Das hätte heute weit schlimmer ausgehen können, als die Russen im letzten Abschnitt so richtig Lust bekommen haben. Somit halb so wild, wenngleich die Russen vom Einsatz her wohl kaum mehr als ein besseres Aufwärmprogramm abgespult haben und nur die perfekte Kombination suchten.
Rückschlüsse kann man aus diesen Spielen eh keine ziehen, Schlacher, Strong (der im Team immer noch etwas drauf legen kann), Rauchenwald und Herburger haben mir ganz gut gefallen, Starkbaum durchaus ok. Andere wie T.Raffl, Komarek oder die NLA-Leute waren eher unter dem Radar, aber egal.
Was ich halt nicht verstehe und nie werde nachvollziehen werde können - die Kommentatoren, so wie die Spieler selber reden nach der Partie daher, als hätte Österreich jetzt zwei supertolle Spiele oder gar Punkte und Siege eingefahren. Letztlich war man in beiden Partien absolut chancenlos, hat viele unerzwungene Eigenfehler gemacht.
Nach Niederlagen kann man sich nicht herstellen und hoch zufrieden sein. Das unterscheidet unter anderem halt auch die wirklichen Topspieler von den Österreichern. Bei uns ist man stets schon mit dem Minimum zufrieden, wenn man gekämpft hat, fühlt man sich schon als Sieger.
Ich kann das ein Stück weit schon nachvollziehen: die wissen sehr wohl, dass sie von der Qualität her auf A Niveau nix verloren haben. Wenn man dann gegen die Russen mit Anstand vom Eis steigt, ist man eben zufrieden. Wenn das Kräfteverhältnis von vornherein derart klar ist, fühlt sich eben „nicht komplett überrollt werden“ schon ganz gut an, unabhängig ob die eigene Leistung jetzt so berauschend war oder nicht.