Musste lachen.
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Trump bei der Millionenshow
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Das sieht hier zwar lustig aus, hat aber einen bedeutsamen und besorgniserregenden Hintergrund: Nämlich dass Google dermaßen auf Kommerz programmiert ist, dass nicht die besten Ergebnisse angezeigt werden, sondern dass die Resultate auf Konsumoptimierung ausgerichtet sind, was vor allem der Umwelt schadet. Und damit mein ich nicht die als Werbung markierten Suchresultate (wie am Bild), sondern dies betrifft die allgemeinen Google Resultate.
Siehe z.b.:
Haider & Rödl: Google Search and the creation of ignorance: The case of the climate crisis https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/20539517231158997Bonmot am Rande: Brin und Page, die Gründer von Google, haben es ursprünglich abgelehnt, ihre Suchmaschine mittels Werbung zu monetarisieren, weil, wie sie in einem wissenschaftlichen Artikel 1998 selbst geschrieben haben, dies zu einem Bias der Suchresultate führen würde und damit die Qualität der Suchmaschine reduziert. Wie wir heute wissen hat der Kommerz gesiegt.
Siehe Appendix A in Brin & Page: The anatomy of a large-scale hypertextual Web search engine http://ilpubs.stanford.edu:8090/361/1/1998-8.pdf
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naja, ein cup der von der fa. stanley erzeugt wird, heisst halt auch mal stanley cup

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naja, ein cup der von der fa. stanley erzeugt wird, heisst halt auch mal stanley cup

Ja, ist ja auch nicht falsch, gezeigt wird es aber offenbar vor der Trophäe, die sicher mehr Bekanntheit hat.
Es gibt mehre Studien die belegen, dass Google keine neutralen Ergebnisse liefert, dass es nicht darauf programmiert ist, Informationen neutral oder nach wissenschaftlichem Kenntnisstand zu sortieren (siehe zB verlinkter Artikel oben), sondern in erster Linie programmiert ist, Konsum anzukurbeln. Dessen sollte man sich stets bewusst sein, wenn man solche Werkzeuge verwendet.
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das ist doch nichts neues. des geht schon locker zehn bis fünfzehn jahre so.
wenn ich anfang bis mitte der 2000er eine problemlösung z.b. für meinen mac gesucht habe, dann kamen in erster linie foren die sich mit der materie beschäftig haben als treffer. jetzt hast mal mindestens 10 seiten nur kommerzielle angebote zur lösung deines problems. ein forum wo sich leute über diverse lösungen des problems unterhalten, kommen ganz weit hinten. besser du weißt nach welchem forum du suchst, bzw. macht das die ki für dich.
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Ja, ist ja auch nicht falsch, gezeigt wird es aber offenbar vor der Trophäe, die sicher mehr Bekanntheit hat.
Das glaube ich (leider) nicht mehr, zumindest bei Leuten unter 40 und über die ganze Bevölkerung hierzulande gesehen. Einige ArbeitskollegInnen (6-7 von 60) von mir haben einen Stanley Cup und der Rest der Firma kennt diesen zu 99%, aber es kennen nur 2 (ich und eine Kollegin) den wahren Lord Stanley.
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das ist doch nichts neues. des geht schon locker zehn bis fünfzehn jahre so.
wenn ich anfang bis mitte der 2000er eine problemlösung z.b. für meinen mac gesucht habe, dann kamen in erster linie foren die sich mit der materie beschäftig haben als treffer. jetzt hast mal mindestens 10 seiten nur kommerzielle angebote zur lösung deines problems. ein forum wo sich leute über diverse lösungen des problems unterhalten, kommen ganz weit hinten. besser du weißt nach welchem forum du suchst, bzw. macht das die ki für dich.
Wer zahlt schafft an! Wenn du als Firma zahlst, wirst in der Suche vorgereiht, ist aber schon einige Jahre so.
