*KleinerEssayNachDemDerbySchock*Jetzt ist schon wieder was passiert. Klassisch rausgekegelt, würde man andernsports sagen. Sprichwörtlich geworden ist es sowieso. Schon vor den Zeiten, als es zur Derbytime noch ordentlich geknistert hat. Ein Wurm, der sich schon viel zu lange durchzieht. Schon vor den Zeiten, als es Identifikationsfiguren sogar an der Trainerbank gab und Charakter engstens mit der Ehre verwoben war, ein Adler überhaupt sein zu dürfen. Sowas kann in keinen Durchzugshaufen wachsen, der die Köpfe schneller wechselt als manche labile Politbühne. Wobei es wohl weniger um Haupt, eher um den anderen Muskel geht. Denn ohne Herz ist alles seelenlos. Und wenn es bei einem Derby nicht mehr kribbelt, empfiehlt man rundum dem enttäuschten Fan, Spiele zu zunächst nur mehr bei Schönwetter zu besuchen. Man vergisst aber dabei, dass es noch abgewetzte, kratzige, feiertagsgetränkte Schalmode gibt, die entsprechend aufreiben und freudig heiser machen kann, als wäre es gestern gewesen.
Ein bitteres Ergebnis ist - auch in dieser Höhe - anzuerkennen. Vielleicht nicht ganz neidlos aber aufrichtig in Richtung Klagenfurt. Und mein blauweißes Herz wünscht sich, einmal mehr, wiederbelebt zu werden - einmal mehr Phönix zu sein.