Es schadet nie, wenn sich das Schiedsrichterwesen kritisch mit allen ihren Matchleistungen auseinandersetzt und dies auch mit den Vereinsverantwortlichen regelmäßig bespricht. Möglicherweise hat es hier heuer vs. Znaim tatsächlich eine Häufung an diskussionswerten Vorfällen gegeben, die man in einem persönlichem Gespräch kritisch aufarbeiten sollte.
Die Gelder für die TV-Rechte sind etwas anderes. Die Ausstrahlungsrechte sind geografisch abgegrenzt. Znaim spielt zwar mit einer österr. Lizenz, ist aber TV-rechtlich in CZ, wo Sky und S-TV meines Wissens keine Ausstrahlungsrechte haben. Dafür darf Znaim, Bozen und Fehervar seine Heimmatches ja auch selbst TV-rechtlich vermarkten, was allen österr. Vereinen untersagt ist. Die Gelder aus den Fernsehrechten mit Sky und S-TV können daher nur auf jene Vereine aufgeteilt werden, wo die Sender auch ausstrahlen dürfen. Das ist logisch. Sonst würden die Sender ja für etwas bezahlen, wo sie keine Gegenleistung bekommen.
Persönlich denke ich, dass Znaim mittlerweile in der EBEL besser fährt, als in einer dritten CZ-Liga. Gegen Wien und Linz hat sich so etwas, wie ein grenzüberschreitendes Derby entwickelt und Znaim hat nicht nur dadurch auch viele regelmäßige Zuseher aus Niederösterreich, Oberösterreich und Wien in der Halle. Heuer sind sie verdientermaßen wieder im PO, was für einen Verein mit diesem Budget absolut beachtlich ist. Znaim hat sich damit zur sportlich wertvollen Fixgröße in der EBEL etabliert. Sollte Znaim es nicht schaffen, für eine zweite CZ Liga eine Lizenz von einem anderen Verein zu erwerben, wäre ein Gang in die dritte Liga weder für den Verein, noch für die Perspektiven der Spieler eine Alternative zu der ich raten würde.