Ex-NHL-Stürmer dürfte zu den Rotjacken wechseln
Der KAC und Jean-Sébastien Dea sollen sich auf eine Zusammenarbeit in der anstehenden Saison geeinigt haben. Der Center wechselt von DEL-Champion Berlin nach Klagenfurt.
Die Rotjacken dürften das Rennen um den ehemaligen NHL-Stürmer Jean-Sébastien Dea für sich entschieden und den 32-Jährigen an Land gezogen haben. Bekanntlich waren auch Bozen sowie Salzburg an den Diensten des Rechtsschützen interessiert. Dea wechselt wohl von den Eisbären Berlin, dem amtierenden DEL-Meister, an den Wörthersee und ist nach Jesper Jensen Aabo, Matt Fraser, Sebastian Dahm, Nick Petersen und den beiden Neuzugängen Jacob Hudson sowie Mattias Göransson der siebente Import im KAC-Kader.
Der Kanadier kann auf eine erfolgreiche Eishockey-Karriere in den besten Ligen der Welt zurückblicken. Seine Profilaufbahn begann in Nordamerika, wo er sich vor allem in der American Hockey League (AHL) als treffsicherer Scorer bewies. In insgesamt 569 AHL-Spielen (Wilkes-Barre/Scranton Penguins, Rochester Americans und Tucson Roadrunners) sammelte er starke 321 Scorerpunkte (143 Tore/178 Assists). In der besten Liga der Welt stand er 37-mal für die Pittsburgh Penguins, die New Jersey Devils und die Buffalo Sabres auf dem Eis, wobei ihm 7 Punkte (5 Tore/2 Assists) gelangen. In der russischen KHL absolvierte er für Metallurg Magnitogorsk und Neftekhimik Nizhnekamsk insgesamt 73 Partien. Dabei verbuchte er 29 Punkte (15 Tore/14 Assists).
In der abgelaufenen Saison absolvierte der in Montreal Aufgewachsene noch 16 Spiele in der KHL, ehe er zu den Eisbären Berlin wechselte, für die ihm in 41 Spielen 3 Tore und 8 Assists gelangen. Obwohl er in der deutschen Bundeshauptstadt primär als Defensiv-Center und Stabilisator eingesetzt wurde und er kaum in den ersten beiden Sturmreihen im Powerplay zum Einsatz kam, zeigte er seinen Wert im Playoff, wo er in nur 5 Spielen ebenso viele Punkte erzielte und entscheidend zum Gewinn der Meisterschaft beitrug.
Powerplay-Spezialist mit starker Schusstechnik
Dea zeichnet sich durch ein ausgeprägtes offensives Talent aus. Er gilt als Stürmer mit einem exzellenten Torinstinkt und einer starken Schusstechnik, wobei besonders sein präziser Handgelenkschuss hervorsticht. In NHL-Portraits wird der Kanadier zudem als flinker und wendiger Center beschrieben, der seine Schnelligkeit und Agilität nutzt, um durch clevere Richtungswechsel gegnerischen Checks geschickt auszuweichen. Neben seinen läuferischen Fähigkeiten verfügt er über eine hohe Spielintelligenz. Dank dieses ausgeprägten „Hockey Sense“ beweist er ein gutes Auge für Spielzüge und positioniert sich stark in der Angriffszone, um entweder Abpraller direkt zu verwerten oder Abschlüsse gefährlich vorzubereiten.
Aufgrund dieser Stärken gilt er als echter Powerplay-Spezialist, der Räume öffnen und hochkarätige Torchancen kreieren kann. Er könnte damit auch der passende Baustein sein, um das in den letzten zwei Saisonen doch durchwachsene Powerplay der Rotjacken effizienter und auch gefährlicher zu machen.