dabei wurde hier ja von Insidern gepostet, dass alle Gehälter bezahlt wurden und es auch keine Form von Nachzahlungen an Spieler und Helferlein gab.
wie soll ich mich da jetzt auskennen
Den Artikel von Freimüller auf Laola ("Steuer-Nachforderungen aus früheren Jahren trugen auch dazu bei, dass Defender Philipp Lindner seinen Vertrag zugunsten einer Rückkehr nach Innsbruck auflöste.") kann man auch so verstehen: Lindner hat befürchtet, dass ihm die VSV-GmbH wegen der im Raum stehenden Steuernachforderungen gegen sie, die ja für sie existenzbedrohend sind, Löhne schuldig bleiben wird in der Saison 2026/27. Deshalb Vertragsauflösung und Wechsel in den "sicheren Hafen" an den Inn.
Zu den Abgabennachforderungen an die vielen Helferlein, an Spielerfrauen usw:
Hier dürfte es um die Pauschalen Reiseaufwandsentschädigungen (PRAE) gehen - heute maximal 120 Euro (vor 2023 nur 60 Euro) pro Tag und maximal 720 Euro pro Monat (vor 2023 nur 520 Euro) -, die nur von gemeinnützigen Vereinen usw an Sportler, Coaches, Zeugwarte usw bis zu diesen Summen steuer- und sozialversicherungsbeitragsfrei gezahlt werden dürfen. Der VSV-Verein ist wohl gemeinnützig, die VSV-GmbH meines Wissens aber nicht.
Wenn nun die VSV-GmbH alleine deshalb zu Unrecht solche PRAES in den genannten Grenzen; oder gar darüber hinaus an seine Dienstnehmer (Sportler, Trainer usw) gezahlt hat, dann werden diese PRAES wie Löhne behandelt und die VSV-GmbH muss die darauf anfallenden Lohnabgaben und Sozialversicherungsbeiträge "nachzahlen", weil sie das ja bei den monatlich fälligen Zahlungen unterlassen hatte.
Wenn die nicht gemeinnützige VSV-GmbH zu Unrecht PRAES an "Helferlein usw" gezahlt hat, die nicht als Dienstnehmer auf ihrer Lohnliste gestanden sind, dann werden diese "Helferlein" in diesem Punkt so wie Selbständige behandelt, die ihre Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit selbst zu versteuern gehabt hätten, heißt Jahr für Jahr dem Finanzamt offenlegen und den nach Festsetzung der Einkommensteuer unter Berücksichtigung der anderen Einkünfte zB aus nichtselbständiger Tätigkeit (zB Mauer) oder aus Landwirtschaft (zB Bioschafbauer) zahlen. Und jetzt selbst "nachzahlen" (und nicht die VSV-GmbH).
Was ich von der abgabenrechtlichen Beratung/Vertretung der VSV-GmbH und womöglich der ihrer Vorgängerinnen in diesem Punkt halte, die womöglich auch schon so agiert haben? Ja, eh, passt perfekt in das übrige Bild, das uns geboten wird.