Abschließender Kommentar von B. Freimüller zur PiV-Saison 2025/26:
Pioneers Vorarlberg
Was überraschte
Ich hätte die Pioneers vor der Saison hinter Innsbruck eingereiht, sie hängten diese aber schnell ab, ohne je selbst Playoff-Chancen zu haben. Coach Johannes Nygard holte aus seinem Team das heraus, was möglich war und konnte einige stärkere Teams ärgern.
Auch wenn die Pioneers-Legionäre im Niedrig-Preissegment angesiedelt sind: Einige (Owre, Kirichenko, Passolt) haben sich in den letzten Jahren bessere Verträge erspielt.
Heuer blieb das aus - Collin Adams war vielleicht noch der beste Ausländer. Nathan Burke klinkte sich durch eine Verletzung aus dem Rennen aus, der Rest deckte nur Teilgebiete (Gallant: Speed, Florchuk: Physis, Dornbacher: Pässe) ab. Größter Flop: Louie Roehl, der die Rolle als Offensivprovider von der blauen Linie nie erfüllen konnte.
Was nicht überraschte
Die Pioneers dotieren die Verträge von älteren Österreichern besser als die Haie, daher war dort meist mehr Quantität und Qualität vorhanden. Oskar Maier - bei all seinen Defensivschwächen - machte sich zum Team-Topscorer, Kevin Macierzynski spielte seine beste Saison seit langem, darf dadurch wie Ramon Schnetzer seine Saison bei den Capitals nochmals verlängern. Michael Kernberger bot mehr Offensive als gewohnt an.
Der Fluch davon: Können die Pioneers irgendwen von diesen Spielern halten? Der Einheimischen-Kern droht zu erodieren, Daniel Woger geht jedenfalls in die Pension.
Von den jüngeren Cracks konnte sich nur Marlon Tschofen nach oben spielen, beim Rest wird man wohl einsehen müssen, dass es für die ICE nicht reicht. Julian Metzler, zuvor recht solide unterwegs, kam heuer gar nicht in die Gänge.
Am besten trat das Team auf, als mit Kernberger, Mathias Böhm, Heimkehrer Luca Erne und Roberts Bukarts der Kader verbreitet wurde. Ohne das volle Kontingent an Legionären auszuschöpfen und den einen oder anderen etablierten Österreicher anzulocken, wird es auch in Zukunft nicht gehen.