Für JP Lamoureux könnte die Saison sogar schon zu Ende sein
Der VSV muss sich wieder auf sich selbst besinnen und will nicht zu lange mit den Schiedsrichtern hadern. Keeper Lamoureux fasste nach Ausraster eine Sperre aus, die theoretisch schon das Saison-Aus sein könnte.
Sich zu lange mit den Schiedsrichterentscheidungen aufzuhalten, kann kein Weg sein, um in dieser Viertelfinalserie Erfolg zu haben. Wie im ersten Heimspiel ging es auch in Spiel drei heiß her. Die Liga-Offiziellen bekamen zahlreiche Videoclips zur Beurteilung vorgelegt, wissen im Nachhinein auch, dass der VSV nach 25 Minuten einen Penalty bekommen hätte müssen, weil Steven Strong den Puck im Torraum mit der Hand spielte. Es ändert am Ausgang nichts, die spektakuläre Derby-Serie findet heute in Klagenfurt ihre Fortsetzung.
"Das Schöne im Play-off ist ja irgendwie auch, dass du sowieso immer Abhaken musst. Wenn es gut lief, musst du es abhaken, um nicht den Fokus zu verlieren, wenn es schlecht lief, musst du es abhaken, um den Fokus beizubehalten", sagt es VSV-Trainer Rob Daum recht pragmatisch und hat damit sicher recht. Auch wenn der "Grant" auf die Head-Schiedsrichter Kristijan Nikolic und Trpimir Piragic der VSV-Offiziellen groß war, der Mannschaft am Eis hilft das nichts. "So ist das im Play-off, es geht hin und her. Ich habe viele strittige Sachen auch gar nicht genau gesehen, sie ändern ja auch nichts daran, dass wir verloren haben", bringt es Marco Richter auf den Punkt.
Schmidt muss wieder einmal die Kohlen aus dem Feuer holen
Sonst hat sich der VSV nicht viel vorzuwerfen, lieferte er doch ein gutes Spiel drei ab, es gilt, weiterzumachen. Das wird allerdings ohne den zuletzt wieder unsicher agierenden JP Lamoureux geschehen, der für seinen Ausraster nach dem 3:4 (schoss den Puck direkt Richtung Schiedsrichter) für zwei Spiele gesperrt wurde. Alexander Schmidt wurde aus Kitzbühel retour beordert und muss ohne viel ICE-Spielpraxis, aber immerhin mit zuletzt sehr guten Spielen bei Alps-Team Kitzbühel wieder einmal in einer Derby-Serie die Kohlen aus dem Feuer holen. Damit könnte die Saison für Lamoureux rechnerisch sogar schon vorbei sein, einen Gefallen hat er seinem Team jedenfalls nicht erwiesen.