Ich will keine Wunderdinge sehen, sondern wieder Eishockey nicht knapp über Dreibeinliga-Niveau. Die Mannschaft soll gewinnen und darf verlieren, aber ich möchte als Zuschauer das Gefühl haben, sie wissen, was sie tun und sie wollen das auch tun.
Die Caps hatten Jahre mit den besten ersten Linien der Liga, die alles in Schönheit zerschossen haben oder, etwa unter Cameron und Barr, eine Zeit, in der 4 Linien konsequent einem System gefolgt sind, auch da haben wir daheim allen Gegnern unser Spiel aufgedrückt, einheimische Spieler wurden in allen Linien eingesetzt und haben sich teilweise sehr entwickelt.
Ich sehe seit eineinhalb Jahren weder das eine, noch das andere. Es ist Stückwerk. Die Capitals regieren nur, chippen raus, sind unter Druck, verlieren nach dem 2. Pass die Scheibe. Ich sitze auf der Nord weit im Westen und ich habe früher in Drittel 1 und 3 die Mannschaft 14 Minuten vor mir im Angriffsdrittel gesehen, jetzt sehe ich sie gefühlt 6 Minuten.
Es ist mit dieser Mannschaft möglich, mehr (Heim-)Dominanz zu entwickeln, Druck auf den Gegner auszuüben, auch spielerisch ins Angriffsdrittel zu kommen, kompakter zu sein mit weniger Lücken zwischen Stürmern und Defense, dann ist auch die Defense weniger überfordert und fehleranfällig. Ich hoffe, der neue Trainer hat ein Konzept, sowas mit der Mannschaft zu erarbeiten.