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Sport
04. 06. 2019
In der Minderheit
Die österreichischen Klubs wurden beim Forum der Alps Hockey League niedergestimmt.
Schwarzach Mit Linz und Wien starten zwar zwei neue österreichische Mannschaften in der Alps Hockey League durch. Trotzdem ist der heimische Verband gegenüber den Teilnehmern aus Italien (8) und Slowenien (2) in der Minderheit. Was man bereits beim Forum am Wochenende in Salzburg, dem ersten Treffen der Klubs, zu spüren bekam. „Die Slowenen und Italiener haben gepackelt, wir ziehen den Kürzeren“, sagt Feldkirchs Geschäftsführer Michael Lampert. Es ging um den Spielplan, bei dem der österreichische Vorschlag mit 9:10 abgelehnt wurde. „Wir wollten regionale Runden mit Derbys spielen, um mehr Zuschauer in die Hallen zu bekommen und wirtschaftlich besser arbeiten zu können. Das hat die aber nicht interessiert“, verweist er auf das Abstimmungsverhalten der Italiener und Slowenen. „Ich kann es verstehen, dass man einen sportlich wertvollen Modus will. Aber es sind nicht nur Farmteams wie Salzburg oder Wien in der Liga, wir müssen auch den finanziellen Standpunkt verstehen und berücksichtigen. Ich wollte die Problematik im Vorfeld mit unseren Klubs besprechen, fand aber kein offenes Ohr.“
Beim EHC Lustenau ist man über die neu entstandenen Mehrheitsverhältnisse ebenfalls wenig begeistert. „Da fühlt man sich ganz schön überfahren“, sagt Präsident Herbert Oberscheider, der beim Forum von Werner Alfare und Stefan Wiedmaier vertreten wurde. „Sterzing und Mailand waren beim Forum gar nicht vertreten, trotzdem wurde der Beschluss mit ihren Stimmen gefasst.“
Vorsitz geht an Slowenien
Die 19 Teilnehmer der Alps Hockey League 2019/20 spielen im Grunddurchgang eine Hin- und Rückrunde, gefolgt von einem Play-off der Besten. „Wir werden wohl künftig bei allen Abstimmungen den Kürzeren ziehen“, fürchtet Lampert. Für die nächsten drei Jahre übernahmen die Slowenen den Vorsitz in der AHL, anschließend folgen die Italiener für eine ebenso lange Periode. „Da könnten schwere Zeiten auf uns zukommen.“
Der ÖEHV muss sich jetzt Gedanken machen, wie er den österreichischen Titel in der Alps Hockey League ausspielen will. „Da müssen die Länderspielpausen genützt werden, am Ende sind wir wieder bei 45 Spielen oder mehr.“ Auch Oberscheider ist auf den neuen Spielplan gespannt: „Das könnte brutal werden. Man wird einen breiten Kader mit fünf Sturmlinien benötigen. Da heißt es Mut zeigen und junge Spieler einsetzen.“ VN-ko
Da haben einige auf allen Seiten nicht verstanden, wie eine länderübergreifende Liga funktioniert. Nämlich, dass man nicht als Österreicher, Italierner und Slowene abzustimmen hat, sondern als Teilnehmer einer gemeinsamen Liga. Außerdem scheint man speziell im Ländle nicht ganz kapiert zu haben, wie das funktioniert mit der Demokratie. Wenn die Mehrheit nicht will, dann hat das nichts mit "packeln" zu tun - im Übrigen liest sich das so, als hätten die österreichischen Clubs ja ebenso "gepackelt".
„Wir werden wohl künftig bei allen Abstimmungen den Kürzeren ziehen“, fürchtet Lampert. (...) „Da könnten schwere Zeiten auf uns zukommen.“
Warum? Wenn er gute Argumente für irgendwelche Vorhaben hat, dann werden sich doch Verbündete finden lassen, ob die jetzt in Slowenien oder Italien sitzen. Oder sind das für die Spezialisten aus Vorarlberg die Bloßfüßigen, die gefälligst der Eishockeygroßmacht Österreich zu folgen haben. Hört sich jedenfalls so an und dann muss man sich nicht wundern, wenn einem keiner zuhören will.
Der ÖEHV muss sich jetzt Gedanken machen, wie er den österreichischen Titel in der Alps Hockey League ausspielen will.
Ja wozu denn überhaupt? Sollen sie das halt bleiben lassen, wenn's zu viele Spiele werden.