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Eishockey in Feldkirch - Quo vadis?

  • ShadowCastle
  • 13. Oktober 2026 um 10:46
  • Nummer 12
    Nachwuchs
    • 14. Oktober 2026 um 16:56
    • #26

    Diese Mannschaft bemüht sich und wie. Generell haben alle Vereine aktuell wenig Zuschauer. Die Eintrittspreise sind höher wie in der österreichischen Bundesliga. 10 Legionäre was bringt das. Lasst doch die jungen spielen und beschränkt euch auf max. 6 Legionäre. Der Eishockeysport generell in Österreich ist fraglich und wackelig unterwegs. Siehe Villach mit vollem Stadion. Jedes Dorf hat X Vereine und die Zeiten haben sich geändert durch mehr Fernsehzuschauer. Wenn 1000 im Stadion sind und 2000 über TV zuschauen sind es auch 3000 Zuschauer. Die Werbung sollte diesbezüglich über TV auch möglich sein. Die Hallen besser für andere Bereiche genutzt werden. Gutes Beispiel ist die Schweiz und das vorbildlich.

  • Gladstone11
    Nachwuchs
    • 14. Oktober 2026 um 22:01
    • #27

    Für mich bestätigt sich leider immer mehr das, was ich schon länger befürchtet habe: Hier wird der Feldkircher Eishockeystandort sehenden Auges zu Tode geritten. Und zunehmend drängt sich mir der Eindruck auf, dass es dabei längst nicht mehr primär um die Zukunft des Standorts geht, sondern um den Selbsterhalt gewisser Personen und bestehender Strukturen.

    Ganz ehrlich, wen überrascht es denn noch, dass kaum jemand Lust hat, sich Woche für Woche eine sportlich kaum konkurrenzfähige Rumpftruppe in einer praktisch stimmungslosen Halle anzusehen? Immer weniger Zuschauer, kaum Emotionen, keine Identifikation. Und das an einem Standort, der über Jahrzehnte für genau das Gegenteil gestanden ist. Den Spielern selbst mache ich dabei keinen Vorwurf, die geben im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicherlich ihr Bestes.

    Was diesen Sommer passiert ist, grenzt für mich an komplette Ignoranz gegenüber der Entwicklung der letzten Jahre. Die Zuschauerzahlen und die Stimmung waren längst ein deutliches Warnsignal. Trotzdem hat man offenbar geglaubt, einfach weitermachen zu können.

    Und an alle, die hier das noch vorhandene VEU Fanpotenzial kleinreden: Ich bin überzeugt, dass es nach wie vor viele Menschen gibt, die sich emotional mit der VEU verbunden fühlen, mit den Pioneers aber schlicht nichts anfangen können. Da reden wir nicht nur von einer Handvoll Südchaos Mitgliedern. Diese über Jahrzehnte gewachsene Verbundenheit verschwindet nicht einfach. Und seien wir ehrlich, selbst bei der aktuellen sportlichen Qualität würde das Ganze vermutlich anders aussehen, wenn wenigstens wieder eine aktive Fanszene für Stimmung und Emotionen sorgen würde.

    Was das Südchaos betrifft, bin ich ebenfalls der Meinung, dass man sich mit dem zuletzt gezeigten Verhalten massiv ins eigene Fleisch geschnitten hat. Solche Aktionen haben keinen Platz und dürfen nicht einfach relativiert werden. Trotzdem sollte man nicht ausschließen, dass auch dort aus Fehlern gelernt wird. Die Verdienste um die Fankultur in Feldkirch kann man jedenfalls nicht einfach ausradieren.

    Ich war immer ein Befürworter von Erstligahockey in Feldkirch. Aber doch nicht um jeden Preis! Was bringt uns die höchste Liga, wenn der Standort dabei immer mehr an Bedeutung, Identifikation und Zuschauern verliert?

    Für mich macht dieses krampfhafte Festhalten am aktuellen Konstrukt inzwischen überhaupt keinen Sinn mehr. Dann lieber ein ehrlicher Neustart als VEU, mit einer Amateurtruppe, neuen Führungspersonen und einer klaren Perspektive in einer unteren Liga. Mit regionalen Derbys, Identifikation und hoffentlich irgendwann wieder einer Halle, in der Eishockey tatsächlich gelebt wird.

    Denn eines sollte inzwischen klar sein: Nur weil Erstligahockey auf dem Papier stattfindet, lebt der Eishockeystandort Feldkirch noch lange nicht.

