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Was hält ihr von chinesischen E-Auto-Marken? Eigene Erfahrungen?

  • Pucki
  • 25. August 2026 um 12:30
1. offizieller Beitrag
  • Pucki
    Nachwuchs
    • 25. August 2026 um 12:30
    • #1

    Fährt hier jemand eventuell ein chinesisches E-Auto und kann kurz berichten.
    Auf den Papier oder den ganzen Berichten auf Youtube scheint ja gerade beim Preis-Leistungsverhältnis sonst niemand ran zukommen, wie schaut das dann in der Realität aus. Verarbeitung, Reichweite, Akku,... alles so wie versprochen oder gibt der Akku schnell nach wie man das von Temu Sachen gewohnt ist:)
    Will jetzt eh keinen Exoten oder ganz neue Marke, für mich wäre ein BYD recht interessant. Bin mir aber noch etwas unsicher, hab noch keinen selbst gefahren, geschweige denn über längere Zeit.

  • Online
    Eisprinz
    Prinz der Herzen
    • 25. August 2026 um 12:44
    • #2

    Ich fahre zwar selbst kein E Auto, habe aber Bekannte die das tun. Mitgefahren bin ich dadurch natürlich auch schon des Öfteren. Speziell BYD ist top verarbeitet, super schöne Echtleder Sitze, hochwertige Kunststoffe. Detto Fahrwerk, Bremsen, alles fein.
    MMn spricht da nur dagegen, dass man leider mithilft, die europäische Automobilindustrie weiter zu zerstören, aber das muss eh jeder für sich selbst entscheiden, ob er da mitmacht.

  • Dorschkopf
    KHL
    • 25. August 2026 um 12:51
    • #3

    Fahre seit 3 Monaten einen Leapmotor B 10...PreisTageszulassung 27.000 Euro...Ausstattung alles was der liebe Gott verboten hat und was mann eigentlich nicht braucht, aber heutzutage Standard ist...bin super zufrieden...Reichweite ist sogar besser ala angegeben...vergleichbares Auto aus Europa doppelt so teuer...also die europäische Autoindustrie richtet sich mit ihren Preisen wohl selbst hin...chinesische Autos im Allgemeinen sind qualitativ um nichts mehr schlechter

  • Online
    weile19
    TSN hockey insider
    • 25. August 2026 um 12:58
    • #4

    ich bin im Urlaub auf Lombok mit einem BYD Taxi zum Flughafen gefahren. Ausstattung und Verarbeitung waren wirklich überragend, wenn ich nicht beim Einsteigen die Marke gesehen hätte, würd ich heute noch glauben, dass es sich um einen BMW/Mercedes Standardvollausstattung von vor 10 Jahren handeln muss (seit dem bauen die Pi€fke ja nur mehr Plastikkrafl).

  • Online
    hockeyfan#22
    teichpirat
    • 25. August 2026 um 13:02
    • #5
    Zitat von Pucki

    Fährt hier jemand eventuell ein chinesisches E-Auto und kann kurz berichten.
    Auf den Papier oder den ganzen Berichten auf Youtube scheint ja gerade beim Preis-Leistungsverhältnis sonst niemand ran zukommen, wie schaut das dann in der Realität aus. Verarbeitung, Reichweite, Akku,... alles so wie versprochen oder gibt der Akku schnell nach wie man das von Temu Sachen gewohnt ist:)
    Will jetzt eh keinen Exoten oder ganz neue Marke, für mich wäre ein BYD recht interessant.

    Speziell beim Thema Technik bzw. Batterien würde ich mir bei chinesischen Autos die wenigsten Sorgen machen. Auch bei den europäischen Herstellern kommen mittlerweile viele Technologien und Komponenten aus Asien bzw. wird entsprechendes Know-how zugekauft.

    BYD ist aus meiner Sicht in praktisch allen Bereichen eine sehr starke Marke. Ich würde aber auch MG, Omoda, Jaecoo und künftig Chery definitiv in Betracht ziehen, wenn es um chinesische Hersteller geht.

