Hier ein Bericht von gestern, was in der medizinischen Versorgung in der Lombardei gerade los ist.
Da kann Dir echt anders werden, wenn Patienten älter als 65 oder jünger plus Co-Erkrankungen wie Diabetes nicht einmal mehr in Intensivstationen aufgenommen - zwar intubiert, aber nicht betreut und überwacht - und wenn zB Herzinfarkte nicht mehr intensivmedizinisch behandelt werden.
Danke für den Bericht. Ich möchte dazu gerne etwas anmerken, bin mir aber nicht sicher wie ich es formulieren kann um nicht so zu wirken wie wenn ich diesen Situationsbericht "runterspielen" möchte, denn die Vorkommnisse sind natürlich schrecklich fur alle betroffenen und alle die noch Betroffene werden.
Ich möchte es dennoch probieren denn wenn man den Bericht liest kommen einem naturgemäß die Tränen und man fühlt sich ohmächtig gegenüber dem was da kommen mag und das ist ein ganz schlechtes Setting für eine Community. Also probiere ich es:
Man sollte keinen Bericht aus einem Krankenhaus hernehmen um "der Gesellschafft" ein Bild der Liga zu zeichnen. Für ein Krankenhaus und dessen Mitarbeiter sind solche Situation sehr dramatisch weil man zu wenig Betten und zu wenig Material hat wie der Arzt hier auch beschreibt.
Es muss bei mehreren Patienten auf einmal triagiert werden.
Es werden die am besten behandelt die am ehesten überleben, das ist bei großen Unfällen leider auch so. Da musst du den sehr schwer verletzen Leuten sagen, dass man erst später wieder zu ihnen kommen kann und oft sterben sie leider in dieser Zeit.
Das Krankenhaus ist überfordert wenn auf einmal 100 oder 200 schwere Fälle gleichzeitig kommen und behandelt werden und dementsprechend verzweifelt sind auch die Ärzte und schwestern weil das Gefühl aufkommt es kommt Welle auf Welle und es bessert sich nichts . Am Ende sind es aber für die Aussenwelt selbst in Italien nicht so relevante Zahlen im Vergleich zu den "üblichen" Todesfällen (ja ich weiß wie das klingt). Ich hoffe ich konnte es halbwegs rüberbringen.