ich empfinde es als betrug am zahlenden publikum jahr für jahr im sportlich wertlosen grunddurchgang alles niederreissen zu wollen um dann im po (wenn die saison wirklich beginnt) aufgrund der geistig und zum teil auch körperlich leeren akkus sowie der nicht vorhandenen coachingfähigkeit gaudtes (ich weiß es nicht - sags du mir, ich bin ratlos, sowas habi ich in 20 jahren... und und und) sang und klanglos unterzugehen. (von der öffenlichen bloßstellung des goalies oder den wundersamen timeoutentscheidungen will ich gar nicht reden - 3 sh in 3 minuten und 0 reaktion???)
nun, hier orte ich einen kleinen dissens, neben unserer grundsätzlichen bewertung der gaudet'schen fähigkeiten.
für mich ist der grunddurchgang sportlich nicht wertlos. er besteht für mich aus 27 heimpartien (auswärts bin ich eher selten zugegen) und davon sind einige durchaus vergnüglich und sportlich hochwertig, abgesehen von der tatsache, dass für den verein 27 x 3500 zuseher die wirtschaftliche grundlage der existenz sind. ich habe eher meine probleme mit einem playoff, für das man sich in der EBEL nahezu ausschließlich durch die bloße teilnahme an der liga qualifiziert. 8 von 10 im PO sind für mich weder eine sportliche qualifikation, noch hat der gewinner eines solchen "bewerbs" für mich einen sportlich höheren stellenwert als der grunddurchgangssieger. zuviel hängt für mich von zufälligen formkurven der jeweiligen teams ab, wie wir sie während der saison bei den mannschaften zuhauf beobachten können. 4 von 10 und beide runden im best of seven gespielt, das wäre eine sportliche qualifikation fürs PO, sozusagen ein echtes masters, und eine sportliche und wirtschaftliche belohnung für jene, die einen blitzsauberen grunddurchgang gespielt haben. ich halte nichts davon, ausschließlich aus wirtschaftlichen erwägungen einen zweiten wie auch immer gearteten bewerb nach dem grunddurchgang wiederum mit 80% der vereine zu spielen. wenn es darum geht, zuseherziffern zu erreichen, sollte man eher den grunddurchgang um eine doppelrunde, sprich +18 matches verlängern, oder nach 6 doppelrunden eine 7. einfache runde mit heimrecht für die top5 spielen, sprich +9 matches. danach die top4 ins PO und den meister ermitteln. alles andere ist für mich pipifax.
nochmal zum gaudet thema:
ein abgang von ihm sollte auch anlaß sein über das gesamte system der caps inkl. der nachwuchsmannschaften und dem scouting dafür grundsätzlich nachzudenken. ohne öffentlich namen von spielern zu nennen (die betroffenen wissen großteils eh bescheid, aber ich will sie nicht auch noch öffentlich hypen), bei den U9, U11 und U13 der diversen wiener nachwuchsmannschaften sind durchaus ein paar wenige "besondere" talente dabei. vielleicht keine divis's nödls, grabners oder rotters aber durchaus interessante leute in der qualität eines setzingers, welsers oder kochs. da würde es sich durchaus mehr als auszahlen die nachwuchsarbeit der caps in wien auf professionellere füße zu stellen, als dies jetzt der fall ist. ich würde den jetzigen status als durchaus bemüht, aber leider großteils mittellos bezeichnen. bei dem potential an wiener nachwuchs begleitet von professioneller sportlicher und schulischer betreuung (vielleicht sogar in einem schulkooperationsmodell, gefördert vom wiener verband) könnte man jedes IIDM oder sonstweges modell innerhalb von zehn jahren vom output her mehr als locker in den schatten stellen. vor allem hat wien den unschätzbaren vorteil, dass die kinder nicht in ein internat fernab vom elternhaus müßten, sondern in ihrer unmittelbaren umgebung bleiben können. bei den nachwuchsbewerben würde ich mich wesentlich stärker in den osten, vor allem nach der slowakei und tschechien orientieren - kürzere fahrzeiten und stärkere gegner.
mein wunsch ans christkind bzw. an die führung der VIC:
nehmt's bitte den bevorstehenden trainerwechsel auch zum anlaß, die nachwuchsarbeit in einem ganzheitlichen modell auf die nächste stufe der professionalität zu stellen, auch auf die gefahr hin, dass die besten mit 17, 18 wohin auch immer abwandern. die hallenfacility ist nächstes jahr nahezu perfekt, jetzt muß die organisation noch nachziehen!