Alles anzeigenDie Zukunft des VSV steht auf des Messers Schneide! Offenbar wurde auch auf zu großem Fuß gelebt. Stattdessen blieben Sponsorenverträge liegen. In Villach werden derzeit alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Ende abzuwenden. Die Klubs der ICE-Liga wären für einen Solidaritätsbeitrag zu haben, um die Adler zu retten. Beim Durchforsten der Unterlagen fanden die Experten einen wahren Hammer ...
Vieles wiederholt sich bei existenziellen Krisen im Sport! Eitelkeit und Größenwahn haben schon einiges ruiniert. In Villach zittert man jetzt um sein sportliches Aushängeschild, den VSV. Doch zuvor schien es, als würde Geld gar keine Rolle spielen.
Trotz der schwierigen Situation gaben die VSV-Cracks Alex Rauchenwald (li.) und John Hughes am Montag in Treffen Autogramme. (Bild: Handler Wolfgang)
Bruneck, Berlin und ein Mustang
Ein Teambuilding mit 15 Personen in Bruneck, eine „Scouting-Tour“ nach Berlin, ein grüner (!) Mustang als Dienstfahrzeug – stattdessen sollen Sponsorenverträge liegen geblieben sein. Die „Flucht“ von VSV-Angestellten, die diese Machenschaften nicht mittragen wollten, ist jetzt wohl in einem anderen Licht zu sehen.
Martin Winkler hinterließ als Geschäftsführer einen Scherbenhaufen. (Bild: VSV)
Deadlines verstrichen, Winkler weg
Das geschah zu einem Zeitpunkt, als sich für Ex-Geschäftsführer Martin Winkler ein Bilanzverlust von 1,5 Millionen Euro hätte abzeichnen müssen. Im Frühsommer soll die Stadt – 300.000 Euro fließen jährlich in den VSV-Nachwuchs – den Klub aufgefordert haben, alle Bilanzzahlen offenzulegen. Deadlines sind verstrichen und plötzlich war Winkler weg – der zuvor noch erklärte, die Saison sei gesichert.
Am Freitag würde der Liga-Auftakt den VSV zu den Pioneers Vorarlberg führen (Bild: Bernd Stefan)
Wo stecken die Abogelder?
Zudem fragt sich: Wo stecken die rund eine Million Euro (abzüglich Steuern) aus dem Verkauf der über 1300 Saisonabos für 2026/27? Wurden damit operative Schulden der letzten Saison getilgt? Dieses Geld dürfte binnen zwei Monaten jedenfalls futsch sein! Die GmbH des VSV steuert also auf den nächsten Gerichtsfall zu. Ein Finanzstrafverfahren aufgrund offensichtlich falscher Interpretation des Steuerrechts (!) läuft ja bereits – es gilt die Unschuldsvermutung.VSV braucht Geld
Für den Status quo ist all das aber sekundär. Der VSV sucht nicht nur einen neuen Geschäftsführer, sondern braucht dringend Geld. Um die ICE-Saison bestreiten zu können, noch größeren Schaden abzuwenden.Sponsoren und 380.000 Euro
Aus gut informierten Kreisen werden zusätzlich aber 400.000 bis 500.000 Euro ad hoc angenommen – ob das reicht? Einige Sponsoren wären bereit, unter neuer Geschäftsführung und Zahlen-Transparenz aufzustocken. Und satte 380.000 Euro sollen aus bestehenden Sponsorverträgen noch ausständig sein.Top-Jurist prüft
Ist die Liquidität der EC VSV GmbH gesichert, dürfte eher ein Geschäftsführer zu finden sein. Villachs Top-Jurist und früherer Behördenleiter Alfred Winkler prüft die Bücher und schafft zumindest damit Vertrauen.200.000 Euro von Konkurrenz
In der ICE-Liga kam es indes zu einem großen Schulterschluss aller (!) Klubs, die volle Unterstützung zusicherten: „Der VSV soll und muss in der Liga bleiben“, erklärt Manager Christian Feichtinger, der zugleich betont. „Jetzt liegt es an VSV-Obmann Manfred Herzog, mutige Entscheidungen zu treffen. Es darf kein Zaudern mehr geben.“ Etwa 200.000 Euro soll der Solidaritätsbeitrag der Konkurrenz in Summe betragen.Showdown am Mittwoch
Heute gibt’s ein weiteres Gespräch mit der Liga-Führung, am Mittwoch folgt der Showdown im großen Rahmen. Denn wie immer gilt bei solchen Krisen: Den von wenigen verursachten Schaden müssen viele kluge Köpfe beseitigen. Bleibt zu hoffen, dass das für VSV reicht.
Wow, klingt als hätte der Winkler noch mehr Dreck am Stecken als ich schon angenommen habe. Vor allem die Abo-Gelder..
Bin gespannt was damit geschehen ist, ich vermute nichts gutes...
Aber dass sich in so kurzer Zeit durhc Gönner und Liga-Konkurrenz 500k auftreiben lassen, stimmt mich positiv!