Zum Thema Berge und Lawinen der Kommentar von Marco Witting aus dem heutigen TT am Morgen Newsletter, den ich sehr passend und gut finde:
Am Freitag ging es an dieser Stelle über Freud und Leid am Berg.
Leider war das Verhältnis am Wochenende ungleich verteilt. Freitag. Samstag. Sonntag. Lawinen, Verletzte, Menschen, die unter den Schneemassen starben. Dazu Retter und Helfer im Dauereinsatz, die sich oft selbst in höchste Lebensgefahr begaben. Und warum? Aus Unwissenheit? Leichtsinn? Dummheit? Egoismus? Einem Mix aus allem?
Dass das Land sogar zwei Mal einen AT-Alert ausschickte, zeigt zwei Dinge. Wie ernst und schwierig die Lage einerseits war und ist. Und dass es wohl nicht ausreicht, dass es ein umfassendes Warn- und Informationssystem und so etwas wie Selbstverantwortung gibt.
Und noch ein besorgniserregendes Zeichen unserer Zeit gefällig? Wer dann im Internet, auch auf unserer Seite, Kommentare liest, man solle doch die Menschen nicht mit derartigen Warnungen belästigen, der beginnt zu zweifeln, dass wir noch in einer Gemeinschaft leben, die diesen Ausdruck verdient. Aber: Natürlich gibt es auch die überwiegende Mehrheit, jene, die sich an Warnungen halten und derartige Maßnahmen verstehen und auch gutheißen.
Auch gestern mussten Retter wieder ausrücken. Und die Helfer, diese stillen Helden unserer Gemeinschaft, werden wohl auch in den kommenden Tagen gefordert sein. Unnötig oft, möchte man dazusagen. Denn die Lage auf den Bergen bleibt schwierig und gefährlich.