Wurde unlängst irgendwo hier anthematisiert: Trainingsperiodisierung, Mikrozyklen etc.. und ACWR Wert, mit der Conclusio, dass es durch die sportwissenschaftliche Begleitung der Kampfmannschaft eigentlich fast unvorstellbar ist, dass Trainingssteuerung nicht abgestimmt und professionell stattfindet. Das ist sicherlich nix, was sich PM und Vuori einfach so aus den Fingern saugen, sondern folgt einem vor der Saison erstellten Plan, der die Trainingszyklen entsprechend der Ligabelastung und den notwendigen Leistungspeaks, der Formkurve der Mannschaft und individuell angestimmten Vorgaben reflektiert. Alles andere wäre sehr verwunderlich. Soll nicht heißen, dass den Spielern das Training nicht zu hart vorkommt, Verletzungsrisiko sollten die Pläne aber reflektieren und aus wissenschaftlichen Gesichtspunkten limitieren,
Genau das ist laut meinen Infos nicht unbedingt der Fall. Es gibt natürlich individuelle Trainingspläne vor allem für Offseason und Vorbereitung bzw. auch für das Off-Ice Training während der Saison, allerdings gibt es kaum bis gar keine Kontrolle bezüglich deren Einhaltung (ausgenommen natürlich allgemeinen Fitnesschecks) bzw. laufende Anpassungen. Auch eine Trainingssteuerung beim Eistraining, soll zumindest (aus Spielersicht) nicht wirklich merkbar bzw. nachvollziehbar stattfinden. Klar müssen sich Spieler auch nicht damit auskennen, aber mehrere Meldungen bezüglich zu hartem Training aus dem Spielerlager (auch von sehr erfahrenen Spielern wie Koch) kommen wohl auch nicht von irgendwoher.
Nach diversen Infos, die ich so vernommen habe, haben viele hier (inkl. auch mir bisher) eine zu hohe Vorstellung davon, wie professionell beim KAC manches umgesetzt wird. Hier wird vermutlich teilweise über Dinge wie die genannte Trainingssteuerung intensiver und hochkarätiger diskutiert, als das Thema beim Verein tatsächlich gehandhabt wird. So zumindest mein Eindruck. Dass das ganze irgendwie mit der Verletzungsanfälligkeit zusammenhängt wage ich nicht zu beurteilen, vor allem da wohl aktuell die meisten Verletzungen Traumata und daher weniger auf Ermüdungserscheinungen zurückzuführen sind. Eine gewisse mentale Müdigkeit kann aber natürlich auch einen Einfluss haben, das wurde aber eh schon zur Genüge diskutiert.
Alles in allem befürchte ich, dass beim KAC (vermutlich nicht nur dort, aber da habe ich am meisten Infos) manches nicht annähernd so professionell abläuft, wie man es sich als Fan wünschen bzw. für selbstverständlich halten würde.