    Teilweise verschwimmen die Grenzen ohnehin schon ziemlich: SAIC baut beispielsweise nicht nur die eigenen Marken, sondern arbeitet in China auch mit europäischen Herstellern wie Audi zusammen. Das technische Know-how ist dort also definitiv vorhanden.

    Ich bin bei dem Thema allerdings ein bisschen befangen – ich arbeite selbst in der Automobilbranche und tatsächlich für einen Chinesen. ;)


    Zitat von Pucki

    Bin mir aber noch etwas unsicher, hab noch keinen selbst gefahren, geschweige denn über längere Zeit.

    das ist aber eh das wichtigste, einfach mal zum Händler gehen, selbst ein Bild vom Fahrzeug machen und Probefahren

  • Online
    hockeyfan#22
    teichpirat
    • 25. August 2026 um 13:03
    • #6
    Zitat von Eisprinz

    Ich fahre zwar selbst kein E Auto, habe aber Bekannte die das tun. Mitgefahren bin ich dadurch natürlich auch schon des Öfteren. Speziell BYD ist top verarbeitet, super schöne Echtleder Sitze, hochwertige Kunststoffe. Detto Fahrwerk, Bremsen, alles fein.
    MMn spricht da nur dagegen, dass man leider mithilft, die europäische Automobilindustrie weiter zu zerstören, aber das muss eh jeder für sich selbst entscheiden, ob er da mitmacht.

    die hat sich mit der Preisgestaltung und dem nachjagen des Luxusstatus und den teilweise enormen gewinn Aufschlägen bei den Autos schon konstant selbst zerstört

  • DennisMay
    Laptopbesitzer
    • 25. August 2026 um 13:47
    • #7
    Zitat von hockeyfan#22

    die hat sich mit der Preisgestaltung und dem nachjagen des Luxusstatus und den teilweise enormen gewinn Aufschlägen bei den Autos schon konstant selbst zerstört

    Da darfst noch ergänzen, das sie die staatlichen Hilfen auf ihre Preise aufgeschlagen haben und somit die Hilfen plus den Orginalpreis kassieren.

    Seit April bin ich mit einem koreanischen Modell elektrisch unterwegs, ich will nicht mehr zurück.

  • Spengler
    Loki
    • 25. August 2026 um 14:04
    • #8
    Zitat von Pucki

    Fährt hier jemand eventuell ein chinesisches E-Auto und kann kurz berichten.
    Auf den Papier oder den ganzen Berichten auf Youtube scheint ja gerade beim Preis-Leistungsverhältnis sonst niemand ran zukommen, wie schaut das dann in der Realität aus. Verarbeitung, Reichweite, Akku,... alles so wie versprochen oder gibt der Akku schnell nach wie man das von Temu Sachen gewohnt ist:)
    Will jetzt eh keinen Exoten oder ganz neue Marke, für mich wäre ein BYD recht interessant. Bin mir aber noch etwas unsicher, hab noch keinen selbst gefahren, geschweige denn über längere Zeit.

    Fahre selber VOLVO C40 und BYD Dolphin. Volvo gehört ja seit einigen Jahren auch zum chinesischen Geely Konzern. Verarbeitung bei Volvo sowieso top, BYD steht dem eigentlich in nichts nach. Repariere auch viele BYD, Verarbeitung auf jeden Fall besser als Tesla. Reichweite bei beiden ausreichend, bei den Akkus brauchst dir gar nichts denken, die halten länger als die Karosserie (bei allen Marken). Akkus werden sowieso 90% in China hergestellt, die Qualität ist da top. China ist bei den Hi-tech Entwicklungen und Anwendungen mittlerweile Weltspitze, brauchst nur die Patente anschauen, die von dort kommen. Ich persönlich würde mir nie wieder einen Verbrenner kaufen!

