Solche Aussagen - "sehr brave Spieler" und "Roleplayers" - zipfen mich richtig an. Woher kommen diese Ausdrücke? Was ist mit "brav" gemeint?
"Fertige" Spieler zu erwerben ist vielleicht in der NHL oder in anderen High-Paid-Ligen möglich aber selbst da weiß man mittlerweile, dass man mit den Spielern menschlich gut umgehen muss, damit diese täglich ihre beste Leistung abrufen können. Das Teamlife wird durch einen demokratischen Prozess so optimiert, dass Vertrauen und Akzeptanz entsteht.
Wie oft haben wir gesehen, dass vermeintliche Wow-Spieler in gewissen Umfelder/Teams einfach nicht funktionieren (und umgekehrt!). Ein gutes Beispiel sind heuer in der NHL die Edmonton Oilers, die bis zum Trainerwechsel nur Punktelieferant waren - mit dem neuen Trainer, der ein neues Umfeld gestaltete, gab es dann diesen dramatischen (ich glaube) 17 Games-Winning-Streak. Jetzt werden einige sagen, dass der Vergleich mit der NHL hinkt. Möglicherweise. Aber es gibt viele andere Beispiele aus anderen Ligen und auch von anderen Sportarten.
Mein verwegener Schluss:
Da wir in der ICEHL zwei Wiener Teams haben, eines spielt in Wien - das andere ist bei den anderen Teams verstreut, bin ich überzeugt, dass es in der Bundeshauptstadt möglich ist, ein starkes Kernteam zusammenzustellen, dass konstant gute Leistungen abliefert. Ein entsprechendes Umfeld und eine langfristige Planung vorausgesetzt.
Rollenspieler erfüllen zumindest für mich eine, ihnen zugedachte Rolle mehr als passabel, können aber sonst keinen/wenig Input liefern. Richter und Maxa sind bspw. sehr wertvoll in Unterzahl im Back- und Forecheck. Wenn aber mal jemand ausfällt und die beiden Rücken auf, könnens zumeist nicht das Scoring abfangen das verloren geht. Grad bei Schneider, Nissner, TRaffl, Bischi, Ganahl habe ich persönlich das Gefühl, dass die sowas halt in jede Richtung schaffen und genau das macht für mich einen Topspieler aus. Weil Top können einfach nicht alle sein die oftmals genau 5 Minuten Eiszeit haben.