Auszug von merkur-online.de:
In der Eishockey-Szene ist aber nicht die anstehende WM das Thema, sondern der Umbruch in München, wo kommende Woche am Mittwoch (1. Mai) der österreichische Konzern Red Bull die Geschäfte der EHC Spielbetriebs GmbH übernimmt. Die Agenten sind ganz heiß darauf, ihre Spieler (ein Insider sagt: „ihre Ladenhüter“) in München zu platzieren, denn gezahlt werden soll dort wie bislang nur bei den Großklubs Mannheim, Berlin, Hamburg, Köln. Aber: Bis auf ein paar aus der vergangenen Saison bestehende Verträge (Reimer, Petermann, Maurer, Hinterstocker) und einen Neuzugang (Alex Barta, kommt aus Schweden) ist wenig fix. Ausverhandelt zwar, aber noch nicht abgesegnet.
Typischer Fall: Sean O’Connor, körperlich robuster Deutsch-Kanadier, zuletzt in Ingolstadt. Er ist sich mit München über einen Wechsel einig. Doch wie zu hören ist, zögert er noch mit einer Unterschrift, denn er möchte unter zwei Bedingungen nicht beim EHC antreten. Nämlich a) falls Pierre Pagé Trainer wird und b) in der Folge am 1. Juni Trainingsauftakt und Anwesenheitspflicht ist.
Pagé ist ein erfolgreicher Trainer (hat er bei den Eisbären Berlin und in sieben Jahren am Red Bull-Hauptsitz in Salzburg bewiesen), doch eigenwillig und nicht jedermanns Sache. Offensichtlich aber ist er wild entschlossen, in München selbst Trainer zu werden – was keinen ungeteilten Beifall findet. Die Angelegenheit liegt bei Konzernchef Didi Mateschitz.
In Verbindung gebracht werden mit München vor allem Spieler, die zuletzt in Mannheim spielten: neben den bereits bekannten Namen Florian Kettemer und Yannic Seidenberg zieht es nun auch die Stürmer Mike Glumac und Adam Mitchell an die Münchner Fleischtöpfe, zudem hat Chad Bassen (Augsburg) ein Angebot.