  • Spengler
    Loki
    • 25. August 2026 um 14:12
    • #9
    Zitat von Eisprinz

    die europäische Automobilindustrie weiter zu zerstören,

    Die hat sich selber zerstört. Ach hätten sie doch auf Habek gehört, der ihnen schon 2020 den Untergang vorausgesagt hatte, wenn sie nicht endlich in die Gänge kämen und günstige BEV bauen. Aber nein, man setzte weiter auf große teure Verbrenner, die nun vor allem in China keiner mehr haben will. Aber wie immer sind die Grünen Schuld...

    Und jetzt werden zigtausende Arbeiter entlassen, dieManager, die das Ganze verbockt haben bleiben natürlich auf ihren Sesseln picken!

  • Online
    Wodde77
    Get schwifty
    • 25. August 2026 um 14:18
    • #10

    Ich fahre zwar kein chinesisches EV, sondern einen Koreaner (KIA), würde mir aber nie wieder etwas anderes als ein EV kaufen.

    Hab meinen (7 Jahre alt/29.000KM) gebraucht gekauft, Batteriezustand laut Aviloo immer noch 100% SoH.

  • tiQui.taQua
    skydiver
    • 25. August 2026 um 14:43
    • #11
    Zitat von Wodde77

    Ich fahre zwar kein chinesisches EV, sondern einen Koreaner (KIA), würde mir aber nie wieder etwas anderes als ein EV kaufen.

    Hab meinen (7 Jahre alt/29.000KM) gebraucht gekauft, Batteriezustand laut Aviloo immer noch 100% SoH.

    was hat der gekostet

  • Online
    Wodde77
    Get schwifty
    • 25. August 2026 um 14:51
    • #12
    Zitat von tiQui.taQua

    was hat der gekostet

    19k

  • WiPe
    Eishockeyfan
    • 25. August 2026 um 18:53
    • Offizieller Beitrag
    • #13

    also ich hab im Jänner einen Unfall gehabt und in dem zuge mich damit beschäftigt was ich mir kaufen soll.

    Dabei hab ich speziell BYD unter die Lupe genommen und sonstige chinesische und indische Hersteller verglichen und Test angeschaut usw.

    Dabei wäre mir zuerst der BYD Seal U-Dmi ins Auge gefallen.

    Allerdings ist das Auto dann bei diversen Motorradtouren öfter mal vor mir gefahren. Dabei hat mir dann das Heck überhaupt nicht mehr gefallen.

    Zwei monate später kam dann die Doppelmarke Jaecoo/Omoda auf den Markt und da hat es mir dann zuerst der Jaecoo 7 angetan. Den gabs aber nicht als Allrad-Hybrid dann hab ich mir den Omoda 9 angeschaut.

    Der ist es dann letztendlich geworden.

    Kaufpreis 48.990 inkl Sonderlack (mattgrau) und Anhängerkupplung. Mehr gabs auch nicht als Extra.

    Ein vergleichbarer Audi Q4 kostet ausstattungsbereinigt - mit wesentlich weniger Leistung - 84.000

    Cherry ist der Muuterkonzern von Jaecoo/Omoda und bietet mittlerweile auch unter der Muttermarke Cherry ein baugleiches Modell an. Cherry Tiggo 8. Mehr auf SUV getrimmt als der Omoda,mit 7 Sitzen.

    Ein massives Porblem hat der Omoda aber derzeit noch: das Navi verliert nach Tunneldurchfahrten die Verbindung zu den Sateliten und kann diese auch nicht wieder herstellen. Das macht das bordeigene Navi dann für eine gewisse Zeit unbrauchbar.

    manchmal findet er sie schnell wieder, manchmal dauert es zwei tage.

    Android Auto funktioniert aber als Alternative trotzdem.

    Ebenso sind die übersetzungen der Sprachausgabe etwas "eigenartig" manchmal.

    Typisch für chinesen ist auch hier das der Spurhalteassistent in der Spur hin und her pendelt, also nicht ganz gerade aus fährt.

    ah ja passend zu den Sateliten Problemem ist auch der Radio empfang nicht sehr gut.

    das sollte aber angeblich mit dem nächsten update besser werden.

