Die Rotjacken achten ganz genau auf alle Tricks.
Gespannt wartet der KAC auf seinen Finalgegner. Am Samstag kämpft Salzburg in Bozen gegen das Saisonende. Haudum spricht über italienische Tricks, Tendenzen und den Abschied aus Klagenfurt.
Vielleicht ist es dieses bestimmte Fingerspitzengefühl, das den KAC eine bis dato so erfolgreiche Saison beschert hat. Denn die ursprünglich definierten Ziele, so ist es aus dem Rotjacken-Innersten zu vernehmen, wurden längst übertroffen. „Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe“, wird vom überlegenen Grunddurchgangssieger Understatement betrieben. Das Wohlfühl-Ambiente wird daher weiterhin gehegt und gepflegt. Freie Tage im Play-off wären in den vergangenen Jahren undenkbar gewesen. Die Trainer Kirk Furey/David Fischer gewährten ihren Schützlingen hingegen gleich zwei.
Und auch bei der Rückkehr wurde nicht sofort das Gaspedal durchgedrückt. „Eine Einheit zum Eingewöhnen und ab Samstag werden wir ein bisschen die Kämpfe untereinander forcieren“, zeichnet KAC-Play-off-Topscorer Lukas Haudum vor, der bislang überzeugende Vorstellungen abgeben konnte. Drei Tore und acht Assists lautet seine Ausbeute. Richtig stark präsentierte er sich seit der Rückkehr von Kollegen Raphael Herburger.
Dass die möglichen Final-Gegner Bozen bzw. Salzburg nicht aus den Augen gelassen werden, bestätigt auch der KAC-Stürmer. Natürlich sehe man sich die Semifinal-Duelle an, so Haudum. Welche Erkenntnisse das fünfte Spiel geliefert habe? „Salzburg wirkt äußerst stabil, hat mehr Spielanteile. Aber in dieser Partie ist alles für Bozen gelaufen. Bitter für Salzburg, dass die Schiedsrichter etwa auf die Schwalbe von Digiacinto hereingefallen sind“, hält der Rotjacken-Akteur fest und spricht aus Erfahrung. „Ähnliches hat er schon bei mir gemacht.“
Salzburgs Kampf mit Destruktivität
Bozen jedoch bleibt erwiesenermaßen ein gefährliches Play-off-Team. Die gestandenen Verteidiger der Italiener verfügen über physische Vorteile. Und Salzburg kämpft wie beim 2:3 zuletzt mit der destruktiven, und doch kaltschnäuzigen Spielweise. Mehr Torschüsse oder Torchancen bedeutet vor allem gegen Bozen keineswegs, tatsächlich als Sieger das Eis zu verlassen. Am Samstag könnten die Füchse in der heimischen Palaonda den Finaleinzug fixieren (18 Uhr, Puls24 live).
Zurück zum KAC: Die Rotjacken können aus personeller Sicht praktisch aus dem Vollen schöpfen. Johannes Bischofberger steigt am Samstag wieder ins Training ein. Und Haudum zeigt sich bereit für weitere Großtaten. „Ich sehe mich schon als Play-off-Spieler, möchte in dieser Phase zulegen. Und natürlich um sich gut aus Klagenfurt zu verabschieden. „Ich gebe alles, bin dankbar für die Zeit beim KAC und vor allem den Fans gegenüber wie den ‚Rude Boys‘, die auch bei den Auswärtspartien dabei sind. Da sind ein paar echt feine Leute dabei. Vielleicht kann ich mit meinen Leistungen jetzt noch etwas zurückgeben.“
Übrigens: Nash Nienhuis, Sohn von KAC-Legende Kraig Nienhuis dürfte ab kommender Saison für die Roten Bullen die Eisschuhe schnüren. Der 24-jährige Verteidiger und Kapitän der Michigan State/NCAA hat sich erst vor wenigen Tagen mit einem Derbysieg gegen University of Michigan in Szene gesetzt. Aktuell finden in der US-College-Liga die Play-offs statt. Der Spittaler Luis Lindner hat diese mit New Hampshire allerdings verpasst.
Quelle: Kleine Zeitung/Martin Quendler