In dieser Serie habe ich weder eine optische Überlegenheit der Wiener erkennen können,
... und Du bist sicher, dass Du in allen drei Matches wirklich genau hingesehen hast? ![]()
Bozen spielt ein effizientes, taktisches Hockey, wo aus einer soliden Verteidigung heraus agiert wird.
Siehst Du, so gehen natürlich die Meinungen auseinander. Für mich spielt der HCB ein grauslich anzusehendes, destruktives und extrem langweiliges Safety-First Hockey, das vielleicht gegen die VIC zum Erfolg führen wird, bei mir aber negative Emotionen auslöst, wenn ich als langjähriger Eishockeykonsument dafür Freizeit verschwende. Ich hätte übrigens die selben negativen Emotionen, wenn die VIC eine solche Spielanlage pflegen würden. Da könnten sie sich sämtliche damit erzielten Erfolge aus meiner Sicht an den Hut stecken. Für mich als zahlender Konsument wäre das wertlos. Das ist, wie eine schlechte Opernaufführung, die einem Geld und Zeit gekostet hat und die man nachher mit mehr Ärger, als mit einem Hochgefühl eines Kunstgenusses verläßt.
In einer Best of Seven geht jene Mannschaft als Gewinner vom Eis die zumindest 4 mal ein Tor mehr geschossen hat, als der Gegner. Deswegen kannst beim Golf beim Matchplay auch als objektiv schlechterer Spieler gewinnen, während Du bei einem normalen Zählwettspiel vielleicht gegen denselben Gegner nie und nimmer Land siehst. Mit der allgemeinen Bewertung von Besser oder Schlechter wäre ich daher eher vorsichtig.
Zum vorher Diskutierten bzgl. diverser „Fouls“ und Hits.
Es gibt halt Spieler, die gehen respektvoll mit der Gesundheit des Gegenspielers um und Spieler, die weniger respektvoll sind. Wenn man will, kann man beim Eishockey durch die hohe Hitgeschwindigkeit in Verbindung mit Blind-Side jeden Gegenspieler nachhaltig aus dem Spiel nehmen. Wenn man dafür einen Spieler durch Sperre opfert, kann man sich durch die Schwere der Verletzung durchaus einen gezielten Vorteil verschaffen. Gottseidank werden aber solche Oldschool-Praktiken heute nicht mehr wirklich angewendet, weil der Respekt vor der Gesundheit und die Fairness insgesamt doch die Oberhoheit hat. Es gibt in der internationalen Eishockeyszene nur mehr ganz vereinzelt Coaches und Spieler, die ausschließlich das Resultat interessiert und nicht der Weg dorthin. Ich denke, wir haben in der EBEL keine solchen Exemplare mehr.
Die Rotter Geschichte war für mich harmlos, hat eher einen schon wunden Punkt getroffen als nach überhart ausgesehen. Die Aktion vs. dem Kopf von Wukovits habe ich in der Halle allerdings als Gemeinheit empfunden. Scheinbar sieht DOPS in der Nachschau aber nichts bestrafungswürdiges. Soll sein.