Auf Grund der aktuellen Vorkomnise auf unserer Welt hatten meine Frau und ich eine Diskussion über Religionen. Und uns beiden ist leider nix positives über Religionen eingefallen bzw. was sie der Menschheit gebracht hat. Eigentlich traurig, dass uns zum Thema Religion nur Machterhalt, rückärts gewand, Angst, Drohungen, Monopol auf Bildung, Missbrauch jeglicher Art etc. einfällt.
Weiß jemand was positives?
Bertrand Russell, nicht nur ein brillianter Denker sondern auch prominenter Atheist (schrieb u.a. das Buch "Why I am not a Christian") schreibt in seinem Magnus Opus "Die Philosophie des Abendlandes" im Kapitel über aristotelische Ethik:
"Wenn wir Aristoteles' ethische Einstellung mit unserer eigenen vergleichen, fällt uns, wie schon bemerkt, zunächst auf, dass er die menschliche Ungleichheit gelten lässt, was das moderne Empfinden abstösst. Nicht genug damit, dass nichts gegen die Sklaverei, oder die Überlegenheit der Gatten und Väter über ihre Frauen und Kinder eingewendet wird; es wird auch noch behauptet, dass das Beste für einige wenige bestimmt sei - für Menschen mit "Seelengröße" und Philosophen. Daraus scheint sich zu ergeben, dass die meisten Menschen hauptsächlich dazu da sind, einige wenige Herrscher und Weise hervorzubringen.
Kant behauptete dagegen, jedes menschliche Wesen trage seinen Zweck in sich, was man als Ausdruck einer durch das Christentum eingeführten Auffassung ansehen kann."