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meine jungen arbeitskolleginnen dachten neulich beim kaffeegespräch gleich an die riesen kaffeebecher beim begriff stanley cup
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das ist doch nichts neues. des geht schon locker zehn bis fünfzehn jahre so.
wenn ich anfang bis mitte der 2000er eine problemlösung z.b. für meinen mac gesucht habe, dann kamen in erster linie foren die sich mit der materie beschäftig haben als treffer. jetzt hast mal mindestens 10 seiten nur kommerzielle angebote zur lösung deines problems. ein forum wo sich leute über diverse lösungen des problems unterhalten, kommen ganz weit hinten. besser du weißt nach welchem forum du suchst, bzw. macht das die ki für dich.
Du hast damit völlig recht.
Ich wollte mit meiner Kritik auch weniger auf simples Ranking hinweisen, welches durch den Einsatz von Marketingbudgets erzielt wird, sondern vielmehr auf die strukturelle Manipulation kollektiven Wissens hinweisen.
Durch die kommerzielle Ausrichtung der Algorithmen tragen profitorientierte Suchmaschinen wie Google aktiv zur Produktion von Unwissen bei, indem marktfreundliche und kommerzialisierbare Inhalte gegenüber Informationen bevorzugt werden, die auch systemische Kritik beinhaltet würden. So kommt es zu einer Informationsverzerrung, in der Inhalte und Beiträge die den wissenschaftlichen Konsens oder Wissensstand repräsentieren würden, zurückgereiht, und damit schwerer zugänglich gemacht werden.
Das hat massive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, indem kollektives Wissens, welches zur menschlichen Sicherheit und zu einer demokratischen und nachhaltigen Entwicklung beitragen könnte, den kommerziellen Interessen weniger Konzerne untergeordnet wird.
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Sorry wenn ich da auch etwas ausschweifend werde, als Reaktion auf das Bild. Natürlich verstehe ich die Pointe. Nur, wenn ich an die gesellschaftliche Tragweite denke, die algorithmische Manipulationen durch Big Tech verursachen, dann bleibt mir leider das Lachen im Halse stecken.
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So kommt es zu einer Informationsverzerrung, in der Inhalte und Beiträge die den wissenschaftlichen Konsens oder Wissensstand repräsentieren würden, zurückgereiht, und damit schwerer zugänglich gemacht werden.
Das hat massive Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, indem kollektives Wissens, welches zur menschlichen Sicherheit und zu einer demokratischen und nachhaltigen Entwicklung beitragen könnte, den kommerziellen Interessen weniger Konzerne untergeordnet wird.
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Sorry wenn ich da auch etwas ausschweifend werde, als Reaktion auf das Bild. Natürlich verstehe ich die Pointe. Nur, wenn ich an die gesellschaftliche Tragweite denke, die algorithmische Manipulationen durch Big Tech verursachen, dann bleibt mir leider das Lachen im Halse stecken.
Die "Pointe" ist durchaus auch endzeitsarkastisch gemeint ("wir können zammpacken").
Katalysiert wird der ganze Prozess natürlich durch die Konsumgesellschaft selbst, indem die "neue Wahrheit" - KI gestützt und somit endlos - möglichst SEO gerecht in den digitalen Raum gestopft wird.
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Die Firma Stanley gibt es seit 1913. Die dürfen da unter den Werbeanzeigen mit ihrem Cup schon stehen

Und wer es nicht schafft Werbung auszublenden und zu den korrekten Ergebnissen zu scrollen, hat den Online Führerschein nicht geschafft und sollte nicht googeln sondern vielleicht duckduckgo nutzen. Dort ist der noch etwas ältere Lord Stanley respektvollerweise zuerst gelistet.
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So, des habe ich jetzt davon, dass ich Dein posting mit "google" gecheckt habe, ob es nicht doch ein "fake" ist.
Dreimal darfst raten, was mir jetzt die "Forumswerbung" auf den Bildschirm gezaubert hat. Mir, der ich Tee und Kaffee aus Porzellantassen trinke; und Wasser und Primitivo aus Gläsern bzw Glasflaschen. Noch nie wäre ich auf die Idee gekommen, mir so eine Kunststoffbombe mit Warm-/Kalthaltefunktion zuzulegen. Wozu auch.
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Wenn ich nicht wüsste, dass Lord Stanley keine Werbung notwendig hät, würde ich - in einem Eishockeyforum - sagen: "Aufglegt!".
