Hab eine antwort von herrn siegel auf meine mail erhalten:
Ich an Siegel:
Seit einiger Zeit verfolge ich das Treiben des Verbandes in den Medien
und bei den Spielen um den Stadionsprecher der Black Wings. Hat der
österreichische Verband die Intention, die Fans aus den Stadien zu
vertreiben? Dass sich Schiedsrichter (immerhin laufen ja drei davon
am Eis
herum) während des Spieles als „Moralapostel“ aufspielen und dem
Stadionsprecher Verbote auferlegen, an statt ihre Aufgabe nach besten
Wissen und Gewissen(?) zu erledigen, ist anscheinend im Sinne des
Verbandes.
Eishockey – als härtester Sport tituliert – lebt nun mal von der
Atmosphäre bei den Spielen, dazu gehört meiner Meinung auch, dass
jeder Verein in seinem Stadion sein eigenes Flair haben sollte. Wollen
Sie den österreichischen Eishockeysport zum „Schach – Spiel“
verwandeln und alle fairen Emotionen aus den Stadien verbannen?
Warum möchten Sie dann überhaupt noch Besucher, welche einen nicht geringen
Anteil an der Finanzierung des Spielbetriebes beitragen, in den
Stadien sehen?
Vergleichen Sie doch die Situation bei anderen Sportarten – wie z.B. Tennis Daviscup :
hier lebt dieses Event zu einem Teil auch davon, dass die Fangemeinde
entsprechend mit von der Partie ist und seinen Teil zur Atmosphäre bzw.
Unterstützung des Heimsportlers oder Heimteams beiträgt.
Ich betrachte das Geplänkel um den Stadionsprecher der Black Wings als
eine irgendwo herrührende persönliche Aktion einiger Funktionäre des
Verbandes gegen die Person von Herrn Rachinger, welches niemanden
etwas bringt, außer dass sich die Fangemeinde gefoppt fühlt. Kehren
wir doch wieder zum eigentlichen Sinn des Sportes zurück – pane et
circencum. Alle sollten mit Spaß an der Sache sein.
PS: Gibt es Regeln des Verbandes, wie man seine Mannschaft
unterstützen und anfeuern darf? Möchte der Verband „kalte“ Spiele ohne
Publikum, dann schlage ich vor, die Meisterschaft als Computerspiel
online durchzuführen, dann können sich diejenigen, welche sich als
Mimosen aufführen, nicht mehr angegriffen fühlen.
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Siegel zurück:
Sehr geehrter Herr Lempradl!
Danke für Ihr Schreiben und Ihre Meinung zu diesem Thema.
Eishockey unterliegt Regeln - wie jede Sportart, ich denke, da werden Sie mir zustimmen? Es ist nun mal die Aufgabe des SR die Regeln zu überwachen, auch hier denke ich habe ich Ihre Zustimmung? Die Durchsagen während dem Spiel sind im Regelbuch klar geregelt, bitte informieren Sie sich und Sie werden feststellen, dass das Verhalten vom linzer Sprecher eine diesbezügliche grobe Verfehlung darstellen.
Ihre Argumente, dass wir die Stimmung beim Eishockey unterbinden wollen ist nicht richtig, aber es muss regelkonform sein.
Wenn Sie also die beiden oberen Fragen mit "ja" beantworten, dann glaube ich ist alles erklärt. Wollen Sie ein Spiel "ohne Regeln", dann sind Sie bei mir beim falschen Ansprechpartner.
Wollen Sie nur einen Teil der Regeln nicht akzeptieren, dann frage ich Sie, wer entscheidet dann was gültig ist und was nicht.
Ich teile Ihre Meinung leider nicht und muss Ihnen sagen, dass es Eishallen in Österreich gibt, wo viel mehr Stimmung im Publikum ist, als in Linz und der Platzsprecher es wesentlich besser versteht die Fans zu begeistern und das im Bereich des Erlaubten. Für mich ist es kein "Stimmungsmache" wenn der Sprecher extrem laut und viel dummes von sich gibt - das ist allerdings meine persönliche Meinung und hat mit dieser Angelegenheit nichts zu tun.
Vielleicht können Sie dies auch akzeptieren.
Mit sportlichen Grüßen
Ernst Siegel
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naja welche hallen sind das???
@geroldov:
hör auf mit dem "vielen dummen"
(des klingt wie eine herausvorderung vom Siegel an den Gerold)