Na geh!
Zuerst noch - nachdem ein Mitkartellant das fachspezifisch so genannte "Windhundrennen" um den 1. Platz und damit den bußgeldbefreienden Kronzeugenstatus gewonnen hatte - fest mittun beim erforderlichen (und angeblich vollständigen) Gestehen der eigenen Verfehlungen und beim "Vernadern" der anderen Kartellbrüder, was sich stark mildernd auf das Bußgeld für die STRABAG ausgewirkt hatte (45,4 Millionen Euro).
Und dann deckt die Bundeswettbewerbsbehörde (man verzeihe mir bitte diesen joke, womit hätte das dieser "Kastrat" tun sollen, dem Schüssel und Co das für Mietzinsstreitigkeiten geschaffene "Außerstreitgesetz" als verfahrensrechtliche Grundlage für Ermittlungen zugemutet hat), pardon, dann deckt die WKStA im Zuge von anderen, strafrechtlichen Ermittlungen gegen einen Kartellbruder auf, dass die "Kronzeugin" STRABAG doch tatsächlich drei große Kartellprojekte der Bundeswettbewerbsbehörde nicht offengelegt hat. Und zeigt das im Wege der Amtshilfe der Bundeswettbewerbsbehörde an.
Folge: Wiederaufnahme des Bußgeldverfahrens, Aberkennung des Kronzeugenstatus, Erhöhung des Bußgelds um 100,6 auf 146 Millionen Euro. Gegen die STRABAG (entspricht ungefähr einem Fünftel des Jahresgewinns 2025 nach Steuern).
Und was passiert den Managern dieses Baukartells, das die Öffentliche Hand wie private Bauherren um Hunderte Millionen Euro gebracht hat? Angefangen vom STRABAG-Humanisten und Förderer der NEOS und der Künste (Erl!) Haselsteiner abwärts? Keine Anklagen, keine Hauptverhandlungen, kein Gefängnis, keine Geldstrafen, nicht einmal diversionelle Erledigungen. Nix!
Auch sie sind den Kartellstrafrechtsentkriminalisierern Schüssel und Co zu ewigem Danke verpflichtet.