Auch von mir noch ein w/Frust-Umtrunk verspäteter Spielbericht - deckt sich eh im wesentlich mit dem vom hcifan21:
Die Ausgangsposition vor der gestrigen letzten Runde war klar: Villach durfte zuhause keinen Punkt machen und Innsbruck musste gewinnen.
„Rückkehrer“ Todd Elik sorgte auch im Laibach-Dress für eine komplett ausverkaufte Halle und wurde von den Fans mit vielen Transparenten und viel Applaus begrüßt. Bei 2 schnellen Strafen gegen die Slowenen konnte der HCI noch kein vernünftiges Powerplay aufziehen. Problematisch dabei war auch, dass Meister Elik so gut wie alle Bullies gewann. In der 7. Minute musste dann Neuzugang Sellars für einen regulären Check 2 Minuten auf die Bank. Laibach kam mit den gewohnt genialen Elik-Passes schnell ins Angriffsdrittel. Als der ex-Hai hinter dem Tor angespielt wurde, umrundete er dieses und schob den Puck am nervösen Kotyk vorbei zum 0-1 ein. Der Jubel des Heimpublikums über diesen Treffer war aber wohl trotz der Elik-Begeisterung überzogen. Gleichzeitig ging Villach mit 1-0 in Führung und sah sehr düster aus. Doch nur 1 Minute später zeigte Sellars seine Stärke und traf nach Vorspiel des starken Sjödell-Wiklander (Wickie) zum Ausgleich. Ein Unterzahlspiel nach einem dummen Foul von Larocque wurde überstanden, aber auch ein weiteres Powerplay konnte nicht genutzt werden, ehe in der letzten Minute Dagenais aus kurzer Distanz knapp unter die Latte zum 2-1 einschoss. In Villach stand es mittlerweile aber bereits 2-0.
Im 2. Drittel traf dann Mäkinen die erste Strafe und Kotyk ließ einen harmlosen Schuss von Vnuk aus großer Entfernung zwischen die Beine ins Tor. Ausschlüsse gegen Mäkinen und Razingar durch den schwachen Schiedsrichter Winter folgten. In der zweiten Unterzahl arbeitete Pierre Dagenais im Angriffsdrittel sehr gut und er zwang Todd Elik zu einem Foul, worauf für den eine 2 Minuten-Strafe folgte. Doch das Powerplay begann aufgrund eines schweren Fehlers des inferioren Unterluggauer – sein Kollegen Hohenberger und Klimbacher in der Abwehr spielten übrigens gleich mies – mit einem Shorthander für Laibach: Yarema nahm das Geschenk des Kärntners dankend an und traf schön ins Kreuzeck zur neuerlichen Führung der Gäste. Doch noch im selben Powerplay krönte Wickie seine starke Leistung mit einem sehenswerter Treffer, bei dem er aus spitzem Winkel Alex Westlund bezwang. Abermals in der letzten Spielminute gelang Dagenais das 4-3, während aus Kärnten die 2-3 Führung des KAC verlautbart wurde.
Im letzten Abschnitt nagelte dann Craig Darby die Scheibe zum 5-3 ins Tor. Als Mitte des letzten Drittels Elik mit Unterluggauer Katz und Maus spielte, konnte sich dieser nur durch Haken retten. Im Powerplay stocherte Elik die Scheibe abermals aus kurzer Entfernung ins Tor, woraufhin erneut großer Jubel in der Tiroler Wasserkraft Arena entbrandete. Innsbruck war jetzt völlig von der Rolle und musste sich von Elik vorführen lassen. Mittlerweile war auch das 3-3 in Villach und der damit rettende Punkt für Villach bekannt, woraufhin die Mannschaft völlig auseinanderbrach. Somit war es eigentlich nur logisch, dass Olympia auch noch der Ausgleich gelang: 48 Sekunden vor Schluss schoss Sellars aus dem Verteidigungsdrittel den Puck ins Publikum, woraufhin Westlund aus dem Kasten ging und Laibach 4-6 spielte. Petriläinen traf mit einem halbverdeckten Schuss 35 Sekunden vor Spielende zum Ausgleich.
Die Verlängerung interessierte niemanden mehr und es passierte auch nichts nennenswertes. Im Penaltyschießen traf Heim Lindner gewohnt lässig zum 1-0. Elik scheiterte an Kotyk. Doch auch Dagenais und Darby verstolperten ihre Penalties jämmerlich, während Yarema und Intranuovo beide etwas glücklich trafen. Somit fuhr Laibach mit einem 5-6 nach Hause und konnte den 7. Rang gegen Graz verteidigen.