  • TheNightKnight
    Baustellenmann
    • 15. Oktober 2026 um 17:21
    • #28

    Wer hat ein sportliches Konzept?
    Wer bringt Sponsoren mit?
    Wer hat einen Plan für Nachwuchs und Kader?
    Wer entscheidet, welche Liga realistisch ist?
    Wer schafft es, wieder Zuschauer und Stimmung in die Halle zu bringen?


    Hier schreiben ja einige seit Jahren sehr überzeugt, dass sie genau wissen, was alles falsch läuft. Dann wäre es doch eigentlich spannend, wenn sich einmal jemand hinstellt und sagt:
    „So würde ich den Feldkircher Eishockeysport ab 2027 aufstellen.“

    Gerne kann man einen neuen Thread aufmachen. Dort kann man dann die Powerpoint hineinstellen.


    Muss ja gar kein fertiger Businessplan sein. Aber zumindest: Liga – Budget – sportliches Konzept – Nachwuchs – Sponsoren – Zuschauer/Fans – Ziel in 3 Jahren.


    Dann diskutieren wir endlich einmal über Lösungen statt nur über Schuldige.
    Und wenn hier tatsächlich mehrere Konzepte kommen, können wir sie ja ganz nüchtern vergleichen: Welches ist finanzierbar? Welches bringt Identifikation? Welches hat sportlich eine Perspektive? Und vor allem: Wer wäre tatsächlich bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen?


    Wer traut sich?:prost:

  • Alfie_33
    Hobbyliga
    • 15. Oktober 2026 um 18:34
    • #29

    Vielleicht sehe ich das Vorarlberger Eishockey von außen - also von hinter dem Arlberg gesehen, besser. Wenn nicht besser dann anders: Die Herausforderung besteht darin, dass es für eine Lösung "Pioneers Vorarlberg" eine Gesamtheitliche VLBG Lösung braucht.

    Eine Entwicklung sollte man Bottom Up machen (ohne die Kampfmannschaften zu vernachlässigen): Nur wenn man an einem Strang zieht, können genug Kinder für das Eishockey gewonnen werden, um die ganzen Möglichkeiten im Ländle auszuschöpfen: Man könnte in 3 Leistungsstufen ausbilden und spielen: a. Landesliga b. Österreichische Bundesliga c. Schweizer Liga.

    Die Frage ist, ob die Verantwortlichen Mannen der großen Vereine (Lustenau, Bregenzerwald, Feldkirch, Hohenems) sich konstruktiv an einen Tisch setzen können. Solange das nicht passiert schicke ich keine PPP;).

    Übrigens heute morgen im Radio Burgenland: Es wurde beschlossen, dass jedes Dorf, das einen Tennisplatz hat, ein U10 Training für Buben und Mädchen anbieten wird, die dann in Kids-Turniere spielen - natürlich mit polysportiven Komponenten. Das ist strukturierte Basisarbeit. Da entsteht etwas Großes.

  • Online
    Hobit
    Nationalliga
    • 16. Oktober 2026 um 11:18
    • #30
    Zitat von TheNightKnight

    Wer hat ein sportliches Konzept?
    Wer bringt Sponsoren mit?
    Wer hat einen Plan für Nachwuchs und Kader?
    Wer entscheidet, welche Liga realistisch ist?
    Wer schafft es, wieder Zuschauer und Stimmung in die Halle zu bringen?

    Bringt mittlerweile alles nichts, solange die derzeitigen „Macher“ – oder besser gesagt: die Nicht-Macher – konsequent alles unterbinden, was von außen an Ideen, Vorschlägen oder konstruktiver Kritik kommt. Und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahren.

    Wer glaubt, immer alles besser zu wissen, keine Kritik zulässt und externe Impulse grundsätzlich abblockt, darf sich irgendwann nicht wundern, wenn sich nichts mehr weiterentwickelt. Statt Chancen zu nutzen und gemeinsam etwas zu bewegen, wird lieber an alten Fehlern festgehalten.

    Das eigentliche Problem ist nicht, dass es keine Ideen oder Möglichkeiten gäbe. Das Problem ist, dass diejenigen, die etwas verändern könnten, offenbar gar keine Veränderung wollen.

  • Hockey2411
    Nationalliga
    • 16. Oktober 2026 um 11:24
    • #31
    Zitat von JOBI

    Ich habe einen Blick zu den Wäldern gemacht: gestern Spitzenspiel zu Hause gegen Deggendorf: 486 Zuschauer … Wenn nicht 300 Auswärtsfans kommen, hält sich’s wohl in Grenzen.

    Aber da kommt halt das alte Dilemma zum Vorschein: Wollen die Leute Hockey auf hohem Niveau sehen, auch wenn man nicht vorne mitspielt? Oder nehmen sie lieber Amateurhockey mit den einheimischen Jungs an, wo das Niveau bescheiden ist, man aber um Titel spielen kann?

