Ab dem Frühjahr-Klagenfurter Stadthalle wird zu Eissportarena
Ab dem Frühjahr wird die Klagenfurter Stadthalle generalsaniert und auf internationalen Standard gehoben.
Von Herwig Gressel | 07.52 Uhr, 16. Jänner 2022
Bereits im Oktober wurde im Gemeinderat die Sanierung der Klagenfurter Stadthalle einstimmig beschlossen. 8,7 Millionen Euro werden dafür budgetiert, 4,4 Millionen steuert KAC-Gönnerin Heidi Goëss-Horten bei, 3,3 Millionen kommen vom Bund. Die Sanierung wird in zwei Schrittenerfolgen. Nach dem Saisonende der Rotjacken erfolgt zunächst die Sanierung des Innenbereichs, die im Herbst abgeschlossen sein soll. Durchaus möglich, dass der KAC seine ersten Meisterschaftsspiele in der Fremdeaustragen wird müssen, um die Fertigstellung zu garantieren. Ein ähnliches Szenario erlebten die Fans bereits beim Bau des Kabinentraktes im Jahr 2018.
Die Renovierung besteht aus drei wesentlichen Schritten: Die Eisfläche wird um zwei Meter verschmälert und eine flexible Bande installiert, die Spieler- und Strafbänke werden auf internationalen Standard adaptiert und die Ecken im Oberrang werden ausgerundet, um zusätzliche Zuschauerränge zu schaffen.
Die Klagenfurter Stadthalle wird in den nächsten zwei Jahren generalsaniert und auf internationalen Standard gebracht. © kk/privat
300 zusätzliche Plätze
Insgesamt sollen durch diese Maßnahmen um 300 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Laut Christian Halm vom Büro Architektur Consult, das mit der Generalplanung beauftragt ist, werden sämtliche bestehende Tribünen durch neue ersetzt: „Die Zuschauerränge werden behindertengerecht mit breiten Zu- und Abgängen errichtet. Der Unterrang wird massiv ausgeführt, um Stauraum für Technik und diverser Lagerflächen zu schaffen.“ Die Anzahl der VIP-Plätze bleibt gleich, die Gäste werden aber direkten Zugang zum VIP-Raum haben. Gegenüberliegend ist eine Medientribüne mit TV-Studios und Presseplätzen geplant.
„Durch die Maßnahmen wird eine Messehalle, die zum Eishockeyspielen benutzt wurde, zu einer funktionalen Eissportarena umgewandelt.“
Christian Halm
Auch an die Fanklubs wurde gedacht. Sie sollen einen abgeschlossenen Raum erhalten. Sanitäranlagen und diverse Gastronomiestände werden sowohl im Unter- als auch im Oberrang geschaffen. Ein neuer Videowürfel sowie ein durchgehendes LED-Band zwischen dem Ober- und Untergeschoss werden den ersten Schritt der Renovierung abschließen. Mit eingebunden in das Bauvorhaben ist der Schweizer Pius Frey, der auf den Bau und die Sanierung von Eishallen spezialisiert ist und unter anderem auch am Bau der Villacher Stadthalle und der Nachwuchsakademie in Salzburg beteiligt war.
Im Jahr 2023 erfolgt dann der zweite Schritt mit der Sanierung des Außenbereichs und des Vorplatzes sowie der Neugestaltung der Gebäudehülle. „Durch die Maßnahmen wird eine Messehalle, die zum Eishockeyspielen benutzt wurde, zu einer funktionalen Eissportarena umgewandelt“, bringt es Halm auf den Punkt.
Quelle: https://www.kleinezeitung.at/kaernten/klage…tPos=0#cxrecs_s