Alles anzeigenIch denke man müsste ganz anders an die Sache herangehen. Wie kann ich z.B. jüngere Spieler wie Lebeda, Erne, Metzler, ... längerfristig an den Verein binden? In dem ich ihnen die Möglichkeiten biete, sich stark zu verbessern. Dies gelingt nur durch individuelles Training mit einem klaren Ernährungsplan. Den Burschen muss klar gemacht werden, dass sie nur durch ihren vollen Einsatz und Willen ihr ganzes Potenzial ausschöpfen können. Man muss sie sozusagen zum Profi erziehen. Und das gelingt nur über einen längeren Zeitraum. Metzler ist nun 23 Jahre alt. Ihm muss klar sein, dass ein Wechsel zu einem anderen Verein jetzt nichts bringt. Außer ein paar Kröten mehr. Aber entwickeln wird er sich dort nicht. Wenn man ihm einen 3 - oder 4 Jahresvertrag anbietet in dem man ihm die Frühjahrs-Sommertrainings garantiert, die ihn körperlich und spielerisch auf ein höheres Level bringen. Siehe unsere Top Prospekts Rossi, Reinbacher, ... Auch sie mussten ein Individualtraining durchlaufen um sich noch besser für die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Und tun dies auch heuer wieder. Sie haben über das Frühjahrstraining 6 - 8 kg an Muskelmasse zugelegt. Dies wäre bei Metzler sehr wichtig, ist er doch eine Spieler der keinen Zweikampf scheut und am liebsten durch den Gegner durchlaufen würde. Er hat mit seinem 184cm 80kg. Doch er muss auf die 90kg hin. Dann ist er eine Waffe. Zusätzlich muss der Zug zum Tor mit dem Abschluss vermehrt trainiert werden. Dies stärkt sein Selbstbewusstsein und er traut sich dadurch mehr zu. Nach dem Vertragsende kann er dann immer noch wechseln, aber dann bleibt er nicht in Österreich sondern wechselt in die Schweiz. Und ich bin mir sicher, dass das möglich ist. Denn er hat alles was es braucht. Dann ist er der Ryan O`Reilly Österreichs
. Siehe auch Lebeda, ein Center mit sehr gutem FO und guten Händen. Leider fehlt wie bei Metzler noch die Physis. Mit 179cm und 71kg. Das passt nicht in einen Kontaktsport wie es das Eishockey nun mal ist. Er ist jetzt 21 und in 4 Jahren wäre er auch ein potenzieller Schweizlegionär, mit Lizenz natürlich. Ich stelle mir den Burschen mit 85 kg vor. Ein 1er oder 2er Center mit allem was sich ein Trainer wünscht. Und das Potential hat er, für mich keine Frage.
Die Individualtrainings kosten natürlich Geld, und das sicher nicht wenig. Aber hier ist das Beste nur gut genug. Falls einer der Auszubildenden früher aus dem Vertrag aussteigen will, muss er die Kosten prozentual mittragen. Oder der neue Verein übernimmt diese. Wie das auch in der Privatwirtschaft gemacht wird. Dort muss ein Mitarbeiter dem Unternehmer versichern, dass er dem Betrieb erhalten bleibt und nicht nach den Kursen oder Weiterbildungsseminaren gleich wieder weiterzieht. Sonst muss er die Kosten tragen. Ganz einfach.
Aber das Allerwichtigste ist es den Burschen klar zu machen, dass sie nur so zu besseren Spielern werden. Wenn du das nicht machst bleibst du halt stecken und kommst aus den Bottom Six nie heraus. Leider wird den Burschen viel zu spät klar gemacht, was einen guten Eishockeyprofi ausmacht. Das sind Disziplin und die ständige Bereitschaft sich weiterzuentwickeln. Und da haperts bei uns in Österreich ganz gewaltig. Man sieht wie viele von unseren Talenten stecken bleiben, weil ihnen eben auch keine Perspektive geboten wird. Das gemeinsame Training ist gut und recht, aber wenn ich noch Defizite habe muss ich diese individuell trainieren um dann stärker ins Mannschaftstraining einsteigen zu können.
Und das gilt nicht nur für die Jüngeren. Ich sehe bei Spannring noch sehr viel Potenzial. Er ist jetzt 33 und hat sicher noch 3 - 4 Jahre im Profieishockey vor sich. Wenn er denn an sich arbeitet. Und da geht es eben in die andere Richtung. 3 - 5 kg runter und 6 Tage in der Woche auf dem Rad. Konditionstraining bis zum Niederknien. Denn das war meiner Meinung nach heuer sein größtes Manko, er war eben immer den berühmten Schritt zu spät. Alles andere beherrscht er, das braucht er nicht mehr zu lernen. Er muss nur wieder spritziger werden und dann werden seine Checks auch wieder zielgenau sein und nicht auf der Strafbank enden.
Wir haben ja Fachleute vor Ort, wie das Beispiel Rossi verdeutlicht.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
puuh so viel Text.. ich kürze ab, Lebeda keine Chance in der ICE (da nützen auch 15 Kilos nix) und Metzler für mich überbewertet. Nur weil einer immer vollen Einsatz zeigt und schnell ist, macht ihn das nicht zu einem Talent. Sein Spiel mag engagiert sein und für die Zuschauer vermeintlich gut, aber über eine 3. Linie wir er nicht hinaus kommen. Er soll dorthin gehen wo er das meiste Geld verdient, so lange er es noch kann.