    Ausstattung ist beim Omoda 9 wie gesagt top, lederausstattung, beheizte belüftete Sitze hinten und vorne, Vorheizung und Vorkühlung über Handyaüü funktioniert super.

    140 km elektrische Reichweite sind auch super für die Fahrten im städtischen Bereich und rundherum.

    Für Fahrer über 190 cm könnte es aber etwas "eng" werden.

    Ich fahr auch viel langstrecken da liegt der Benzinverbrauch bei ca. 8,5 l. hab dabei aber immer auf Erhaltungsladung gestellt damit ich eben im Stadtbereich immer elektrisch fahren kann.

    angeschaut hab ich mir damals auch den X-Peng aber der war mir dann einen tick zu teuer und das design war nicht 100% nach meinem Geschmack.

    interessant sind auch die MG Modelle, sind aber rein elektrisch, ich wollte aber einen Hybrid

    • Nächster offizieller Beitrag
  • WiPe
    Eishockeyfan
    • 25. August 2026 um 18:55
    • Offizieller Beitrag
    • #14

    ah ja was mir beim BYD noch aufgefallen ist, bzw beim Vertragshändler:

    Die Stundensätze für Mechaniker liegen beim BYD bei 230 € Stunde. der gleiche Händler verlangt für BMW Mechainker 210 und Hyundai 195 €

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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  • WiPe
    Eishockeyfan
    • 25. August 2026 um 19:02
    • Offizieller Beitrag
    • #15
    Zitat von Pucki

    Fährt hier jemand eventuell ein chinesisches E-Auto und kann kurz berichten.
    Auf den Papier oder den ganzen Berichten auf Youtube scheint ja gerade beim Preis-Leistungsverhältnis sonst niemand ran zukommen, wie schaut das dann in der Realität aus. Verarbeitung, Reichweite, Akku,... alles so wie versprochen oder gibt der Akku schnell nach wie man das von Temu Sachen gewohnt ist:)
    Will jetzt eh keinen Exoten oder ganz neue Marke, für mich wäre ein BYD recht interessant. Bin mir aber noch etwas unsicher, hab noch keinen selbst gefahren, geschweige denn über längere Zeit.

    um auf die eigentlichen Fragen auch noch einzugehen:

    Reichweite ist auf LAngstrecke am abgeriegelten Tempolimit natürlich höher wie mit dem standardisierten testverfahren, aber für ein Auto mit 2300 kg immer noch sehr gut.

    Verarbeitung könnte man wirklicht nichts sagen, vielleicht wenn man ein profesineller Authanändler ist und gezielt sucht aber als "normalverbraucher" wäre mir nichts aufgefallen, und ich bin echt jemand der es hasst wenn im Auto was quietscht oder scheppert.

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  • ToniZamboni
    EBEL
    • 25. August 2026 um 22:48
    • #16

    Bin auch vor etwa einem halben Jahr auf Elektro umgestiegen und habe mir alles angeschaut, was es in meinem Umkreis so gab. Bei den Chinesen war ich durchwegs positiv überrascht was die Qualität (zumindest im Innenraum, bin kein KFZler ;)) angeht. Auch beim Fahrkomfort wirkten alle auf mich sehr hochwertig. Einzig das Design vom Infotainment (UI usw.) hat mir persönlich nicht so zugesagt - es funktioniert zwar meist top und auf jeden Fall besser als bei den Europäern, aber die Chinesen haben mMn. eine sehr "komische" Designsprache, die für mich irgenwie "billig" aussieht. Das war auch der Hauptgrund, warum es bis zum Schluss ein Tesla wurde.

    Bei den Batterien würde ich mir als letztes Sorgen machen, alle anderen Hersteller verbauen ja auch chinesische.

  • Roki
    Rentier auf Kufen
    • 26. August 2026 um 09:23
    • #17
    Zitat von Eisprinz

    MMn spricht da nur dagegen, dass man leider mithilft, die europäische Automobilindustrie weiter zu zerstören,

    Da schließe ich mich einigen Vorpostern an, die haben sich die Misere schon selbst zuzuschreiben.