    Der Spieltag ist aber auch äußerst ungünstig gesetzt. An einem Dienstag Abend naja.... ;)

    Die Tigers stehen am Anfang, genau wie die Pioneers am Anfang gestanden sind.

    Ich sehe im Vergleich zu den Pioneers eine grundlegende positive Einstellung zu der Sache. Das Konzept hinter den Tigers ist für mich als Eishockey Fan absolut stimmig.

    Hier braucht es nun eben Zeit bis das die Bevölkerung die Tigers annimmt und mehr Fans in die Halle kommen.

    Die bisherigen Zuschauerzahlen sind für dieses Experiment sehr gut. Zwischen 1200-1500 Zuschauer kamen zu den Heimspielen. Ja, natürlich waren da viele Fans der Gästemannschaft dabei.

    Aber das macht es ja auch aus. Die Tiger Fans sehen auf dem Matsch was es für Fanbase und Interesse es bei anderen Mannschaften gibt. Das prägt und stärkt den Aufbau der Community.

    Es wird noch Zeit brauchen, bis das der Zuspruch für die Tigers steigt.

    Sie müssen nur so weitermachen wie jetzt! Das wird schon...

  • Online
    DieblaueRapunzl
    NHL
    • 16. Oktober 2026 um 14:22
    • #32
    Zitat von Hobit

    Und wofür hat man das alles aufgegeben? Für Erstliga-Hockey, bei dem man sportlich regelmäßig Prügel bezieht und mittlerweile nicht einmal mehr 1.000 Zuschauer ins Stadion locken kann? War das wirklich der große Plan?

    Ein Blick zu den Wäldern würde vielleicht nicht schaden. Dort kommen mehr Zuschauer als in Feldkirch, und auch in dieser Liga wird durchaus attraktives und interessantes Eishockey gespielt.

    Das ist vermutlich das vernünftigste was ich zum Thema VEU seit langem gelesen habe.

  • Waeldar
    EBEL
    • 16. Oktober 2026 um 17:05
    • #33
    Zitat von Hockey2411

    Das Konzept hinter den Tigers ist für mich als Eishockey Fan absolut stimmig.

    100%

    Für mich hatte die ursprüngliche Idee der Pioneers bzw des Team Vorarlberja genauso Potenzial. Drei Standorte bündeln ihre Kräfte un das gesamte Bundesland in der ersten Liga an die Spitze zu bringen. Gescheitert ist es an den jeweiligen Egos bzw Befindlichkeiten. Das Ergebnis kann sich jetzt jeder selber ansehen.

    Kutzer taucht maximal noch als möglicher VSV Geschäftsführer auf, Oberscheider träumt von einem Hockeypalast in Hohenems und Lampert und Gross haben in der eigenen Community Beliebtheitswerte wie ein Andi Babler. Für mich eine große Chance die man vertan hat

  • Monticulus
    Nachwuchs
    • 19. Oktober 2026 um 10:58
    • #34
    Zitat von Waeldar

    100%

    Für mich hatte die ursprüngliche Idee der Pioneers bzw des Team Vorarlberja genauso Potenzial. Drei Standorte bündeln ihre Kräfte un das gesamte Bundesland in der ersten Liga an die Spitze zu bringen. Gescheitert ist es an den jeweiligen Egos bzw Befindlichkeiten. Das Ergebnis kann sich jetzt jeder selber ansehen.

    Kutzer taucht maximal noch als möglicher VSV Geschäftsführer auf, Oberscheider träumt von einem Hockeypalast in Hohenems und Lampert und Gross haben in der eigenen Community Beliebtheitswerte wie ein Andi Babler. Für mich eine große Chance die man vertan hat

    Die große Frage für mich ist: Wie schafft man den Turnaround, daß Eishockey in Vorarlberg wieder den Stellenwert bekommt wie einst? Wenn ich die Print- und Digital-Medien beobachte, hat sechsklassiger Fußball im Ländle den weit höheren Stellenwert. Die Medien würden die Rubrik Sport hierzulande ohnedies nur noch auf letztklassigen Kick reduzieren, weil man viel leichter jedes Dorf erreicht.

    Natürlich finde ich es super, daß die Tigers ein Stück weit Eishockeykultur ins Ländle geholt haben. Aber die Aufmerksamkeit ist leider bescheiden.

    Was in Feldkirch und bei den Pioneers geschieht, lässt mich nur staunen. Einst Feldkirch Nr. 1 in Europa, jetzt gibt es schon Berichte inKanada, vom europäischen Team welches ausschießlich erfolglos ist. Aber wir werden weiterstaunen.

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