Im Übrigen kann ich für all Jene, die meine moralische Integrität anzweifeln, eine gerechte Strafe nur goutieren.
Was mich allerdings wirklich verwundert ist, warum dieses scheinbar hoch erfolgreiche Unternehmen
a) noch nicht verklagt wurde und/oder
b) noch keine Kooperationsvereinbarung mit der NHL geschlossen hat, wonach die echte Trophäe bei der Übergabe an den Finalgewinner werbewirksam durch eine überdimensionale Version des neuen "Stanley Cup" ersetzt wird.
Wahrscheinlich ist der Plastikmüll nicht lebensmittelecht und kann den Profis nicht zugemutet werden, dass sie während der Siegesfeiern heraussaufen.
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Und wer es nicht schafft Werbung auszublenden und zu den korrekten Ergebnissen zu scrollen, hat den Online Führerschein nicht geschafft und sollte nicht googeln sondern vielleicht duckduckgo nutzen. Dort ist der noch etwas ältere Lord Stanley respektvollerweise zuerst gelistet.
In der Diskussion oben geht es explizit nicht um Werbung, sondern darum, welche Inhalte in den Suchergebnissen aufscheinen, und wie diese sortiert werden. Das ist für die meisten Menschen, die sich nicht mit der Thematik beschäftigen, alles andere als offensichtlich.
Dazu kommt, dass die digitale Kompetenz stetig abnimmt, wie man etwa an den ICILS Studien sehen kann. Der 2023 Report kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass in den OSZE Ländern die Hälfte der Jugendlichen um die 15 bei ihrer bei computer- und informationsbezogenen Kompetenz nur Stufe 1 oder darunter erreicht. Sie können also nur noch Routineaufgaben erledigen, aber die Vertrauenswürdigkeit digitaler Quellen nicht einschätzen. Überspitzt gesagt kann die Hälfte der Jugendlichen nur noch wischen und klicken.
Wenn wir diese Entwicklung mit dem programmatischen Verhalten der meistgenutzten digitalen Services (die von Big Tech kommen) kombinieren, können wir uns ausmalen, wo die Reise hingeht.
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In der Diskussion oben geht es explizit nicht um Werbung, sondern darum, welche Inhalte in den Suchergebnissen aufscheinen, und wie diese sortiert werden. Das ist für die meisten Menschen, die sich nicht mit der Thematik beschäftigen, alles andere als offensichtlich.
Dazu kommt, dass die digitale Kompetenz stetig abnimmt, wie man etwa an den ICILS Studien sehen kann. Der 2023 Report kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass in den OSZE Ländern die Hälfte der Jugendlichen um die 15 bei ihrer bei computer- und informationsbezogenen Kompetenz nur Stufe 1 oder darunter erreicht. Sie können also nur noch Routineaufgaben erledigen, aber die Vertrauenswürdigkeit digitaler Quellen nicht einschätzen. Überspitzt gesagt kann die Hälfte der Jugendlichen nur noch wischen und klicken.
Wenn wir diese Entwicklung mit dem programmatischen Verhalten der meistgenutzten digitalen Services (die von Big Tech kommen) kombinieren, können wir uns ausmalen, wo die Reise hingeht.
In einer Zeit wo sogenannte Zeitungen nur Populismus verbreiten und Zentren der Gesundheit mit schwindligen gekauften Artikeln Leute in die Irre führen, finde ich das Thema Suchmaschinenranking ziemlich nebensächlich. Es kommt wohl auf dasselbe raus wie du es meinst.
Wer die Ergebnisse nicht selbst einordnen kann, sollte eben zu einem Profi gehen oder zu einem Buch greifen.
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meine jungen arbeitskolleginnen dachten neulich beim kaffeegespräch gleich an die riesen kaffeebecher beim begriff stanley cup
oder an nen cup cake
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Mir, der ich Tee und Kaffee aus Porzellantassen trinke; und Wasser und Primitivo aus Gläsern bzw Glasflaschen. Noch nie wäre ich auf die Idee gekommen, mir so eine Kunststoffbombe mit Warm-/Kalthaltefunktion zuzulegen. Wozu auch.
sehe ich genauso. es braucht gar keiner auf die idee zu kommen, mir den kaffee in nem becher zu servieren. solange es porzellantassen oder von mir aus steingut gibt, renn ich lieber mit der benutzten tasse zurück in die kantine um sie dort abzugeben. bei alk in der halle mach ich mal ne ausnahme, aber sonst sicher kein plastikbecher.