    Seit Jahren ist klar dass der Zug für Verbrenner abgefahren ist, aber anstatt sich der Herausforderung zu stellen, war alles wozu die Europäische Autoindustrie in der Lage, auf EU Ebene fest zu lobbyieren, um sämtliche Gesetze die die Entwicklung zur E-Mobilität vorantreiben sollten, zu sabotieren.

    Und die Europäischen Regierungen haben sich auch brav einlullen lassen, EU Gesetze abgeschwächt, und ebenfalls auf nationaler Ebene versagt. Während China die technologische Transformation (auch bei Energiegewinnung) konsequent vorantreibt und fördert, hält man in Europa weiter an neoliberaler Austeritätspolitik Marke 1980er fest, und echauffiert sich lieber darüber, dass China technologischen Fortschritt fördert, anstatt selbst in die Gänge zu kommen. von wegen der Markt regelt das schon... Die Resultate sehen wir. Ein Totalversagen der Achse Industrie-Politik.

  • ToniZamboni
    EBEL
    • 26. August 2026 um 12:03
    • #18
    Zitat von Roki

    anstatt sich der Herausforderung zu stellen, war alles wozu die Europäische Autoindustrie in der Lage, auf EU Ebene fest zu lobbyieren, um sämtliche Gesetze die die Entwicklung zur E-Mobilität vorantreiben sollten, zu sabotieren. Und die Europäischen Regierungen haben sich auch brav einlullen lassen, EU Gesetze abgeschwächt, und ebenfalls auf nationaler Ebene versagt.

    Genauso ist es. Und wenn ich dann noch die Arroganz der Vorstandsetage so manches europäischen Autobauers höre, die immer noch behaupten, sie hätten technologischen Vorsprung, denke ich mir oft, die haben den Schuss noch nicht gehört.

  • Online
    Eisprinz
    Prinz der Herzen
    • 26. August 2026 um 13:14
    • #19
    Zitat von Roki

    Da schließe ich mich einigen Vorpostern an, die haben sich die Misere schon selbst zuzuschreiben.

    Seit Jahren ist klar dass der Zug für Verbrenner abgefahren ist, aber anstatt sich der Herausforderung zu stellen, war alles wozu die Europäische Autoindustrie in der Lage, auf EU Ebene fest zu lobbyieren, um sämtliche Gesetze die die Entwicklung zur E-Mobilität vorantreiben sollten, zu sabotieren.

    Und die Europäischen Regierungen haben sich auch brav einlullen lassen, EU Gesetze abgeschwächt, und ebenfalls auf nationaler Ebene versagt. Während China die technologische Transformation (auch bei Energiegewinnung) konsequent vorantreibt und fördert, hält man in Europa weiter an neoliberaler Austeritätspolitik Marke 1980er fest, und echauffiert sich lieber darüber, dass China technologischen Fortschritt fördert, anstatt selbst in die Gänge zu kommen. von wegen der Markt regelt das schon... Die Resultate sehen wir. Ein Totalversagen der Achse Industrie-Politik.

    Und die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken interessieren plötzlich niemanden mehr, wenn er sich selbst bei seinem Auto ein paar Tausender spart.
    Dass die Chinesen sämtliches KnowHow mit Ausnahme von E Motoren und Batterien, aus Europa gestohlen haben und ein Arbeiter dort meist unter furchtbaren Bedingungen, wahrscheinlich ein 5tel verdient, ist wohl auch egal.
    Detto wurde in China alleine in den Jahren 2021 bis 2025 gesamt 210 Gigawatt neue Kohlekraftwerksleistung in Betrieb genommen. Zur Einordnung: Das ist ca 3,5 mal soviel wie Deutschland pro Jahr benötigt. Zahlreiche weitere sind bereits im Bau bzw warten auf Genehmigung.

    Aber Hauptsache wir in Europa treiben die „Energiewende“ mit aller Kraft und zu jedem Preis voran, es gilt schließlich die Welt zu retten!

