Wenn man als Sänger offensichtlich misogyne (oder bodyshamende) Texte singt, macht man sich dann mitverantwortlich? Oder kann man sich mit Humor und/oder dem Lyrischen Ich rausreden?
Dies betrifft aber freilich viele andere Aspekte ebenso, nicht nur in der Kunst.
Ja?
Für mich sind solche Berichte schon Ausdruck eines Kulturwandels, bei dem ich nicht mehr richtig mitkomme und auch nicht mehr wirklich mitkommen will.
Über "Elke" schreibt Ildiko von Kürthy, eine zweifellos fortschrittliche und emanzipierte Autorin, in einem Roman einmal eine entzückende sehr lustige kleine Geschichte, ohne den Songtext als misogyne Entgleisung zu qualifizieren.
Man kann es mit cancel culture schon ein bisschen übertreiben; aber jedem das seine.
Wenn eine Band etwas über seinen eigenen Song schreibt, würde ich es nicht als einen solcher Berichte sehen.
Ohne dem passenden Kontext im Buch zu kennen (auf die schnelle hätte ich ihm Internet nichts dazu gefunden) kann ich dazu nichts schreiben. Abgesehn davon ist es eigentlich egal, wenn die Künstler ihr eigenes Werk als misogyne ansehen.
Haha Cancel Culture, direkt von der Bild übernommen?
Die Ärzte haben "Elke" das letzte mal 2011 gespielt und sich dann letztes Jahr im September dazu geäußert.
Also ganz weit weg von Cancle Culture.