Die Mitglieder der Bergrettung arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich, aber die Einsätze werden trotzdem verrechnet...und zwar mit einem einheitlichen Stundensatz pro Mann.
Das soll laut ORF Oberösterreich von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. In OÖ wird (2024) von der "Bergrettung OÖ" pro Stunde Einsatz - egal wie viele Bergretter mitgewirkt haben - 460 Euro verrechnet, bei schwierigen Einsätzen (zB in der Nacht) das Doppelte, also 920 Euro.
In Salzburg dagegen pro Retter und Stunde ( "Die Kosten für einen Einsatz betragen ab 1.1.25 58,50 € pro Mann/Frau pro Stunde; Mindestsatz 315,00 €" {= also zB auch bei einem Einsatz mit 1 bis 6 Mann, der nur 1 Stunde gedauert hat, ein "Pauschale"}).
In Tirol kosten laut ORF Tirol (2025) "kleinere Einsätze mit bis zu drei Bergrettern" "knapp 300 Euro brutto". "Bei vier bis 15 Rettern sind es knapp 600 Euro und ab 16 Rettern sind es 1180 Euro brutto die Stunde. Bei großen Rettungs- oder Suchaktionen, die sich über Tage ziehen, können die Kosten in den fünfstelligen Bereich gehen, 25.000 Euro übersteigen sie aber nie. Mehr werde von der Bergekostenversicherung, die von der Bergrettung angeboten wird, nicht gedeckt.
Solche großen Einsätze wurden 2025 bisher 30 Mal verrechnet. Im Vergleich dazu gab es 1.500 Einsätze mit der kleinsten Pauschale. Ob jemand fahrlässig einen Einsatz auslöst, mache in einigen Fällen bei der Versicherung, aber nicht bei der Bergrettung einen Unterschied. „Wir nehmen keine Wertung vor“, sagt der Bergrettungs-Finanzreferent Maximilian Riml gegenüber dem ORF Tirol".