    Da lässt es sich dann natürlich etwas günstiger produzieren, aber das stört alles kaum jemanden.
    Hauptsache jeder Hausmeister kann sich jetzt ein 2,5 Tomnen SUV mit 600 PS von irgendeinem Hersteller ala Chongchin oder Wangkwei, staatlich top gefördert, vor die Türe stellen.

    Vielleicht macht ja China mal mit Taiwan ernst, dann gibt es eh bestimmt EU Sanktionen und jeder hasst plötzlich alles was mit China zu tun hat, dann erledigt sich das eh von selbst. 😉👍

  • ToniZamboni
    EBEL
    • 26. August 2026 um 14:06
    • #20

    Die Arbeitsbedingungen ich China sind längst nicht mehr so schlecht wie sie mal waren und auch bei uns in Europa waren sie nicht immer so gut, wie sie heute sind. Das Know how haben sie auch nicht gestohlen, sondern wir haben es ihnen geschenkt, weil wir uns "zu schön sind", selber zu produzieren.

    Bezüglich Kohlekraftwerke hast du Recht, allerdings muss man das auch ins Verhältnis zur Bevölkerung von mehr als 1,4 Milliarden (!) Menschen setzen. Gleichzeitig ist China auch das Land mit der nominell höchsten Kapazität und dem schnellsten Wachstum im Bereich erneuerbare Energien.

    Alles in allem denke ich, dass bei den meisten (so wie auch bei mir) schon noch ein gewisser Skrupel vor dem Kauf von chinesischen Autos besteht - sprich, wir würden alle ein europäisches Auto bevorzugen. Aber es geht eben nicht nur um "ein paar Tausender" mehr, sondern meist bezahlt man in etwa den doppelten Preis! Zudem schafft es z.B. Tesla auch in Europa zu produzieren und dennoch ähnliche Preise zu nehmen. Gleichzeitig verkaufen die europäischen Autobauer ihre Autos im Rest der Welt auch zu weitaus günstigeren Preisen als in Europa. Man hat den europäischen Kunden ganz einfach ver*rscht und nun, wo es Alternativen gibt, lassen sich das viele ganz einfach nicht mehr gefallen.

  • WiPe
    Eishockeyfan
    • 26. August 2026 um 14:07
    • Offizieller Beitrag
    • #21

    haben denn die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken die Auto und Motrradbauer interessiert wie sie die produktionen nach China verlegt haben um kosten zu sparen bzw gewinn zu maximieren?

    Wo haben die europäischen Autobauer denn die Batterien fertigen lassen die sie in ihren Autos verbauen?

    Wo kaufen diese europäischen Autokonzerne denn ihre seltenen Erden und fragen die nach wie diese Produziert werden?

    EU-Lieferkettenverordnung diente wohl nur dazu die Preise für die produkte hoch zu halten, ob diese Konzerne jemals was in die einhaltung der Reglen investiert haben?

    Gestohlen ist hier wohl auch etwas überzogen, alle Hersteller lassen drüben fertigen und gehen Joint Ventures ein, da ist kalr das ein technologietransfer stattfindet.

    Die VÖEST wear stolz das sie ein Stahlwerk nach China geliefert hat, das damit aber Produkte produziert werden die in ihrem Stammarkt "wildern" haben manager nicht erkannt?

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  • WiPe
    Eishockeyfan
    • 26. August 2026 um 14:12
    • Offizieller Beitrag
    • #22

    im Mittagsjournal heute gabs einen Beitrag zur VW Krise und den Autos aus China.

    Keine Ahnung ob diese autos wirklich 1:1 vergleichbar sind die sie in China verkaufen und die sie in Europa verkaufen.

    Der verkaufspreis leigt bei dem verglichenen Modell in China bei 14.000 €, in Europa bei € 40.000.

    keine Ahnung ob das der reine Nettopreist oder ob da schon alle abgaben und steuern dabei sind, das haben sie leider nicht gesagt. Ich denke mal das ist der Preis den der Kunde zahlt also alles inkl.