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oder an nen cup cake
.die Älteren erinnern sich noch an "two girls one cup". Ich wollte es nicht erwähnen, aber junge Arbeitskolleginnen und Kaffeebecher haben getriggert. Disclaimer: nicht googeln, es könnte einem den Magen umdrehen

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- Offizieller Beitrag
Wie wir heute wissen hat der Kommerz gesiegt.
Also die meisten Menschen wissen das nicht erst seit heute

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Host an Boat, brauchst kan Schal, optimal!
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In einer Zeit wo sogenannte Zeitungen nur Populismus verbreiten und Zentren der Gesundheit mit schwindligen gekauften Artikeln Leute in die Irre führen, finde ich das Thema Suchmaschinenranking ziemlich nebensächlich. Es kommt wohl auf dasselbe raus wie du es meinst.
Wer die Ergebnisse nicht selbst einordnen kann, sollte eben zu einem Profi gehen oder zu einem Buch greifen.
Eine kurze Replik noch zu deinen 2 Punkten, denen ich nicht zustimme:
1. Digitale Medien eröffnen ganz neue Möglichkeiten der Manipulation, die sich mit konventionellen Medien wie linearem TV oder Zeitungen in keinster Weise vergleichen lassen: Neue Medien ermöglichen bisher unerreichte Ansammlungen an persönlichen Daten, deren Analyse es erlaubt, sehr detaillierte Persönlichkeitsprofile zu erstellen, und User individuell mit Inhalten anzusprechen und zu versorgen. Bereits 2015 hat eine Studie ergeben, dass nur anhand der Analyse von Facebook Likes ein Persönlichkeitsprofil erstellt werden, dass eine Person besser beschreibt als ein langjähriger Partner es könnte. Dazu können Inhalte für jeden User individuell sortiert und gefiltert werden, was man durch Microtargeting auch umsetzt. Das hat eine bekannte Rolle gespielt etwa bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016, oder beim Brexit Referendum (Stichwort: Cambridge Analytica). Shosanna Zuboff kommt in einer vielbeachteten Monografie zu dem Schluss, dass durch diese Manipulationen, wie sie etwa von Google durchgeführt werden, dem Menschen die Möglichkeit der autonomen Entscheidungsfindung genommen werden, was letztlich auch unsere Demokratien massiv unter Druck setzt. Kurzum, die Manipulationen die mit neuen Medien umgesetzt werden, gehen weit über die Möglichkeiten konventioneller Medien hinaus, und revolutionieren die Machtverhältnisse zwischen Konzernen und der Gesellschaft.
2. Ich glaube nicht, dass man die Verantwortung nur auf die User abschieben kann. Du hast oben schon gute Ansätze erwähnt was man selbst machen kann, z.B. eine alternative Suchmaschinen wie DuckDuckgo zu verwenden, oder Werbung auszublenden (was ich programmatisch empfehlen würde, also mit Browsereinstellungen oder Erweiterungen, die Werbung und Tracking weitgehend unterbinden). Aber ich glaube nicht dass man die Menschen damit alleine lassen darf, schon aus dem Grund weil Vielen das Problembewusstsein fehlt, aber auch das technische Verständnis. Es ist eine der zentralen Aufgaben eines Staates, Regulierungen zu implementieren, die ein faires und gemeinschaftliches Zusammenleben ermöglichen. Manipulation zu unterbinden und für Transparenz zu sorgen, gehört sicher zu den zentralen Elementen einer funktionierenden Demokratie. Mit GDPR, DSA & DMA gibt es auf europäischer Ebene auch gute Ansätze, die aber leider nicht ausreichend exekutiert werden, und gerade kürzlich mit dem digitalen Omnibus auf Druck der Konzerne auch erst wieder verwässert wurden. Zusammengefasst bin ich der Meinung, es braucht eine Kombination aus Eigeninitiative und staatlicher Regelung.
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