Statistiken sind halt immer nur so viel Wert wie man sie liest. Der 16.5. war ein Freitag und Spielbeginn war 16:20 Uhr. Nicht jeder hat einen Job wo er freitags um 12 Uhr zu arbeiten aufhört.
Nach dieser Logik dürften dann aber andere Sportübertragungen zu einem vergleichbaren Zeitpunkt auch nicht mehr Quote haben. Die Damenabfahrt am Freitag in Soldeu hatte um 11:00 Uhr eine Quote von 227.000 bei einem Markanteil von 41 %. Hier geht es um ein Beispiel, dass beim Eishockey die Quoten einfach grundsätzlich niedrig sind. Das ist das Nationalteam bei der WM in zwei Entscheidungspartien, eines davon Viertelfinale. Und das Nationalteam ist das Aushängeschild bei fast allen Sportarten. Man kann an den absoluten Zahlen sehr wohl ablesen, ob das Interesse groß ist, ob es gering ist, ob das Interesse steigt. Ich möchte den ORF auch nicht verteidigen, weil ich mir auch mehr Übertragungen wünsche und auch eine bessere Qualität. Nur gehören bei Sportrechten immer zumindest zwei Vertragspartner dazu und die verhandeln aus, was die beiden Parteien eigentlich wollen. Und in der ganzen Thematik ist der Livestream-Anbieter auch nicht zu vergessen, der hat auch ein Interesse, dass er möglichst viele Abos bzw. Spiele verkauft. Ich bin aber trotzdem dem ORF-Engagement gegenüber positiv eingestellt, weil ich glaube, dass alles zusammen dem Eishockey etwas bringt. Nationalteam, Liga, Berichte im Kurzsport, orf.at ist auch nicht zu unterschätzen. Es kommen einfach durch den ORF mehr Menschen mit Eishockey in Berührung als ohne ORF.