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  • WiPe
    Eishockeyfan
    • 26. August 2026 um 14:22
    • Offizieller Beitrag
    • #23
    Zitat von Eisprinz

    Da lässt es sich dann natürlich etwas günstiger produzieren, aber das stört alles kaum jemanden.
    Hauptsache jeder Hausmeister kann sich jetzt ein 2,5 Tomnen SUV mit 600 PS von irgendeinem Hersteller ala Chongchin oder Wangkwei, staatlich top gefördert, vor die Türe stellen.

    Der Hausmeister soll also mit der europäischen Autoindustire "solidarisch" sein und sein hart Verdientes Geld denen in den Rachen stecken und es den Autokonzernen überlassen die Chineischen Arbeiter auszubeuten und das ersparte bei der Produktion einzusacken?

    ist auch eine Möglichkeit aber leiber behalte ich mir da mein Geld für mich und schalte die aus die noch zusätzlich was drauf schlagen

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  • Online
    hockeyfan#22
    teichpirat
    • 26. August 2026 um 14:22
    • #24
    Zitat von Eisprinz

    Und die Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken interessieren plötzlich niemanden mehr, wenn er sich selbst bei seinem Auto ein paar Tausender spart.
    Dass die Chinesen sämtliches KnowHow mit Ausnahme von E Motoren und Batterien, aus Europa gestohlen haben und ein Arbeiter dort meist unter furchtbaren Bedingungen, wahrscheinlich ein 5tel verdient, ist wohl auch egal.

    Da würde ich schon deutlich widersprechen. Diese Vorstellung vom „deutschen“ oder „europäischen“ Auto, das quasi vollständig in Deutschland oder Europa entsteht, ist heute ohnehin ziemliche Augenwischerei. Die Automobilindustrie arbeitet seit Jahrzehnten mit hochgradig globalisierten Lieferketten. Selbst innerhalb Europas wurde sehr viel Produktion bewusst nach Mittel- und Osteuropa verlagert. Eine aktuelle Untersuchung der EU-Kommission zeigt etwa, wie stark Polen, Tschechien und Ungarn inzwischen in die europäische Automotive-Lieferkette integriert sind.

    Auch der Grund dafür ist kein Geheimnis: Kosten. Daten zur europäischen Autoindustrie zeigen beispielsweise für 2020 Arbeitskosten pro Beschäftigtem von rund 83.400 € in Deutschland, gegenüber 25.500 € in Tschechien, 22.500 € in Ungarn, 19.500 € in Polen und 14.200 € in Rumänien. Das heißt natürlich nicht, dass die Arbeitsbedingungen dort automatisch schlecht wären – diesen Vorwurf würde ich ohne konkrete Belege auch China gegenüber nicht pauschal erheben. Aber so zu tun, als würde beim europäischen Auto der gut bezahlte deutsche Arbeiter sämtliche Teile fertigen und nur der Chinese über niedrige Lohnkosten konkurrieren, hat mit der Realität moderner Fahrzeugproduktion wenig zu tun.

    Und beim angeblich „gestohlenen Know-how“ wird es noch schwieriger. Natürlich gibt es berechtigte Diskussionen über Technologietransfer, Joint Ventures, IP-Schutz und Industriespionage. Daraus aber abzuleiten, chinesische Hersteller hätten „sämtliches Know-how außer E-Motoren und Batterien gestohlen“, ist fachlich kaum haltbar. Gerade bei der Elektromobilität hat China über Jahre enorme industrielle Kompetenzen, Produktionskapazitäten und Skaleneffekte aufgebaut. Die IEA führt Chinas Kostenvorteil bei Batterien ausdrücklich unter anderem auf die enorme Produktionserfahrung, vertikal integrierte Lieferketten, hohe Fertigungsausbeuten und schnelle Innovation zurück.

