fitnesstrainer Florian Stern die Kommunikation mit Kudla im Sand. Die Überraschung hielt sich nach der Vorsaison vermutlich in Grenzen. Und wer den Eishockeyzirkus verfolgt, weiß, so etwas kommt manchmal vor.
Zumindest ist den Haien kein finanzieller Schaden entstanden, der Vertrag wurde laut General Manager Günther Hanschitz „einvernehmlich aufgelöst“: „Wir werden sehen, wie wir diesen freigewordenen Import-Platz jetzt besetzen. Es sind immer noch interessante Spieler am Markt.“
Anfang August trudeln die neuen HCI-Legionäre in Innsbruck ein. Zunächst stehen Off-Ice-Testungen auf dem Programm. Nach der ersten regulären Trainingswoche steigt dann am 15. August beim traditionellen Haie-Fest in der Tiwag-Arena das erste Testspiel gegen den HC Thurgau (SUI). „Wir freuen uns alle, wenn’s wieder losgeht“, unterstreicht Hanschitz.