Ich muß immer laut lachen, wenn ich die Kohlegrill-"Taliban" sehe, die dann Alutassen verwenden und das Fleisch und die Würstel hinein legen. In den Griller schmeißen sie dann völlig überhitzte Braunkohle-Briketts von Weber, die fürchterlich schmutzen und riechen anstatt Holzkohle oder deren Briketts. ![]()
Grillen und der dabei typische Geschmack hat für mich vor allem mit Grillrost (Gusseisen!), Hitze und Maillard-Reaktion zu tun. Rauch sollte, wenn er entsteht, sauber und weiss sein und nicht vom Fettbrand oder den runtertropfenden Marinaden kommen. Auch beim Smoken oder Burnen (zum Garziehen) will man nur weißen und sauberen Rauch, ansonsten wird das Fleisch nahezu ungenießbar. Hitze und Maillard bekommt man prinzipiell mit allen Grilltypen zusammen, wurscht, ob Kohle, Gas oder Elektro. Man muss es nur richtig machen und einen g'scheiten Rost haben, der die Hitze halten kann.
Ich kann nur allen Kohle-Fanboys raten, einen Grillkurs bei Profigrillern und eine Blindverkostung von z.B einem perfekt zubereiteten Ribeye aus dem Gas- und Kohlegriller zu machen. Ich mutmaße, dass 99,5% keinen Unterschied schmecken werden. Aber was wäre die Realität, ohne Urban Legends? ![]()
By the way. Ich habe sowohl Kohle-, als auch Gasgriller bei mir zu Hause und setze diese je nach Lust und Laune ein. Es stimmt schon, dass das Ritual beim Kohlegrillen ein Anderes ist, aber irgendwann vor einigen Jahren habe ich mehr darauf besinnt, dass es um das Endprodukt, dessen Geschmack und Verzehr geht, und nicht so sehr um die "Feuerstelle".