[Blockierte Grafik: http://2.cdn.nhle.com/nhl/images/upload/2011/08/ana205.jpg]
Man kann es schon fast als Tradition ansehen, dass die Ducks schlecht in die Spielzeit starten. Und auch in der Saison 2010/11 sollte es nicht anders sein, als man 8 von den ersten 12 Spielen verlor. Umso eindrucksvoller war dann das Finish, in den letzten 20 Partien konnte man 15 Siege einfahren und erreichte letzten Endes Platz 4 in der Western Conference. Dementsprechend optimistisch startete das Team in die Playoffs und umso grösser war die Enttäuschung als man in der 1.Runde gegen Nashville als Verlierer vom Eis ging.
Torhüter: Wie schon im Jahr zuvor starten die Ducks mit Jonas Hiller als Nummer 1 in die neue Spielzeit. Allerdings steht hinter dem Gesundheitszustand des Schweizers ein großes Fragezeichen, da dieser seit dem Allstar-Break über ständige Schwindelgefühle klagte und für den Rest der Saison zum größten Teil ausfiel. Laut offizieller Seite ist Hiller wieder vollständig genesen, der Spieler selbst meinte allerdings in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung, dass er noch nicht beschwerdefrei sei. Als Nummer 2 im Team steht Dan Ellis bereit, ein Spieler der in der vergangenen Spielzeit nur teilweise überzeugen konnte und in den Playoffs seinen Platz an Ray Emery verlor, der allerdings keinen neuen Vertrag erhielt und die Ducks im Sommer verlassen musste. Mit Jeff Deslauriers wurde in der Offseason ein weiterer NHL-erfahrener Torhüter geholt. Dies könnte durchaus als Indiz angesehen werden, dass die Situation rund um Hiller doch nicht so eindeutig ist wie vom Management angegeben. Der finnische Neuzugang Irro Tarkki und Prospect Timo Pielmeier dürften vorerst für die AHL geplant sein.
Verteidigung: Neben Lubomir Visnovsky, dem punktbesten Verteidiger der vergangenen Saison, hat man mit Francois Beauchemin und Toni Lydman drei erfahrenen NHL-Spieler in den Reihen, die das Grundgerüst der Defensive bilden. Als weitere Fixposten dürften die beiden Youngster Cam Fowler (19) und Luca Sbisa (21) angesehen werden, von denen sich das Management einen weiteren Leistungssprung nach vorne erwartet. Die größten Chancen auf den letzten Platz im Lineup werden Ex-Oiler Kurtis Foster zugesprochen, allerdings gibt es mit Tough Guy Sheldon Brookbank, Matt Smaby und Bryan Rodney noch weitere potentielle Kandidaten im Kader. Eventuell kann sich auch Rookie Sami Vatanen, der seine erste Saison in Nordamerika bestreitet, im Trainingscamp für höhere Aufgaben empfehlen.
Sturm: Die Offensive der Ducks galt in der vergangenen Saison als eine der gefährlichsten der Liga. Mit Rocket Richard-Gewinner Corey Perry, Ryan Getzlaf und Bobby Ryan hat man drei Spieler in den Reihen, die mehr als 70 Punkte in der vergangenen Saison erzielen konnten. Kehrt Teemu Selänne ins Lineup zurück, hat man sogar einen vierten Stürmer, der diese Marke erreicht hat. Der Finne hat schon bekannt gegeben, ein weiteres Jahr anhängen zu wollen, er möchte aber vorerst noch abwarten, wie rasch und gut die Rehabilitation nach einer Knie-OP voranschreitet. Gemeinsam mit Saku Koivu und Jason Blake würde der 41jährige die Top6 komplementieren, wobei auch Brendon MacMillan, Dan Sexton oder Kyle Palmieri durchaus Chancen auf Einsätze in den Offensivreihen zugestanden werden. Eventuell können auch die Top-Prospects Emerson Etem oder Peter Holland im Camp überzeugen. Nach dem Rücktritt von Todd Marchant übernimmt nun Neuzugang Andrew Cogliano den Part des Centers der dritte Linie. Als weitere fixe Bestandteile der Bottom6 dürften Publikumsliebling George Parros, Nick Bonino und Matt Beleskey angesehen werden. Mit Schweiz-Heimkehrer Mark Bell, Jean-Francois Jacques und Andrew Gordon gibt es weitere NHL-erfahrene Kandidaten für defensive Aufgaben im Kader.
Vorschau: Trotz der Ankündigung nach dem frühen Playoff-Aus den Kader vor allem in der Defensive umzubauen, hat sich GM Bob Murray für seine Verhältnisse sehr zurückhaltend verhalten. Allerdings ist der Kanadier dafür bekannt, während der Saison sein Team kräftig umzubauen. Dass die Ducks vor allem in der Offensive Playoff-Potential vorweisen, haben sie bereits im vergangenen Jahr bewiesen. Einzig der unklare Gesundheitszustand von Torhüter Hiller könnte sich als Dämpfer im Kampf um die Endrunde erweisen.