Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Heimatverein vom Europameister zum Absteiger aus der ersten Liga wurde, um dann wieder in die 3. 23 verlorene Jahre außerhalb der Premier League. Das war das Ende. Der Schmerz. Die Traurigkeit. Die Menschen gaben auf. Wenn wir trotzdem ins Stadion gingen, wurden wir als verrückt bezeichnet. Wir lebten eine sinnlose Hoffnung. Aber es tut mir leid, ich werde es für Feldkich-Eishockey wieder tun.
Jössas... welch Dramaturgie. "Wir" hatten auch in der zweiten Liga, mit der - sozusagen - "Nachfolge-VEU" unseren Spaß. Viele Derbies mit gut besuchten Hallen. Auswärtsfahrten in den Bombentrichter nach Alberschwende, Bengalos im Schnee. Rückenschmerzen auf den Stehplätzen in Lustenau und die beiden Titel. Klar, nichts im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren. Vom Niveau nicht zu vergleichen mit dem, was die letzten Jahre wieder geboten wurde.
Ich bin froh, wenn man in Feldkirch in der höchsten Spielklasse mitwirken kann. Noch glücklicher wäre ich, wenn sich die finanzielle Last langfristig auf mehrere starke Schultern verteilen würde. Dieses Gewürge von Jahr zu Jahr kann ja nicht die Lösung sein.
Und seien wir uns ehrlich: Selbst mit einer sehr guten Saison würden die Sponsoren nicht Schlange stehen. Daher wieder meine Frage: Wohin soll die Reise langfristig gehen?
Wer sein Seelenheil hingegen ausschließlich in der ersten Liga findet (und alles andere als verlorene Jahre sieht), der könnte bald wieder im Tal der Tränen Schmerz, Traurigkeit und sinnlose Hoffnung erleben ![]()