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Im Laufe der getätigten Neuverpflichtungen tauchte rund um die Haie die Frage auf, wie man sich das leisten kann. Statt 2,7 Millionen Euro stehen dem Klub in der neuen Saison 2,8 Mio. zur Verfügung, ein bisschen mehr. „Durch die gesetzlich verpflichtende Auslagerung des Profibetriebs in eine GmbH haben wir den Vorteil des Vorsteuerabzugs bei Anschaffungen. Deswegen haben wir auch etwas mehr Geld, das wir in Spieler investieren können“, erklärt Präsident Christian Kaltschmid. Die Sache hat freilich auch einen großen Haken: 20 Prozent Mehrwertsteuer werden für den Profibetrieb und somit auch bei den Ticketpreisen in Zukunft fällig: „Wir sind jetzt wie ein Betrieb zu führen. Und wir werden nicht wegen der Legionäre teurer, sondern wegen des Index der Mehrwertsteuer“, stellt er klar und bittet um Verständnis. In der Hoffnung, dass die erforderlichen Umstellungen letztlich in einem Nullsummenspiel für den Verein enden.
Die Attraktivität, die man mit elf Legionären und zahlreichen Ex-KAC-Schützlingen von Coach Christer Olsson bieten will, soll gewissermaßen auch für höhere Eintrittspreise entschädigen. „Durch die verbesserte Mannschaft soll die Attraktivität steigen. Das sollte man sehen. Wir wollen noch besseren Sport liefern, waren ja auch schon in der Vorsaison enger dabei“, glaubt Kaltschmid fest daran, dass man in der vierten Saison nach dem Wiedereinstieg in die oberste Spielklasse und in der dritten seit seinem Einstieg erstmals wieder den Einzug in die K.-o.-Runde der besten acht Teams schaffen kann. Die Legionärshoheit sei ja auch dem Abgang von vier Tiroler Spielern (Pittl/Karriereende, Stern/wird Kondi-Trainer, Höller/Wechsel nach Deutschland und Huber/plant Jahr in Kanada) geschuldet. Dass man den Tiroler Weg deswegen aber endgültig verlasse, sei nicht richtig: „Kurzfristig sind diese vier Tiroler Spieler nicht durch Junge zu ersetzen, mittel- bis langfristig ist das sicher ein Ziel. Wir wollen sicher nicht auf Dauer so viele Ausländer stellen“, gibt der Präsident zu verstehen.
Nach einigen Lehrjahren will man endlich am Play-off-Kuchen mitnaschen, die Schlagzahl soll sich auch für den ein oder anderen eigenen weiter erhöhen: „Für ein paar wird’s womöglich die letzte Chance. Aufstellen tut aber ohnehin der Trainer. Es gibt nur ein Ziel, und das ist das Play-off. Aus diesem Grund wurde die Mannschaft ja auch so verstärkt.“
Mit seiner Wahl vieler Ex-Zöglinge vom KAC stehe auch der Coach in der Pflicht: „Er muss den Kopf dafür hinhalten.“ Aber selbst der kritischste Ton klingt beim Seefelder Hotelier Christian Kaltschmid immer noch sehr amikal: „Ich habe es bis jetzt nicht bereut, Haie-Präsident zu sein. Obwohl ich natürlich gerne öfter gewonnen hätte.“
Kommt Zeit, kommt Rat. Die Liga ist als Top-Produkt für sich sehr attraktiv, die Haie stehen diesbezüglich in der neuen Formation mit dem Ligastart (September) vermehrt in der Pflicht. Schließlich verlagert der Erfolg Personaldiskussionen in der Regel nach hinten. Das ist nicht nur im Haifischbecken so, sondern fast ein universelles Gesetz.
Weiß einer wieviel Abos die letzte Saison verkauft haben?
Ich finde die Abopreise ehrlich gesagt lächerlich billig. Ein Steherabo kostet pro Spiel EUR 7,38 (26 Liga Heimspiele), das sind fast 50% Ermäßigung auf das Tagesticket, plus die Goodies wie Eintritt beim Volleyball und Ermäßigung auf Speis und Trank in der Olympia World. Auf die Sitzplätze gibt es 28% - 46% Ermäßigung beim Abokauf.
Einer Argumentation mit Planungssicherheit könnte ich hier nicht folgen, bei einem Budget von 2,8 Mio müsste man um nur ein Viertel des Etats zu decken fast 1.700 Sitzplatz Abos der Kat. A zum Vollpreis verkaufen. Irgendwie kein Wunder, wenn man auf der Einnahmenseite nicht weiter kommt. Haben die wirklich Angst das gar keiner mehr kommt, wenn sie auch für Abos die Preise entsprechend gestalten.
Auch ist die Kontrolle der Sitzplatznutzer nach dem ersten Jahr EBEL wieder stark zurück gegangen. Es gibt nachwievor genug Zuschauer die ein Steher Ticket an der Tageskasse kaufen und sich dann gemütlich im Sitzplatzbereich niederlassen.