Ohne zu wissen wie groß die Portokassa von Herrn Matescheitz ist, einen Ü-Wagen zu erwerben hat sich nicht nur mit dem Kauf erledigt. Man braucht dafür zumindest auch hochqualifiziertes Stammpersonal, das vorallem den Ü-Wagen abseits der Produktionen in Stand haltet und den Ü-Wagen in und auswendig kennt, da Anmietpersonal dazu nicht im Stande ist. Dazu kommt dann wieder ein höherer Logistikaufwand. Einen Ü-Wagen beschaffen ist nicht eine Sache, die man innerhalb von Wochen auf die Beine stellen kann und kostet einige Millionen Euro. Man darf dabei nicht vergessen, dass so eine Investition nur dann Sinn macht, wenn dieser Ü-Wagen nicht ausschließlich für Eishockey-Produktionen verwendet werden kann, er muss ja auch im Sommer ausgelastet sein. Bei dem momentanen Produktionsvorhaben betreffend EBEL stellt sich weiters die Frage, ob ein Ü-Wagen ausreichend ist (wahrscheinlich nicht), also sprechen wir eigentlich von mehreren solcher Investitionen. Dafür gibt es genügend Produktionsfirmen, die sich auf diesem Gebiet spiezialisiert haben und deren Technik und Personal angemietet werden können. Bei den Live Sendungen wird das bestimmt so sein. Bei den Aufzeichnungen stellt sich die Frage, ob es über 3 Jahre Sinn macht bei manchen Eishallen fixe, den Anforderungen der Aufzeichnungen entsprechend optimierte Regieplätze zu installieren und das technische Personal jedesmal anzumieten.
Es gibt mittlerweile nicht allzuviele Fernsehsender, die ihre eigene Übertragungstechnik samt Personal haben (zumindest in dem oben gennanten Umfang). In Österreich gibt's wahrscheinlich nicht einmal mehr eine Produktionsfirma, die alleine diesen Aufwand abdecken kann (außer mit Hilfe von Fixinstallationen). Die Firmen, die das können, produzieren Fußball.
Das ist meine persönliche Einschätzung, ohne die genauen Gegebenheiten bei Servus TV zu kennen.