Ich muss hier aber auch als Handballkenner erwähnen, dass Gunnar diese Art von Unsportlichkeit keinesfalls erfunden hat. Das ein Trainer oder Ersatzspieler Sekunden vor dem Ende unfair eine Unterbrechung erwirkt, hat es leider schon hin und wieder mal gegeben. Was die Aktion allerdings keinesfalls beschönigt. Er ist und bleibt ein unsympathischer Volltrottel, der hier berechnend das böse Foul macht.
Skandalös war für mich vor allem seine Aussage, dass es hierbei ja keine Verletzungsgefahr gäbe. Glatte Lüge. Die Passempfängerin - die Zeitlupe zeigt es genau - schaut nach hinten und rennt glücklicherweise mit der Schulter in ihn rein. Ist sie nicht mit dem Oberkörper sondern nur mit dem Hals umgedreht, rennt sie frontal in ihn rein. Nicht auszudenken, was da passieren hätte können, alle möglichen Körperteile hätte sie sich schwer verletzt.
Die EHF wird ihn für die rote Karte genau ein internationales Spiel sperren, vielleicht ein zweites wegen seiner Vorgeschichte. Eher nicht, ich erwähne, dass die EHF in Wien sitzt, die kennen sich gut. Hypointern wird er sich vermutlich als Held sogar noch loben lassen. Und in wenigen Tagen ist der Vorfall wieder weg vom Thementisch, als wäre er nie passiert, und Gunnar ist wieder einmal davongekommen.
Was schade ist, solche Typen werden in anderen Sportarten "gelyncht".