auf der einen Seite steht das Regelbuch, auf der anderen der Schiedsrichter am Eis, und wir sind auch nur Menschen und machen Fehler"
... deswegen sollte man der individuellen Interpretation und Regelauslegung so wenig, wie möglich Spielraum lassen. Sonst sieht man an einem Tag ein Eishockeyspiel und an einem anderen Tag mit neuen Refs etwas gänzlich anderes.
Leider geht die aktuelle Regeladaption aus meiner Sicht in die verkehrte Richtung. Beim Hitting sollte wesentlich mehr in sichtbare und in blind hits unterschieden werden und nicht so sehr, ob der Hit um 5 Zehntelsekunden noch gepasst hätte oder schon zu spät war. Ein sichtbarer und antizipierbarer Hit ist für einen Hockeyspieler selten ein Problem, wurscht wann er passiert. Ein Blind Hit könnte erlaubt sein, aber zu schweren Verletzungen führen. Das was beim Spiel vs. die BWL im letzten Drittel von den Refs teilweise schon als Behinderung ausgelegt wurde, nährt bei mir die Befürchtung, dass Eishockey immer mehr zum körperlosen Spiel mutiert und automatisch vermehrt Schwalbenkönige produziert.
Normalerweise bin ich Regeladaptionen gegenüber sehr aufgeschlossen, aber in den letzten drei Jahren habe ich meine Probleme damit. Alleine, wenn ich an den Zirkus mit den Schlittschuhtoren denke, die den Refs die komplette Verantwortung aufbürdet, zwischen aktiven Kicks und unabsichtlichen Ablenkungen zu unterscheiden. Dabei kannst als Ref nur verlieren.