Voi schade um diesen tollen Sport! Aber die Rennen mit diesen komplett hochgezüchteten Maschinen, wo keiner mehr unter normalen Umständen knapp nachfahren oder überholen kann, sind langweiliger als die F1-Rennen.
Und das sagt ein langjähriger Fan, der schon Doohan und Schwantz regelmäßig zugeschaut hat.
Es schaut zumindest derzeit so aus als ob die Fahrer von Honda und Yamaha wieder wettbewerbsfähige Bikes von ihren Herstellern gestellt bekommen. Dadurch wird es auch für KTM enger in den Top 10 und wie lange sie sich bzw. deren Eigentümer die Moto-GP noch leisten wollen wird man auch sehen.
war grad mal ein rennwochenende, wo ducati nicht dominant war. glaub heuer kann man nimmer damit rechnen, dass andere ernstzunehmend wettbewerbsfähig werden. und silverstone ist sowieso speziell
war grad mal ein rennwochenende, wo ducati nicht dominant war. glaub heuer kann man nimmer damit rechnen, dass andere ernstzunehmend wettbewerbsfähig werden. und silverstone ist sowieso speziell
Ich bin ja schon zufrieden wenn ich am Horizont Lichter dafür sehe
Analyse von Alex Hofmann: Ein naiver Pedro Acosta und (k)eine Zukunft in der Stadt
Analyse. Vor dem Saisonstart analysiert Ex-Rennfahrer und ServusTV-Experte Alex Hofmann die heißesten Themen der MotoGP. Der Deutsche sieht eine ähnliche Spielwiese und trauert einem Rennen nach.
ServusTV-Experte Alex Hofmann analysiert die MotoGP
Alex Hofmann
27. Februar 2026, 0:30 Uhr
Die Spielwiese in der MotoGP sieht 2026 ähnlich aus wie im Vorjahr – heuer kommt es deshalb vor allem darauf an, wie fit die Spieler darauf sind. Denn die Kräfteverhältnisse sind im letzten Jahr des aktuellen Reglements gleich geblieben, bei den Motoren und Bikes hat sich nicht allzu viel getan. Deshalb richten sich alle Blicke erneut auf Weltmeister Marc Marquez. Der Spanier ist noch nicht bei 100 Prozent und wird es vielleicht auch am ersten Renntag in Thailand nicht sein. Er weiß aber mit all seiner Routine ganz genau, wie lange so eine Saison dauert und das wird ihm helfen. Die anderen sollten sich also nicht allzu große Hoffnungen machen, da er keine großen Schwächen hat, wenn er unverletzt bleibt. Für Marc Marquez ist es eine wichtige Saison, da er die Motivation hat, endlich seinen großen Rivalen Valentino Rossi an Titeln zu übertreffen. Beide halten derzeit bei sieben Weltmeisterschaften. Dieses Ziel zu erreichen, ist sicher der große Motivationsmotor. Es wird auch interessant zu sehen sein, wie konsequent und entschieden er an diese Sache herangeht. Es ist seine Chance, endlich endgültig aus dem Schatten Rossis herauszutreten.
Dahinter könnte es durchaus spannend werden. Ich würde Pecco Bagnaia nicht abschreiben, da er im Vorjahr weit unter seinen eigenen Erwartungen geblieben ist. Aprilia war im Vorjahr richtig stark und hat mit Marco Bezzecchi einen starken Fahrer unter Vertrag. Vielleicht erstarkt auch ein Jorge Martin wieder, da muss man aber abwarten, wie fit er körperlich und mental ist und ob ein Wechsel im Raum steht. Wenn bekannt wird, dass Martin 2027 fix für ein anderes Werk fahren wird, setzt Aprilia wohl voll und ganz auf Bezzecchi. Den größten Schritt hat Honda gemacht, die mit einem widererstarkten Joan Mir gefährlich werden könnten.
Was macht Pedro Acosta?
Bei KTM sind alle Augen auf Pedro Acosta gerichtet. Der Rennstall wird sich mit Aprilia um die Rolle der Nummer zwei matchen. Trotz der angespannten Situation in Mattighofen haben sie viele neue Teile gebracht und mit dem Design gespielt. Oftmals haben ja nur ein paar Zehntelsekunden gefehlt auf einen „Lucky Punch“. Wenn es gelingt, das Paket Acosta und RC16 auf jeder Rennstrecke um diese paar Zehntelsekunden schneller zu machen, dann steigt sicherlich die Fahrermotivation bei ihm. Acosta weiß dann, dass er nicht mehr alles riskieren muss, um dabei zu sein. Das könnte in einer Aufwärtsspirale enden.
Doch nicht nur das Verfolgerrennen dürfte spannend werden, sondern auch das Fahrerkarussell. Es wird bereits am Anfang der Saison Entscheidungen geben. Dabei steht und fällt alles mit Marc Marquez und seinen Zukunftsplänen mit Ducati. Es traut sich wohl keiner mehr, an der Seite des Spaniers zu fahren – außer vielleicht eben ein Pedro Acosta, der noch die naive Motivation besitzt, dass er ihn auf demselben Bike schlagen kann. Wenn man sich einigen kann, gibt es keinen anderen, der sich das zutraut.
MotoGP schlägt in Adelaide auf
Eine Entscheidung, die bereits gefallen ist, sorgte für ein weinendes Auge bei mir. Phillip Island verschwindet ab der kommenden Saison aus dem Kalender und somit eine Rennstrecke, die jeder Fahrer in seinen Top-3 hatte. Die Location dort ist der Wahnsinn und es macht unglaublich großen Spaß, dort zu fahren. Die Zuschauerzahlen waren aber in den letzten Jahren überschaubar bis katastrophal. Nachdem das Produkt MotoGP teuer verkauft wurde, will Liberty Media damit Geld verdienen, also ergibt ein Stadtrennen in der 1,5-Millionen-Einwohner-Metropole Adelaide schon Sinn. Ein Stadtkurs hört sich verdammt schlimm an für MotoGP-Fans, aber es handelt sich ja nicht um eine Stadt wie Salzburg oder Wien. In Adelaide gibt es große Parks und sie werden dort viel umbauen müssen, um es ähnlich wie in Melbourne mit der Formel 1 zu machen. Ich bin offen dafür und nur weil es in Adelaide machbar ist, heißt es nicht, dass auch in Monaco oder Singapur in Zukunft gefahren wird. Das wird nie der Fall sein.