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Wo kann man wirklich gesundes Brot kaufen – Erfahrungen?

  • Pucki
  • 18. Juni 2026 um 11:39
  • Patman
    Forumsdepression
    • 29. Juni 2026 um 10:24
    • #51
    Zitat von Pucki

    aber an der Qualität an sich, kann es ja nicht mehr liegen.

    Discounter Brote oder auch bei Ketten sind halt maschinell am Fließband gefertigt, während Brote von Öfferl oder Joseph noch per Hand gefertigt sind.

    Edel-Brot aus Österreich - ehrlich teuer?
    Brot gibt es zum Schleuderpreis ebenso wie als Luxusspeise. Neun bis zehn Euro für einen Kilo Biobrot ist heute schon ein gängiger Preis im oberen Segment.…
    on.orf.at
  • VincenteCleruzio
    un galant´omu
    • 29. Juni 2026 um 11:00
    • #52

    Den größten geschmacklichen Unterschied vor allem bei Sauerteigbroten neben der Qualität der Mehle (gute Biomehle sind teurer) und dem Verzicht auf Hilfsmittel (Hefen, Enzyme usw) macht die "Führung" des Teiges aus. Je langsamer der Sauerteig reifen darf, desto geschmacklich besser wird das Brot. Und da reden wir jetzt nicht von ein paar Stunden auf oder ab, sondern von Tagen, bis der Teig "reif" ist und bis gebacken werden kann.

    Auch das ist ein Kostenfaktor, weil der Bäcker mehr Platz für die Sauerteigwannen in (gekühlten) Räumen braucht. Der in kleinen Dorfbäckereien oft gar nicht vorhanden ist, weshalb dort, als sich die Kunden nicht mehr mit nur ein, zwei Brotsorten zufrieden gegeben haben, die traditionelle Sauerteigbrotproduktion zugunsten der weniger zeitraubenden Produktion von mehreren Brotensorten aus industriell hergestellten "Fertigteigmischungen" mit Backhilfsstoffen ohne Ende aufgegeben worden ist (was mich dann zur Eigenproduktion veranlasst hat).

  • orli
    weiß/alt/toxischMann
    • 29. Juni 2026 um 12:33
    • #53

    Ist schon ein Unterschied, auch bei den Inhaltsstoffen ob ein Brot vom Bäcker meines Vertrauens in Handarbeit nach uralten Rezepten gemacht wird, oder Teiglinge aus Großproduktionen gefroren geliefert und dann aufgebacken werden.

    Gutes Beispiel für mich, Baguette von einem französischen Bäcker ist am nächsten Tag hart. Beim Hofer kaufst eines das bleibt fast eine Woche weich. Ok übertreiben aber sicher 3 Tage.

    woran das wohl liegt?

  • VincenteCleruzio
    un galant´omu
    • 29. Juni 2026 um 14:24
    • #54

    In "Fronkreisch" wird Baguette (traditionell aus Weizensauerteig und leichtgewichtige Stangen zu 250 Gramm) mit sehr hohen Temperaturen drei Mal am Tag gebacken, weil es frisch am besten schmeckt und keinen Tag überleben muss: zum Frühstück mit Butter und Konfitüre und/oder zum Einitunken in den Milchkaffee, z'Mittag zur Begleitung der Hauptspeise und zum Aufwischen der kostbaren Sauce der Hauptspeise; und auf'd Nacht als Unterlage für Wurst, Gänseleberpastete und Käse.

    Laut "Décret Pain" (1993) darf es, wenn es, wie eigentlich eh immer, als "baguette de tradition (française)" angepriesen wird, nur aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe/Sauerteig hergestellt worden sein; Konservierungs- und andere Stoffe sind ebenso verboten wie Einfrieren und Aufbacken. Und es muss in der Region gebacken worden sein, in der es verkauft wird: So geht Schutz vor der industriellen Herstellung von Brot.

    Daher bekommt man selbt bei Diskontern wie LIDL immer "frisches" Baguette. Das Baguette, das bei uns vom LIDL usw verkauft wird, würden in "Fronkreisch" nicht einmal abgesandelte Sandler kaufen, ja, auf dessen Verkauf stünde die Todesstrafe, wenn sie nicht abgeschafft worden wäre.

    Andere Brotsorten freilich sind in Frankreich kaum zu finden.

  • ToniZamboni
    EBEL
    • 29. Juni 2026 um 20:41
    • #55
    Zitat von Pucki

    Ich hab halt oft ein Problem wenn man vermitteln möchte, es muss immer teuer sein weil sonst ist es schlechte Qualität. Das ist ja nur eine Rechtfertigung einiger um ihre Preise zu rechtfertigen. Wir nehmen dann zu oft und schnell an, na das muss ja besser sein, ist ja teurer. Dabei ist e shalt oft nur die "Marke" die wir dann wirklich bezahlen.

    Manchmal ist es sogar tatsächlich so, dass sich ein Produkt besser verkauft, wenn es mehr kostet, da die Zielgruppe dafür genau das von dir angesprochene "es muss ja teuer sein, damit es gut und gesund sein kann" im Kopf hat. Der Preis entsteht eben immer zwischen Angebot und Nachfrage - und auch wenn es komisch klingt steigt die Nachfrage manchmal entgegen der Logik mit dem Preis mit.

  • Elliot
    elliot
    • 2. Juli 2026 um 12:42
    • #56

    Weißbrot find ich allgemein einfach nur unpraktisch im Alltag. Schnell hart und auch nicht wirklich nahrhaft, da hab ich nach einer Stunde wieder Hunger. Im Frankreichurlaub wiederum 2 Wochen von frischem Baguette ernähren ist kein Problem, aber Urlaub ist ja immer was anderes. Bin auch komplett weggegangen vom Weckerl Kaufen, bei mir gibts nur mehr Brot, Preis ist besser und Haltbarkeit auch.

    Zitat von Pucki

    Ich hab halt oft ein Problem wenn man vermitteln möchte, es muss immer teuer sein weil sonst ist es schlechte Qualität. Das ist ja nur eine Rechtfertigung einiger um ihre Preise zu rechtfertigen. Wir nehmen dann zu oft und schnell an, na das muss ja besser sein, ist ja teurer. Dabei ist e shalt oft nur die "Marke" die wir dann wirklich bezahlen.

    ja ich zahl auch nicht gern einen fetten Aufpreis, weil irgendeine Marke draufsteht, aber vielleicht gibt es bis zu einem gewissen Punkt dann doch Unterschiede, die das rechtfertigen? Für mich wäre das nichts, muss einfach auch auf den Preis achten, aber wenn die Qualität dann wirklich heraussticht, warum nicht. Anstellen mag ich mich beim Bäcker auch nicht, aber manchen ist es das wert und ich verstehe es schon. Muss ja auch nicht immer um Effizienz gehen, wenn man dann wirklich Freude hat.

  • VincenteCleruzio
    un galant´omu
    • 2. Juli 2026 um 13:14
    • #57
    Zitat von DennisMay

    VincenteCleruzio

    Probier mal das Tiroler Roggenbrot vom Ruetz kostet EUR 4,70.

    Danke für den Tipp, den ich schon weitergegen habe, weil dieses Kastenbrot ist wirklich gelungen.

    Geschmack: leicht säuerlich, kräftiger Roggengeschmack (Vollkornmehl), keine Brotgewürze. Krume locker, sehr saftig. Kruste dünn.

    € 4,70 für 750 Gramm macht € 6,27 fürn Kilo.

    Einmal editiert, zuletzt von VincenteCleruzio (2. Juli 2026 um 13:42)

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