    Das Ergebnis sieht man heute ziemlich deutlich: 2025 kamen laut IEA rund 70 % der weltweiten Elektroautoproduktion und über 80 % der Batteriezellproduktion aus China; bei Kathodenmaterialien waren es etwa 85 %, bei Anodenmaterialien über 90 %. Bei LFP-Batterien war die Abhängigkeit Europas bereits 2024 besonders deutlich: Nahezu alle in Europa oder den USA eingesetzten LFP-Zellen wurden in China produziert.

    Man kann China völlig berechtigt für Subventionen, Arbeitsbedingungen, staatliche Industriepolitik oder Abhängigkeiten kritisieren. Aber die Geschichte „wir Europäer hatten das Know-how und die Chinesen haben es einfach gestohlen und produzieren jetzt mit Billigarbeitern“ ist mir viel zu bequem. Europa hat selbst jahrzehntelang Produktion und Lieferketten dorthin verlagert, wo sie günstiger waren, und gleichzeitig bei zentralen Technologien der Elektromobilität teilweise zugelassen, dass asiatische Unternehmen einen massiven Vorsprung bei Skalierung und Fertigungskompetenz aufbauen. Dass man heute von genau diesen Lieferketten abhängig ist, ist daher zumindest zu einem guten Teil auch das Ergebnis europäischer Unternehmens- und Industrieentscheidungen.

  • Online
    hockeyfan#22
    teichpirat
    • 26. August 2026 um 14:31
    • #25

    Wenn ich etwa Richtung Audi schaue, werden kleine und vergleichsweise leistbare Einstiegsmodelle wie der A1 eingestellt, während man gleichzeitig immer stärker auf große, leistungsstarke und entsprechend teure Modelle setzt. Wenn sich dann immer weniger Menschen einen Neuwagen dieser Marken leisten können oder wollen, kann man das schwer ausschließlich den „bösen Chinesen“ in die Schuhe schieben.

    Die europäischen Hersteller haben sich schließlich selbst über Jahre immer weiter ins Premiumsegment bewegt, weil dort höhere Margen zu holen waren. Das kann wirtschaftlich durchaus nachvollziehbar sein – man darf sich dann aber nicht wundern, wenn genau dadurch im günstigeren Volumensegment eine Lücke entsteht und chinesische Hersteller diese besetzen.

    Und genau deshalb finde ich auch das Argument „Die Leute kaufen chinesisch, weil ihnen die Arbeitsbedingungen egal sind und sie ein paar Tausender sparen wollen“ etwas billig. Für viele geht es mittlerweile nicht um 2.000 oder 3.000 Euro Unterschied, sondern darum, ob sie für ihr Budget überhaupt noch ein vernünftig ausgestattetes neues Auto bekommen.


    Gerade VW ist dafür eigentlich das perfekte Beispiel. Der Name Volkswagen stand ursprünglich einmal ziemlich sinnbildlich für das „Auto für alle“. Ein Passat war jahrzehntelang genau so ein Auto: Den ist der Handwerker genauso gefahren wie der Außendienstler oder die Familie. Ein solides, vernünftiges Mittelklasseauto, das für einen großen Teil der Bevölkerung zumindest grundsätzlich erreichbar war.

    Heute startet ein Passat irgendwo jenseits der 40.000 Euro und lässt sich mit Motorisierung und Ausstattung problemlos in Regionen von 60.000 bis knapp 70.000 Euro konfigurieren. Da muss man sich schon die Frage stellen: Wer soll oder will sich das als normales Familienauto noch leisten?

    Das ist aber nicht nur ein China-Problem, sondern zu einem guten Teil hausgemacht. Wenn ich als europäischer Hersteller bestimmte Preissegmente freiwillig räume, darf ich mich nicht wundern, wenn jemand anderes diese Lücke besetzt. Und irgendwann reicht „Made in Germany“ als Argument eben nicht mehr aus, wenn der Kunde für ein vergleichbares Nutzungsszenario plötzlich 10.000, 15.000 oder 20.000 Euro mehr auf den Tisch legen soll.

    Einmal editiert, zuletzt von hockeyfan#22 (26. August 2026 um 14:40)

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