Bin ich der Einzige der sich einen Wake Up Call vom weißen Hai wünscht?
Er ist bereits in der Uferzone:
(Kleine Zeitung heute)
Vor dem Derby brennt beim KAC der Hut
KAC-Vizepräsident Reichel ist enttäuscht
Viel zu spät sind die Rotjacken in Bozen aufgewacht, kassierten die nächste Niederlage.
Nach dem mächtigen Dämpfer zu Hause gegen Linz folgte in Bozen der nächste Genickschlag für den KAC. Die Klagenfurter mussten beim italienischen Rekordchampion eine 3:4-Niederlage hinnehmen, lagen aber nach 40 Minuten schon 1:4 zurück. Wieder passierten in der eigenen Zone viel zu viele Fehler, die vom Gegner eiskalt bestraft wurden. Solange die Gastgeber auf das Tempo drückten, die aktivere Mannschaft waren, hatte der KAC kaum etwas entgegenzusetzen. Erst im Schlussabschnitt, als Bozen auf Ergebnisverwalten aus war, wirkten die Rotjacken aktiver, ergriffen das Geschehen. Als Lohn gab es zwar zwei Tore, was am Ende jedoch zu wenig war. Zu spät erkannten die Kärntner den Ernst der Lage.
„Das Team ist völlig verunsichert, es passieren zu viele Fehler. Ich erkenne kein kollektives Bemühen, es fällt mir keiner auf, der sich gegen die Niederlage wehrt“, zeigt sich KAC-Vizepräsident Hellmuth Reichel von den Vorstellungen der Mannschaft enttäuscht.
Der Funktionär, der wohl der verstorbenen Mäzenin Heidi Horten als Präsident folgen wird, spricht von einer angehenden Krise. Der pensionierte Mediziner vermisst das Körperspiel, bemängelt, dass so gut wie keine Checks gefahren werden. Zudem fehlen ihm die Reaktionen von der Bank aus, wird stur an den Linien und am System festgehalten. Er wird demnächst das Gespräch mit Generalmanager Oliver Pilloni und Trainer Petri Matikainen suchen.
Am Mittwoch wartet das erste Derby gegen den VSV in der neuen Arena, alle Tickets sind schon vergriffen. Da wird eine Leistungssteigerung vonnöten sein, um eine Krise abzuwenden.