Der Herr Bundeskanzler verteidigt die ständigen Verzögerungen der Bekanntgabe der Maßnahmen auf heute 15:00.
Toll.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass Österreich neben den USA der einzige Staat ist, wo es bei den Entscheidungskriterien nicht nur um so banale Fragen wie Sinnhaftigkeit, Kosten, Verfügbarkeit geht, sondern in aller erster Linie um die Auswirkungen auf das Ego des Kanzlers und dessen Außendarstellung.
Ich rechne schwer damit, dass der frugale Held von Brüssel, wo er heute erreicht hat, dass der bisherige jährliche Beitrag Österreichs zum EU-Budget von 2,9 auf zukünftig 5,4 Milliarden EURO sinken wird, bei der Pressekonferenz in wenigen vielen Minuten (Kurz muss Gesundheitsminister noch überzeugen) einen weiteren Sieg verkünden wird, nämlich dass die Maskenpflicht zwar wieder eingeführt wird, dank seines beharrlichen Kampfes zugunsten der Wirtschaft und der Menschen aber bei weitem nicht in dem Maße, wie es gefordert worden ist (von eh niemandem). Das ist nämlich sein Erfolgsrezept.